Beratung
Frau Kuca stellt das Thema „Demografie bei der Stadtverwaltung Aachen“ vor ( Folienvortrag siehe Anlage ).
Frau Verheyen macht deutlich, dass das Thema „Demografie“ nicht nur bei der Stadtverwaltung Aachen anstehe und äußert daher die Sorge, dass in 10-15 Jahren ein Konkurrenzkampf um eine qualifizierte Mitarbeiterschaft stattfinden werde. Sie stellt die Frage, wie sich die Stadtverwaltung Aachen dann behaupten wolle und wie man sich diesbezüglich aufstelle.
Frau Kuca bestätigt die Konkurrenzsituation, jedoch sei die Größe der Stadtverwaltung Aachen hier ein Vorteil. Die Vielfalt der Aufgaben, das interne Fortbildungsprogramm, die Gleitzeitregelung, die Familienfreundlichkeit und die Langzeitarbeitskonten, seien beispielhafte Faktoren für die Attraktivität der Stadtverwaltung.
Herr Moselage unterstreicht, dass das Bewusstmachen dieses Problems wichtig sei und dass für auswärtige Bewerber die Attraktivität der Stadtverwaltung Aachen noch gesteigert werden müsse.
Herr Kourten legt Wert darauf, dass die Stadtverwaltung Aachen als Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes per se eine gewisse Attraktivität habe und die Lage bzw. die Infrastruktur von Aachen (Grenzlage/Hochschulen) ansprechend seien.
Herr Lindgens bekräftigt, dass die Strukturen des öffentlichen Dienstes nicht hinderlich seien, denn schließlich seien die langfristigen Perspektiven wichtig und die Attraktivität des öffentlichen Dienstes sei auch immer eine Frage der lokalen Handhabung. Er gibt jedoch zu bedenken, dass die Gestaltungsmöglichkeiten der Verwaltung durch Verordnungen und Tarifverträge, aber auch durch Konsolidierungsvorgaben der Aufsichtsbehörde, reduziert werden.
Frau Weinkauf und Herr Keller stellen die Frage, wie die Führungskräfte unter dem Druck des Tagesgeschäftes für das Thema „Demografie“ sensibilisiert und eingebunden werden sollen.
Frau Kuca legt dar, dass die Führungskräfte durch FB 11 für die Demografie sensibilisiert werden, u.a. durch Informationen über die jeweilige Mitarbeiterstruktur. Sie bestätigt, dass das Tagesgeschäft eine Belastung sei, aber trotzdem müsse jede Führungskraft sich frühzeitig mit der individuellen demografischen Entwicklung beschäftigen. Eine weitere Sensibilisierung zur Demografie erfolge über das Fortbildungsprogramm für Führungskräfte.
Herr Lindgens ergänzt, dass auch der Verwaltungsvorstand „von der Spitze herab“ dem Thema Aufmerksamkeit und Präsenz widme.
Herr Gerets kritisiert, dass die Führungskräfte schon lange hätten sensibilisiert sein und sich mit dem Thema hätten beschäftigen müssen. Das Thema Personalentwicklung habe es auch in der Vergangenheit schon gegeben. Er vermisse diesen Aspekt in der Vorlage und Präsentation.
Herrn Kourten erläutert, dass aufgrund der weitläufigen und dezentralen Struktur der Stadtverwaltung eine rein zentrale Durchführung des Themas Demografie nicht erfolgen könne; es seien die Führungskräfte vor Ort gefragt. Die jeweiligen Führungskräfte seien über die Altersstruktur ihrer Mitarbeiterschaft informiert worden und sähen den Handlungsdruck.
Frau Kuca verdeutlicht, dass der Fachbereich Personal und Organisation auch dahingehend aktiv sei, dass Überlegungen zur Strukturveränderung bestünden, z.B. hinsichtlich Wissenstransfers und befristeter „Parallelität“ von Führungsstellen beim Ausscheiden und Wiederbesetzen!
Frau Weinkauf unterstützt dies.
Herr Herforth spricht sich dafür aus, dass die Vermittlung von Wissen sich nicht nur auf die Führungskräfte beschränken dürfe, denn eine Vermittlung von Wissen sei auf allen Ebenen wichtig.
Außerdem gibt er zu bedenken, dass das Halten von langjährigen Kräften auch eine Frage des Arbeitsklimas sei. Eine positive Arbeitsatmosphäre diene insofern der Wissenserhaltung. Herr Herforth macht auch darauf aufmerksam, dass die Vorschläge des kommunalen Arbeitgeberverbandes zur neuen Entgeltordnung in diesem Sinne kontraproduktiv und somit nicht zukunftsorientiert seien.
Die Frage von Herrn Keller nach der Anzahl der genehmigten Teleheimarbeitsplätze wird von Frau Kuca dahingehend beantwortet, dass derzeit sechs Telearbeitsplätze bestünden und weitere Anträge vorlägen, die noch mit den jeweiligen Dienststellen gemeinsam geprüft werden müssten.
Beschluss
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 31500
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=31500
Grunddaten
- TOP
- Ö 6
- Sitzung
- öffentliche Sitzung des Personal- und Verwaltungsausschusses
- Gremium
- Personal- und Verwaltungsausschuss
- Datum
- Mi., 25.03.2009
- Uhrzeit
- 9:00
- Anlass
- Öffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Federführend
- FB 11 - Fachbereich Personal, Organisation
- Status
- gemischt