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Gastronomieobjekt Sandhäuschenhier: Vorstellung der Konzept- und Wirtschaftlichkeitsbeurteilung

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Herr Kühnel stellte in seinem Vortrag die wesentlichen Bestandteile und Ergebnisse des vorliegenden Gutachtens heraus. Er wies eingangs darauf hin, dass es sich hier um eine rein wirtschaftliche Betrachtungsweise handele. Der kulturelle und soziale Wert des Sandhäuschens sei nicht berücksichtigt worden.

Auf Nachfrage von Bezirksvertreter Mattes für die CDU-Fraktion stellte der Gutachter deutlich heraus, dass als Kalkulationsgrundlage für die Gaststättenbetriebsart nicht nur das Konzept des Pächters, sondern darüber hinaus durchschnittliche Vergleichszahlen für Betriebe in Stadtteillagen mit regionalem Einzugsbereich vergleichbar wie für das Sandhäuschen herangezogen worden seien.

Weiterhin wären für den Veranstaltungsbereich die durch Umfrage ermittelten Zahlen des Vereins „Freunde des Sandhäuschens“ zu Grunde gelegt worden. Durch diese Zahlen sei der Saal optimal ausgelastet. Es wurde jedoch eine Anpassung in der Hinsicht vorgenommen, dass durch die Art der Veranstaltung die Basis für das Nutzungsentgelt variiere und die Nutzungsintensität im Jahr Schwankungen unterliege.

Ratsherr Plum bedankte sich für die Ausführungen und stellte nach den Erläuterungen nochmals heraus, dass es sich bei dem Gutachten u. a. um eine abstrakte Überprüfung eines Konzepts handele. Ein ähnliches Konzept eines anderen Pächters würde in wirtschaftlicher Hinsicht ähnliche Probleme aufwerfen.

Für die SPD-Fraktion stellte Bezirksvertreter Sittard das breit abzudeckende Spektrum von Restaurant und Gastronomie bis hin zur Bewirtschaftung von Veranstaltungen dar und fragte nach, ob diese Spanne überhaupt tragbar sei.

Herr Kühnel erläuterte, dass eben dieses breite Spektrum zu einem hohen Personalaufwand als auch zu unterschiedlichsten Investitionen führen würde. Dadurch könne keine Wirtschaftlichkeit gegeben sein. Ein reiner Gaststättenbetrieb ohne den Veranstaltungsteil wäre durchaus realisierbar.

Für die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen hob Bezirksvertreterin Schmitt-Promny nochmals die Bedeutung des Gutachtens dahingehend hervor, in dem ein wichtiger Abstraktionsschritt erfolgt sei, so dass nun eine realistische Beurteilungsgrundlage zur Einschätzung der Wirtschaftlichkeit vorliege.

Wichtig sei auch, dass die Investitionskosten im letzten Modell herausgerechnet worden seien.

Außerdem stellte sie klar, dass die Sanierungskosten letztendlich durch die Verrechung mit der Umsatzpacht nicht vom Pächter, sondern von der Stadt zu tragen seien. Das unternehmerische Risiko läge aber beim Pächter.

Ratsherr Plum stellte daraufhin fest, dass, auch wenn die Stadt die Investitionskosten übernehmen würde, nach diesem Konzept auch für jeden anderen Pächter ein nicht ausreichender Überschuss bleiben würde. Anschließend richtete er die Frage an den Gutachter, wie die wirtschaftlichen Chancen für einen reinen Veranstaltungsbetrieb mit Bewirtung aussähen.

Herr Kühnel erwiderte darauf, dass sich ein solches Konzept erst für einen Saal mit 1000 Personen und mehr rechnen würde. Eine alternative Variante wäre aber der reine Veranstaltungsbetrieb mit einem externen Catering.

Bezirksvertreter Mattes regte an, dass sich Verwaltung und Politik die Pachtkonzepte der zwei

neuen Interessenten ansehen sollten, um hier evtl. neue Anregungen zu erhalten. Er betonte aber auch nochmals die Funktion des Sandhäuschens als Gemeinschaftsanlage und Stätte der Begegnung. Auch diese Faktoren seien weiterhin neben der Wirtschaftlichkeit zu betrachten.

Auch BezirksvertreterinSchmitt-Promny sprach sich dafür aus, die Alternativkonzepte in der Struktur des Gutachtens zu beurteilen und diese dann gegenüber zu stellen. Sie betonte, dass eine Gemeinschaftsanlage wichtig sei, dass die Wirtschaftlichkeit jedoch Beachtung finden müsste.

Ratsherr Plum wies darauf hin, dass eine Gemeinschaftsanlage wie hier vorgesehen durch einen Dritten auf dessen Risiko hin nicht zu betreiben sei. Er forderte hier eine Unterstützung z.B. durch Vereinsarbeit an.

Frau Bortz nahm den Vorschlag, die beiden weiteren Pachtkonzepte auf ihre Wirtschaftlichkeit hin zu überprüfen, auf. BeidePachtinteressenten sollten bis zum Ende der Woche ihre Konzepte eingereicht haben.

Bezirksvertreter Krenkel sprach unter allen Umständen für den Erhalt des Sandhäuschens aus.

Beschluss

Die Bezirksvertretung Aachen-Laurenberg nahm den Bericht der Verwaltung einstimmig zur Kenntnis.
Technische Details

Grunddaten

TOP
Ö 3
Sitzung
öffentliche Sondersitzung der Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg
Datum
Di., 13.11.2007
Uhrzeit
17:30
Anlass
Öffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Federführend
B 5 - Bezirksamt Aachen-Laurensberg
Status
öffentlich