Spielplatz Raerener Straße - Ausführungsplanung barrierefreie Zuwegung
FB 36/0398/WP18 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Herr von Thenen begrüßt Frau Laufenberg, Mitarbeiterin im Team Grünplanung und -bau beim Fachbereich Klima und Umwelt. Er fragt sie zunächst, ob sie die Ausführungsplanung hier im Plenum vorstellen möchte.
Frau Laufenberg weist zunächst auf die sehr tonhaltigen Bodenverhältnisse hin, die die hauptsächliche Ursache für die immer noch nicht behobenen Probleme darstellt. Auch lassen die seit dem Herbst 2023 anhaltenden widrigen Wetterverhältnisse bisher noch keine Lösung zu. Nach den bisher erteilten Genehmigungen ist es bis heute nicht möglich, die Entwässerung der beiden betroffenen Spielflächen an das öffentliche Kanalnetz zu bewerkstelligen. Bei den nun erforderlichen Neuplanungen wird sie eine mögliche Entwässerung berücksichtigen.
Herr von Thenen eröffnet nach den kurzen einleitenden Worten von Frau Laufenberg die Fragerunde.
Herr Kiemes fragt sie nach ihren Ausführungen, explizit bezugnehmend auf ihre Feststellung, dass ein Anschluss der Entwässerung an das öffentliche Kanalnetz zum damaligen Zeitpunkt nicht erlaubt gewesen wäre.
Frau Laufenberg erläutert hierzu, dass sie bei ihren ersten Planungen die Problematik der Entwässerung berücksichtigt hatte und sie seinerzeit zuversichtlich gewesen war, dass ein Anschluss als unbedingt notwendig und auch genehmigungsfähig angesehen würde. Die von ihr gewünschte Genehmigung wurde aber versagt. Durch die zwischenzeitlich erfolgte Unterbrechung der Tonschichten ist nunmehr ein unerwünschter Nebeneffekt eingetreten, dass von den etwas höher gelegenen Wiesenflächen das Oberflächenwasser sich auf die Spielplatzfläche zentriert. Somit ist es sehr schwierig, den Spielplatzbereich überhaupt zu entwässern. Sie hofft, dass es ihr aufgrund der außergewöhnlichen Situation seitens der Verwaltung zukünftig erlaubt wird, einen „Notüberlauf“ zu realisieren. Sie erwähnt noch einmal den Umstand, dass seit September 2023 keine einzige Woche ohne erheblichen Niederschlag vergangen ist, der bauliche Verbesserungen der aktuellen Situation bisher nicht zulassen würde.
Herr Kiemes fragt nach, wer in der Verwaltung die Verweigerung des Anschlusses an das Kanalnetz ausgesprochen hat.
Herr Miller ergänzt hierzu, dass die Genehmigung abhängig vom Fassungsvermögen des öffentlichen Kanalnetzes ist.
Frau Nußbaum bedankt sich bei Frau Laufenberg für die rasche Umsetzung der Wünsche dessen, die im Zuge der Bürgerinformation am Spielplatz besprochen wurden. Heute möchte sie noch eine Bitte zum zukünftigen Standort der Picknickbank-Kombination äußern.
Aktuell sieht die Planung vor, dass diese in unmittelbare Nähe des Jugend-Unterstandes angebracht werden soll. Sie schlägt einen Alternativ-Standort aus folgendem Grund vor: Am Jugend-Unterstand ist auch ein Müllbehältnis inklusive eines Aschenbechers installiert. Leider wird dieser Aschenbecher nicht hinreichend genutzt, etliche Kippen landen auf dem Boden. Gerade auf einem Spielplatzgelände ist so ein Zustand sehr unglücklich und in ihren Augen eigentlich nicht tolerierbar. Nach ihrer Auffassung sollte ein Rauchverbot an dieser Stelle und die Einrichtung einer „Raucherecke“ außerhalb des Spielplatzgeländes in Erwägung gezogen werden. Sie bittet Frau Laufenberg, ihren Vorschlag in ihre Überlegungen einzubeziehen.
Da ja heute auch im Rahmen dieser Sitzung der Bezirksvertretung die Problematik der Sonneneinstrahlung thematisiert wird, möchte Frau Nußbaum anstelle der Picknickbank-Kombination einen Picknick-Pavillon vorschlagen, der die Vorteile einer Bank mit dem eines Pavillon verbindet. Auch diesen Vorschlag möchte Frau Nußbaum als Anregung verstanden wissen.
Weiterhin spricht sie die beiden Bänke seitlich in der Nähe des Törchens und der Hecke an.
Hier wünscht sie sich, dass die Hecke einen Pflegeschnitt erhält und dass die beiden Bänke etwas aufgearbeitet werden könnten.
Frau Laufenberg hat vollstes Verständnis für den Wunsch der Ertüchtigung des Weges. Nach ihrer Einschätzung wird das Basketballfeld zukünftig noch stärker durch das Regenwasser in seiner Funktion beeinträchtigt. Die jetzt anstehenden Arbeiten können allenfalls als „Notlösung“ dienen. Insofern können nicht allzu große Erwartungen erfüllt werden. Sie selbst bezeichnet die Gesamtsituation als „nicht erquicklich“.
Herr Krott äußert seine Einschätzung, dass die heute vorgelegte Planung genau das ist, was die Bezirksvertretung von der Verwaltung gefordert hat. Die Anregungen und Wünsche, die im Rahmen der Bürgerbeteiligung seitens der Einwohner*innen geäußert wurden, sind in die Planungen eingeflossen. Was die endgültige Gestaltung angeht, sieht er keinen aktuellen Handlungsbedarf, da ja die zukünftigen zu erwartenden Erschließungsbeiträge des Bebauungsplans zur finalen Finanzierung der endgültigen Planung der beiden Spielplatzgelände verwendet werden sollen.
Zum Jugendtreffpunkt merkt Herr Krott an, dass zum Zeitpunkt der Errichtung ein eindeutiger Wille der Elternschaft bestand, nicht nur für Kinder, sondern dass auch für Jugendliche ein Treffpunkt eingerichtet werden sollte. Er möchte diesen Treffpunkt nicht in Frage stellen, wenn da vereinzelt einmal eine Zigarettenkippe nicht ordnungsgemäß entsorgt wird. Er spricht sich im Namen seiner Fraktion für den Beschlussvorschlag der Verwaltung aus.
Herr Kiemes hat den Eindruck, dass die heute vorgestellte Ausführungsplanung ja allenfalls nur eine Zwischenlösung bietet.
Frau Laufenberg betont nochmals, dass das Kernproblem der Entwässerung allenfalls gemildert und nicht abschließend zu aller Zufriedenheit gelöst werden kann. Auf die weitere Frage von Herrn Kiemes, wann denn mit einer abschließenden Planung zu rechnen ist, kann sie heute keine verlässliche Antwort erteilen, da zu viele Unwägbarkeiten hier eine Rolle spielen.
Herr Jumpers macht darauf aufmerksam, dass die aktuelle Problematik eines erhöhten Niederschlags doch eine extreme Ausnahmesituation darstellt, die nicht nur bei Spielplätzen, sondern natürlich auch in der Landwirtschaft die Betroffenen gleichermaßen vor große Herausforderungen stellt. Er äußert hier vollstes Verständnis für Frau Laufenberg.
Frau Nußbaum bestätigt, dass die CDU-Fraktion dem Beschlussvorschlag ebenfallszustimmen wird. Die Picknickbank-Kombination hat sie deshalb angesprochen, weil im vorgestellten Plan eine unmittelbare Nähe zum Jugendunterstand vorgesehen ist. Sie betont noch einmal mit Nachdruck, dass ihre persönliche Wahrnehmung der achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen nicht mit der von Herrn Krott übereinstimmt. Sie hat am letzten Wochenende massenhaft diese Hinterlassenschaften feststellen müssen. Dieser Umstand ist auch der fehlenden Sozialkontrolle geschuldet. Eine Picknickbank für Kinder und deren Eltern gehört nach ihrer Auffassung nicht in der Nähe von rauchenden Jugendlichen.
Herr Gilles bedankt sich bei Frau Laufenberg für die vorgestellte Planung. Auch er bestätigt, dass die Planung die zuvor vorgebrachten Wünsche aufnimmt. Natürlich ist die Realisierung stark von der künftigen Wetterlage abhängig. Eine zukünftige Beschattung ist ebenso wünschenswert wie die Aufrechterhaltung eines Treffpunktes für die Jugendlichen. Der Standort der Picknickbank ist diskutabel.
Da keine weiteren Wortmeldungen mehr gewünscht werden, resümiert der Bezirksbürgermeister die Reaktionen der Mitglieder der Bezirksvertretung und spricht Frau Laufenberg ein Lob für die erstellte Verwaltungsvorlage aus. Er nimmt Bezug auf die Zeit vor der letzten Kommunalwahl am 13. September 2020. Damals haben alle in der aktuellen Bezirksvertretung vertretenden Parteien einvernehmlich den Bürger*innen zugesichert, sich für eine Verbesserung der Situation einzusetzen. In der Vergangenheit wurden neue Geräte angeschafft und installiert. Er richtet an Frau Laufenberg seinen ausdrücklichen Dank für die schnelle Vorstellung der Planung, betont dabei, dass die erforderlichen Gelder auch durch die Politik im Haushalt bereitgestellt worden sind.
Nach seiner Erinnerung wurde beim letztem Bürgertreffen der Wunsch geäußert, auch Sitzgelegenheiten in der Nähe des Basketballfeldes zu realisieren.
Frau Laufenberg möchte keine Erwartungen schüren im Hinblick auf eine mögliche Errichtung von Pavillons, die ohne weiteres ca. 30.000 €uro und mehr pro Stück kosten können.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Die Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster / Walheim nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis undbeschließt die Ausführungsplanung für die Neugestaltung der Wege auf dem Spiel- und BolzplatzRaerener Straße.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Rückblick
Aufgrund eines Ratsantrags Nr. 425/18 der Grün-Rote Koalition im März 2024, mit dem die „Ertüchtigung der Spielplätze in Lichtenbusch“ gewünscht wurde, hat der Rat der Stadt Aachen die Verwaltung beauftragt, eine Bürger*innen-Beteiligung durchzuführen und entsprechend der Eingaben eine neue Ausführungsplanung zu erstellen.
Hieraus resultierend erfolgt eine nunmehr konkret geplante bauliche Maßnahme, die die Herstellung einer barrierefreien Zuwegung des Spielplatzes Raerener Straße zum Ziel hat.
Ist- Zustand
Der bestehende Fußweg wird sehr stark frequentiert. Er ist die kürzeste Wegverbindung zwischen dem neuen Wohngebiet, den Kitas und der Bushaltestelle an der Raerener Straße.
Die Wegefläche befindet sich in einem desolaten Zustand, da es sich hier nicht um eine fachtechnisch ausgebaute Zuwegung handelt, sondern um einen Trampelpfad. Durch die anhaltenden Niederschläge seit Oktober 2023 ist der Weg oft unpassierbar, da das anfallende Wasser nicht durch die tonhaltigen Böden versickern kann.
Eine neue barrierefreie Befestigung ist an dieser Stelle sinnvoll und zweckmäßig.
Planung:
Am 24.05.2024 hat der Fachbereich FB 36 Abt. 36/200 eine Bürgerbeteiligung durchgeführt.
Alle Anwesenden der Bürgerbeteiligung waren sich einig, dass der Fußweg zwischen dem Lichtenbuscher Weg und der Raerener Straße eine wichtige und stark genutzte Verbindungsachse darstellt. Auf Wunsch der Bürger soll die Wegeführung über die geteerte Basketballfläche beibehalten werden. Ebenso soll der Pfad zwischen dem Lichtenbuscher Weg und dem Grundstück der Kita „Anna Roles“ ertüchtigt und neu angelegt werden. Die Ausführungen der Wege werden aufgrund der anstehenden Nässe 20 cm über Rasenniveau liegen und in Breiten von 2,50 m und 1,50 m ausgebaut.
Ein Beton-Pflasterstein wird als Belag vorgesehen, um die Barrierefreiheit bei jedem Wetter zu gewährleisten. Zusätzlich werden die Flächen seitlich der Wege drainiert.
Eine zusätzliche Picknick-Bankkombination ist in der Nähe des Jugendunterstandes geplant.
Auf besonderen Wunsch der Bürger werden noch zusätzliche Bäume als Schattenspender gepflanzt.
Kosten
Die mit der vorliegenden Planung kalkulierten Baukosten belaufen sich auf ca. 95.000 € brutto.
Im Fachbereich Klima und Umwelt stehen die Haushaltsmittel unter dem PSP 5-130101-400-00700-300-1 im Haushaltsjahr 2024 zur Verfügung.
Ausblick
Nach Empfehlung und Freigabe durch das Gremium sieht die weitere Vorgehensweise eine öffentliche Ausschreibung für die Bauleistung im August vor. Die bauliche Umsetzung kann dann ab Herbst 2024 erfolgen.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
5-130101-400-00700-300-1, 78530000 neue Zuwegung, Drainage
Spielplatz Lichtenbusch Raerener Str.; sonstige Baumaßnahmen
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 100.000 | 100.000 | 0 | 0 | 100.000 | 100.000 | |
Ergebnis | 100.000 | 100.000 | 0 | 0 | 100.000 | 100.000 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
x |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
x | nicht bekannt |
Technische Details
ID: 127310
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=127310
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2024-06-06 FB 36_0398_WP18 Spielplatz Raerener SAO.pdf
7.11.2024
2.6 MB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 7
- Sitzung
- Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster / Walheim
- Gremium
- Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster / Walheim
- Datum
- Mi., 03.07.2024
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
- Geändert
- 8.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 8. Februar 2026 um 14:29