17. Dezember 2008 um 17:00, Bezirksamt AC-Brand
TOP 5Öffentlich

Forstwirtschaftsplan 2009 für den Forstbetriebsbezirk Aachen/Brander Wald

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Bezirksvorsteher Henn begrüßt Herrn Odrost von der Fachverwaltung in der Bezirksvertretung Aachen-Brand.

Herr Odrost nimmt Bezug auf die Vorlage und teilt ergänzend mit, dass die Forstverwaltung die FFH-Vorgaben für den Brander Wald einhalten wird. Das Forstamt ist FSC-zertifiziert, d. h. es darf nur auf gekennzeichneten Rückelinien gefahren werden. Ein Einsatz von Pestiziden ist nicht erlaubt. Es wird nach den Grundsätzen der „Naturgemäßen Waldwirtschaft“ (kahlschlagfrei, natürliche Verjüngung) gearbeitet. Insbesondere ist der Baumbestand häufig von Kalamitäten (Borkenkäfer) befallen und aufgrund der in den letzten Jahren vermehrt auftretenden Stürme müssen die Flächen innerhalb von zwei Jahren aufgeforstet werden.

Herr Krott von der SPD-BF kann bestätigen, dass der Brander Wald deutlich schöner geworden ist als vor 50Jahren, wo nur Fichten und Tannen angepflanzt wurden; zwischenzeitlich sind auch andere Laubbäume gepflanzt worden. Die Stürme der letzten Jahre haben dafür gesorgt, dass der Wald einfach natürlicher wird und die Grenzen aufgelockert wurden.

Frau Lürken-Souvignier von der CDU-BF findet es positiv, dass FFH-Maßnahmen durchgeführt, Bäume aufgeforstet werden und sich so neue Perspektiven ergeben. Sie möchte wissen, wann die durch den Sturm entstandenen Schneisen wieder aufgeforstet werden und ob die Möglichkeit besteht, die zurzeit sehr durch Schlamm und Morast verunstalteten Wege auszubessern?

Herr Odrost antwortet, dass durch s. g. Harvester die Wege stark beansprucht und nach den Holzungen etwas vernachlässigt wurden. Weiterhin stehen nicht mehr so viele finanzielle Mittel zur Verfügung, wie in den Vorjahren. Alle durch Sturm und Käfer entstandenen Freiflächen sind aufgeforstet. Damit auch in Zukunft Abhilfe geschaffen werden kann, bittet er Missstände unmittelbar zu melden.

Herr Liebenhoff von der CDU-BF hat der Vorlage entnommen, dass als Aufwandsentschädigung aus dem Aachener Wald ca. 40.000 Euro erwirtschaftet wurden. Er fragt nach, ob alle gefällten Flächen wieder aufgeforstet wurden und die Forstverwaltung des FFH-Gebietes Einfluss darauf hat, dass während der Regenzeit keine Vollernter eingesetzt werden?

Herr Odrost antwortet, dass das Forstgesetz für das ganze Land gilt. In der Sturmsituation nach Vivien/Wiebke sind im Brander Wald Kahlflächen unter 0,25 ha nicht aufgeforstet wurden. Dort haben sich Fichten, Kiefern, Eichen, Buchen und Erbeschen natürlich angesammelt. Die gerodeten Flächen werden mit Buchen aufgeforstet bzw. mit Eschennachgepflanzt. Die Flächen nach dem Sturm Kyrill sind im letzten Herbst überwiegend mit Buchen und einem kleinen TeilEschen nachgepflanzt worden.

Herr Ratajzyk vom Fachbereich Umwelt ist anwesend und teilt ergänzend zum Vortrag von Herrn Odrost mit, dass seinerzeit im Zusammenhang mit der Verlegung der Pipeline am Brander Wald

Herr Dr. Engels einen Maßnahmenkatalog erstellt hat. Er wird Herrn Dr. Engels bitten, diesen Katalog als Anlage zum Protokoll zur Verfügung zu stellen.

Abschließend betont Herr Henn, dass der gesamte Brander Wald und das FFH-Gebiet Naturschutzgebiet sind. Er bedankt sich bei Herrn Odrost für seinen ausführlichen Vortrag.

Beschluss

Beschluss (einstimmig): Die Bezirksvertretung Aachen-Brand nimmt die Vorlage zustimmend zur Kenntnis.
Technische Details

Grunddaten

TOP
Ö 5
Sitzung
öffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Brand
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Brand
Datum
Mi., 17.12.2008
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Federführend
FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
Status
gemischt