Bericht über die Fallzahlen- und Kostenentwicklung im Bereich der Hilfen zur Erziehunghier: Einstieg in die Qualitätsdiskussion
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Herr Dr. Erlenkämper schlägt zum weiteren Verfahren vor, dass sich der Unterausschuss Jugendhilfeplanung in seiner nächsten Sitzung mit der Thematik des § 35 a SBG VIII befassen wird.
Dazu könnte auch die Jugendpsychiatrie eingeladen werden.Im übrigen sei keine Finanzmasse für Experimente mehr verfügbar, wie im vorangegangenen TOP festgestellt wurde.
Der Auschuss stimmt dem vorgeschlagenen Verfahren zu. Der Unterausschuss tagt am 1.3. 2005.
Herr Künzer vermisst in den Ausführungen der Verwaltung Hinweise auf die Umsetzung der Sozialräumlichkeit und überreicht der Verwaltung das neueste Buch von Herrn Prof. Hinte.
Frau Drews verweist auf die Ausführungen in der Vorlage, wo Alternativen zu Hilfen zur Erziehung erwähnt sind. Außerdem arbeiten die freien Träger, die für das Jugendamt in diesem Aufgabenbereich tätig sind, seit dem 1.1.2005 mit neuer Leistungsbeschreibung sozialraumorientiert. Zur Anzahl der Ausnahmegenehmigungen teilt sie mit, dass seit Ende September 2002 ein Volumen von 4050 Fällen zu bearbeiten war.
Zur Problematik Recos 14 + teilt Herr Dr. Erlenkämper mit, dass nach Aussagen von FB 11 es jetzt gelungen sei, die Fehler zu beseitigen. Man geht davon aus, dass die Anwendung nunmehr lauffähig ist. Der nächste Test wird dies zeigen.Herr Kaldenbach weist ergänzend darauf hin, dass bei einem Scheitern von Recos 14 + beim Jugendamt der notwendige Erfahrungsschatz zum Anforderungsprofil und das notwendige technische Know how zur Erstellung und Umsetzung einer Eigenprogrammierung sicherlich in abgespeckte Version vorhanden ist.
Frau Scheidt stellt die Frage, welches Finanzvolumen jetzt notwendig wäre, wenn seitens der Verwaltung die Maßnahmen nicht ergriffen worden wären. Sie unterstreicht den Grundsatz, dass Kinder immer weniger aber immer wichtiger werden . Sie zeigt die Problematik auf, dass Haushaltsmittel für Pflichtaufgaben wie Hilfen zur Erziehung freigegeben sind, anderseits bei „freiwilligen Maßnahmen“ die haushaltsmäßigen Beschränkungen greifen.
Frau Wilms weist darauf hin, dass die HzE-Zahlen auch bei anderen Kommunen gestiegen sind.
Sie dankt der Verwaltung des Jugendamtes Aachen, die gerade in diesem Bereich in den letzten zwei Jahren beispielhafte Arbeit geleistet hat, auch wenn es kein einfacher Weg sowohl für Verwaltung als auch die Politik gewesen ist.
Herr Küpper führt aus, dass nach seiner Einschätzung der Maßnahmenkatalog auch bei den freien Trägern zu einem veränderten Kostenbewusstsein geführt habe. Er stellt die Frage, wer entscheidet, dass der Maßnahmenkatalog auch Standard wird. Im übrigen ist die Erreichbarkeit der Sozialraumteams verbesserungswürdig. Hierzu erklärt Frau Drews, dass bei der Einführung von CALL-AC das Jugendamt als eines der ersten Ämter angebunden wird.
Auf Nachfrage von Herrn Glarzur personellen Situation erläutertFrau Drews, dass bei einer Anzahl von rd 70 Mitarbeitern in den Sozialraumteams naturgemäß eine hohe Fluktuation gegeben ist, so können Übergangszeiten bis zur Wiederbesetzung einer Stelle nach interner Ausschreibung nicht vermieden werden, bei Reduzierung von Stellenanteilen ist eine gleichzeitige Aufstockung nicht nahtlos möglich.
Herr Dr. Erlenkämper verweist auf die Finanzlage der Stadt Aachen, die zu einem Einstellungsstop und zu einer Wiederbesetzungssperre führte. Immerhin konnte der Bereich der Sozialraumteams von dieser Wiederbesetzungssperre ausgenommen werden.
Beschluss
Technische Details
ID: 1950
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=1950
Grunddaten
- TOP
- Ö 6
- Sitzung
- Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses
- Gremium
- Kinder- und Jugendausschuss
- Datum
- Di., 18.01.2005
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Federführend
- FB 45 - Fachbereich Kinder, Jugend und Schule
- Status
- gemischt