6. Juni 2006 um 18:00, Sitzungssaal im Fachbereich Umwelt
TOP 4Öffentlich

Mobilfunkanlagen in Oberforstbachhier: Sachstand

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Herr Blum verwies darauf, dass schon das Expertenhearing zum Thema EMF im Jahre 2002 deutlich gemacht habe, dass gesundheitliche Gefahren durch Sendemasten bisher nicht nachgewiesen worden seien. Die bislang festgesetzten Grenzwerte seien insoweit eher als willkürlich anzusehen. Umgekehrt wollten aber viele Menschen möglichst störungsfrei ein Handy benutzen, was wiederum eine flächendeckende Netzversorgung erforderlich mache.

Die Vorsitzende wies darauf hin, dass es im Hinblick auf die Festlegung von Vorsorgewerte immer noch ein Forschungsdefizit gäbe. Sie hoffe, dass derzeit beauftragte Forschungsprojekte klarstellende Ergebnisse liefern würden.

Frau Witulski fragte an, ob gleichwohl im Hinblick auf die Ängste der betroffenen Menschen eine Möglichkeit bestehe, den dritten Mast in Oberforstbach zu verhindern.

Dies wurde von Frau Beigeordnete Nacken unter Hinweis auf die bereits unter TOP 3 erläuterten Verfahrenszuständigkeiten verneint. Die vorliegenden Verhältnisse, insbesondere die bestehenden Abstände zu sensiblen Nutzungen, gäben grundsätzlich keine Veranlassung, im Rahmen der bestehenden Vereinbarungen mit den Mobilfunkbetreibern zu verhandeln. Dennoch bot sie an, nach der Errichtung des dritten Mastes Messungen zu veranlassen um klarzustellen, dass auf der Grundlage bestehender Vorsorgewerte keine Gefährdung für die Nachbarschaft anzunehmen sei. Bei einer solchen Messung würden dann auch die Wechselwirkungen mit allen an diesem Standort bestehenden Masten berücksichtigt. Auf die Frage, ob Alternativstandorte angeboten werden könnten verwies sie darauf, dass Alternativstandorte im Umkreis von 100 bis 150 Meter gefunden werden müssten, da die Standorte sich in die Netzplanung der Betreiber einfügen müssten.

Ratsfrau Lürken stellte fest, dass nach ihrer Auffassung die Verwaltung mit diesem sensiblen Thema verantwortungsvoll umgegangen sei. Sie begrüßte das Angebot zur Messung und warb dafür, auch in Zukunft dem Vorgehen der Verwaltung Vertrauen entgegen zu bringen.

Beschluss

Der Umweltausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.
Technische Details

Grunddaten

TOP
Ö 4
Sitzung
öffentliche Sitzung des Umweltausschusses
Gremium
Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz
Datum
Di., 06.06.2006
Uhrzeit
18:00
Anlass
Öffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Federführend
FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
Status
gemischt