25. März 2009 um 09:00, Sitzungssaal Adalbertsteinweg 59-65
TOP 6Öffentlich

Demografische Entwicklung bei der Stadt Aachen

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Frau Kuca stellt das Thema „Demografie bei der Stadtverwaltung Aachen“ vor ( Folienvortrag siehe Anlage ).

Frau Verheyen macht deutlich, dass das Thema „Demografie“ nicht nur bei der Stadtverwaltung Aachen anstehe und äußert daher die Sorge, dass in 10-15 Jahren ein Konkurrenzkampf um eine qualifizierte Mitarbeiterschaft stattfinden werde. Sie stellt die Frage, wie sich die Stadtverwaltung Aachen dann behaupten wolle und wie man sich diesbezüglich aufstelle.

Frau Kuca bestätigt die Konkurrenzsituation, jedoch sei die Größe der Stadtverwaltung Aachen hier ein Vorteil. Die Vielfalt der Aufgaben, das interne Fortbildungsprogramm, die Gleitzeitregelung, die Familienfreundlichkeit und die Langzeitarbeitskonten, seien beispielhafte Faktoren für die Attraktivität der Stadtverwaltung.

Herr Moselage unterstreicht, dass das Bewusstmachen dieses Problems wichtig sei und dass für auswärtige Bewerber die Attraktivität der Stadtverwaltung Aachen noch gesteigert werden müsse.

Herr Kourten legt Wert darauf, dass die Stadtverwaltung Aachen als Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes per se eine gewisse Attraktivität habe und die Lage bzw. die Infrastruktur von Aachen (Grenzlage/Hochschulen) ansprechend seien.

Herr Lindgens bekräftigt, dass die Strukturen des öffentlichen Dienstes nicht hinderlich seien, denn schließlich seien die langfristigen Perspektiven wichtig und die Attraktivität des öffentlichen Dienstes sei auch immer eine Frage der lokalen Handhabung. Er gibt jedoch zu bedenken, dass die Gestaltungsmöglichkeiten der Verwaltung durch Verordnungen und Tarifverträge, aber auch durch Konsolidierungsvorgaben der Aufsichtsbehörde, reduziert werden.

Frau Weinkauf und Herr Keller stellen die Frage, wie die Führungskräfte unter dem Druck des Tagesgeschäftes für das Thema „Demografie“ sensibilisiert und eingebunden werden sollen.

Frau Kuca legt dar, dass die Führungskräfte durch FB 11 für die Demografie sensibilisiert werden, u.a. durch Informationen über die jeweilige Mitarbeiterstruktur. Sie bestätigt, dass das Tagesgeschäft eine Belastung sei, aber trotzdem müsse jede Führungskraft sich frühzeitig mit der individuellen demografischen Entwicklung beschäftigen. Eine weitere Sensibilisierung zur Demografie erfolge über das Fortbildungsprogramm für Führungskräfte.

Herr Lindgens ergänzt, dass auch der Verwaltungsvorstand „von der Spitze herab“ dem Thema Aufmerksamkeit und Präsenz widme.

Herr Gerets kritisiert, dass die Führungskräfte schon lange hätten sensibilisiert sein und sich mit dem Thema hätten beschäftigen müssen. Das Thema Personalentwicklung habe es auch in der Vergangenheit schon gegeben. Er vermisse diesen Aspekt in der Vorlage und Präsentation.

Herrn Kourten erläutert, dass aufgrund der weitläufigen und dezentralen Struktur der Stadtverwaltung eine rein zentrale Durchführung des Themas Demografie nicht erfolgen könne; es seien die Führungskräfte vor Ort gefragt. Die jeweiligen Führungskräfte seien über die Altersstruktur ihrer Mitarbeiterschaft informiert worden und sähen den Handlungsdruck.

Frau Kuca verdeutlicht, dass der Fachbereich Personal und Organisation auch dahingehend aktiv sei, dass Überlegungen zur Strukturveränderung bestünden, z.B. hinsichtlich Wissenstransfers und befristeter „Parallelität“ von Führungsstellen beim Ausscheiden und Wiederbesetzen!

Frau Weinkauf unterstützt dies.

Herr Herforth spricht sich dafür aus, dass die Vermittlung von Wissen sich nicht nur auf die Führungskräfte beschränken dürfe, denn eine Vermittlung von Wissen sei auf allen Ebenen wichtig.

Außerdem gibt er zu bedenken, dass das Halten von langjährigen Kräften auch eine Frage des Arbeitsklimas sei. Eine positive Arbeitsatmosphäre diene insofern der Wissenserhaltung. Herr Herforth macht auch darauf aufmerksam, dass die Vorschläge des kommunalen Arbeitgeberverbandes zur neuen Entgeltordnung in diesem Sinne kontraproduktiv und somit nicht zukunftsorientiert seien.

Die Frage von Herrn Keller nach der Anzahl der genehmigten Teleheimarbeitsplätze wird von Frau Kuca dahingehend beantwortet, dass derzeit sechs Telearbeitsplätze bestünden und weitere Anträge vorlägen, die noch mit den jeweiligen Dienststellen gemeinsam geprüft werden müssten.

Beschluss

Die Verwaltung wird beauftragt, sich mit dem Thema „Demografie“ innerhalb der einzelnen Fachbereiche auseinanderzusetzen und angepasst an die individuellen Belange der Fachbereiche entsprechende Handlungskonzepte zu erarbeiten. Darüber hinaus sind allgemeingültige Ideen / Konzepte für die Praxis zu entwickeln, wie die Stadtverwaltung den demografischen Veränderungen begegnen kann. Das Thema soll – ohne aktuellen Anlass – binnen Jahresfrist erneut vorgestellt werden.

Abstimmungsergebnis

einstimmig beschlossen
Technische Details

Grunddaten

TOP
Ö 6
Sitzung
öffentliche Sitzung des Personal- und Verwaltungsausschusses
Gremium
Personal- und Verwaltungsausschuss
Datum
Mi., 25.03.2009
Uhrzeit
9:00
Anlass
Öffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Federführend
FB 11 - Fachbereich Personal, Organisation
Status
gemischt