8. November 2006 um 16:00, Rathaus
TOP 6Öffentlich

Anregungen und Beschwerden gemäß § 24 Gemeindeordnung NWEingaben von: Herrn Helmut Falter, Nizzaallee 52, 52072 Aachen undHerrn Dr. rer. pol. h.c. Karl R. Höller, Endstraße 44, 52080 Aachen, vom 06.03.2006,eingegangen am 14.03.2006Herrn WilfriedKaiser, Rolandstraße 5, 52070 Aachen, vom 22.03.2006, eingegangen am 30.03.2006Antrag der SPD-Ratsfraktion vom 10.05.2006

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Oberbürgermeister Dr. Linden verweist darauf, dass die Stadt in dieser Angelegenheit nicht sonderlich umfassend informiert wird, wobei die Zukunft der Kirchen nicht zentral durch das Generalvikariat, sondern zum Teil auch durch Eigeninitiativen von Pfarrgemeinden geplant wird. Er verweist auf den Beschlussvorschlag von SPD und Grünen, der als Tischvorlage vorliegt. Ratsherr Schultheis vertritt die Meinung, dass der von der Verwaltung vorgeschlagene Termin Frühjahr 2007 etwas zu spät ist. Er verweist darauf, dass sowohl die Landesregierung als auch die Stadt Aachen sich bereits mit der Problematik beschäftigt haben. Er betont, dass Kirchen, besonders aus Stadtentwicklungssicht, an besonders neuralgischen Punkten stehen. Seiner Ansicht nach ist die spätere Nutzung von Kirchen, die sehr sensibel betrachtet werden sollte, nicht nur unter den fiskalischen Interessen des Eigentümers, sondern auch vor allem unter Stadtentwicklungsgesichtspunkten zu betrachten. Sodann trägt er den Beschlussvorschlag vor. Ratsherr Pilgram betont die besondere architektonische, geschichtliche und emotionale Bedeutung von Kirchen und hält es für unerlässlich, umfangreiche Informationen für eine zu führende Diskussion über die spätere Nutzung zu erhalten. Die Nutzung von Kirchen sollte nicht kontrovers, sondern in einem Miteinander diskutiert werden. Er verweist noch auf den Umgang mit der neuen Nutzung von Kirchen in den Niederlanden. Ratsfrau Verheyen weist auf die Beschäftigung der Architektenkammern mit dieser Thematik hin, betont aber auch, dass man in Deutschland mit Sicherheit nicht so freizügig mit der Thematik umgehen kann und wird wie in den Niederlanden. Sie hält es für wichtig, dass man in Diskussion mit den betreffenden Gemeinden und dem Generalvikariat treten sollte, wobei dieser Prozess sich mit Sicherheit über mehrere Jahre erstrecken werden wird. Sie regt an, sobald konkrete Planungen über die Nutzung von Kirchen bekannt werden, solle sich der Planungsausschuss damit befassen.

Beschluss

Einstimmig wird die Verwaltung beauftragt, die Gespräche mit der katholischen und evangelischen Kirche über den Leerstand, die geplanten Verkäufe und die damit verbundenen Umnutzungen oder über die geplanten Abrisse von Aachener Kirchengebäuden zügig fortzuführen. Sie hat die hieraus gewonnenen Erkenntnisse besonders unter den Aspekten der Stadtentwicklung, Stadt- und Baukultur dem zuständigen Planungsausschuss zeitnah vorzulegen.
Technische Details

Grunddaten

TOP
Ö 6
Sitzung
öffentliche Sitzung des Hauptausschusses
Gremium
Hauptausschuss
Datum
Mi., 08.11.2006
Uhrzeit
16:00
Anlass
Öffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Status
gemischt