Leistungsvereinbarung mit der Arbeitsgemeinschaft der Verbände im Gesundheits- und Sanitätswesen DRK, JUH und MHD; Freigabe der Erhöhung des Zuschusses
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Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte die Ausschussvorsitzende die Geschäftsführer der Verbände im Gesundheits- und Sanitätswesen DRK, JUH und MHD, die Herren Timmermanns, Heidinger und Rademacher.
Nach einer kurzen Einführung durch Herrn Timmermanns, stellten die drei Geschäftsführer anhand der beigefügten Präsentation nacheinander die Arbeit und Leistungen ihrer Verbände vor. Ergänzt wurde diese Leistungsbeschreibung um eine Darstellung, wie im Falle einer Pandemie die Versorgung für die Aachener Bevölkerung sichergestellt werde.
Auf eine Frage von Herrn Dr. Opitz zum Hausnotruf erklärte Herr Rademacher, dass dieser Alarmdienst von eigenen Kräften oder anderen Hilfskräfte umgesetzt werde. Je nach Hilfepaket lägen die monatlichen Kosten des Hausnotrufs zwischen 17,90 € und 46,00 €. Für diesen Dienst ständen beim MHD insgesamt 15 Mitarbeiter zur Verfügung, die bei Bedarf unverzüglich Kontakt mit den am Hausnotruf angeschlossenen Menschen aufnehmen könnten.
Zu den in der Präsentation aufgezeigten Vorbeugungsmaßnahmen im Falle einer Pandemie zeigte sich Herr Schäfer überrascht und fragte, wie groß eine solche Gefährdung sei.
Hierzu erklärte Herr Dr. Plum, dass es im vergangenen Jahrhundert 3 große Epidemien gab und etwa im 1. Weltkrieg mehr Menschen an einer Pandemie verstarben als durch Kriegseinflüsse. Zur aktuellen Lage sei zu berichten, dass die Wissenschaft seit etwa 10 Jahren vor einer neuen Pandemie warnen würde. Am wahrscheinlichsten sei es, dass das Vogelgrippe-Virus sich zu einem Pandemievirus entwickeln werde. Die öffentliche Gesundheitsverwaltung habe hier einen Vorsorgeauftrag und dieser werde in Zusammenarbeit mit den Verbänden und weiteren Partnern umgesetzt.
Herr Timmermans vom DRK ergänzte, dass die Pandemieplanung nicht zum Alltagsgeschäft der Verbände gehöre, aber im Rahmen der Präsentation auch dargelegt werden sollte, wie die Mittelverwendung aussähe. Wichtig sei eine gemeinsame Vorsorgeplanung, damit im Ernstfall ein gezieltes und gesteuertes Handeln der Akteure sichergestellt werden könne.
Herr Künzer erinnerte daran, dass wir uns in einer schnelllebigen Zeit befänden und die Gefahren etwa einer Vogelgrippeepidemie schnell in Vergessenheit geraten würden.
Auf die Fragen von Herr Künzer, ob auch Mitarbeiter der Aachener Organisationen in Hilfsmaßnahmen bei großen Naturkatastrophen eingebunden waren, ob das Aachener System mit dem System des Kreises bzw später der Städteregion vereinbar sei und wie sich Ausschreibungen im Sanitätswesen widerspiegeln würden, antwortetet Herr Timmermanns.
Internationale Erfahrung hätten zwei Aachener bei der großen Tzunami-Katastrophe sammeln können, die dort in der Koordination eingebunden waren. Zudem habe das DRK den Vorteil, weltweit über eigene Mitarbeiter zu verfügen und somit vor Ort immer präsent zu sein.
Zur Städteregion sei zu sagen, dass von den drei Verbänden die Städteregion bereits vollzogen wurde und über Stadtgrenzen hinaus gearbeitet würde. Zwar gäbe es gewisse Unterschiede zwischen den Kommunalverwaltungen, worüber im Einzelnen sicher noch gesprochen werden müsse, grundsätzlich stelle dies jedoch kein Problem dar. Insgesamt könne der Bürger beruhigt sein, da hier eine kompetente Partnerschaft zwischen den Organisationen und der Verwaltung bestehe.
Bezüglich der vorgestellten Leistungsvereinbarung sagte Herr Timmermanns, dass eine Verständigung über den Leistungsumfang und dessen Vergütung zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber notwendig und richtig sei. Ausschreibungen in einem Bereich mit sehr geringem Spielraum führten zu Wettbewerb und zwangsläufig zu Gewinnern und Verlierern.
Hinsichtlich der Vorbereitung auf eine mögliche Pandemie in der Städteregion wies die Ausschussvorsitzende, Frau Höller-Radtke, darauf hin, dass dies ein Thema der nächsten Gesundheitskonferenz von Kreis und Stadt Aachen sein werde.
Beschluss
Technische Details
ID: 28379
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=28379
Grunddaten
- TOP
- Ö 4
- Sitzung
- öffentliche Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses
- Gremium
- Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
- Datum
- Do., 30.10.2008
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Federführend
- Gesundheit
- Status
- gemischt