Beratung
Der Vorsitzende, Herr Höfken, weist auf die von der Verwaltung ergänzend vorgelegten Unterlagen zur Vorlage hin.
Für die Verwaltung berichtet Herr Müller über die gefassten Beschlüsse der Bezirksvertretungen Aachen-Mitte und Aachen-Laurensberg. In Anschluss daran erläutert er die grafische Darstellung der vorgeschlagenen Einengung im Bereich Soerser Weg/Einmündung Krefelder Straße. Zu den vorgeschlagenen Aufpflasterungen seien drei Varianten beschrieben worden, von denen aber lediglich diejenigen mit einer Überfahrbarkeit für Linienbusse empfohlen werden könnten. Die Überprüfung einer rot-dunkel Schaltung der Signalanlage im Kreuzungsbereich Soerser Weg/Merowinger Straße/Purweider Weg sei negativ verlaufen. Daher werde vorgeschlagen, den Abbau der Signalanlage nicht nur mit einer Rechts-vor-Links-Regelung zu begleiten, sondern zusätzlich den gesamten Kreuzungsbereich aufzupflastern und dadurch die Fahrgeschwindigkeiten wirksam zu reduzieren.
Als Vertreter der CDU-Fraktion erinnert Herr Kühn an die bereits seit 2005 andauernde Diskussion über die Verkehrsberuhigung des Soerser Weges. Bislang habe man das Problem noch nicht in den Griff bekommen, zumal die Verkehrsteilnehmer das Gefühl hätten, dass an der Ampelanlage die Tempo 30-Zone aufhören würde. Innerhalb der Tempo 30-Zone dürften keine zusätzlichen Verkehrszeichen mehr aufgestellt werden. Die Ampelanlage dürfte innerhalb der Zone genauso wenig vorhanden sein wie benutzungspflichtige Fahrradwege. Eigentlich bedürfte es einer umfassenden baulichen Veränderung des gesamten Straßenbereiches. Da die Ampelanlage Ecke Merowingerstraße zur Sicherung der vielen Querungen von Schülern oder Kindern auf dem Weg zum Spielplatz von St. Andreas notwendig sei, könne er sich einen Abbau nicht vorstellen. Ob zwei Aufpflasterungen für den gesamten Verlauf des Soerser Weges zur Verkehrsberuhigung ausreichen würden, werde man feststellen. Die CDU-Fraktion könne sich mit Ausnahme des Beschlussbestandteiles Buchstabe d) dem Vorschlag der Verwaltung anschließen.
Für die SPD-Fraktion greift Herr März das Thema Soers auf. Da eine schriftliche Erläuterung der Situation von der Verwaltung vorläge, könne er sich mit einem aufgepflasterten Kreuzungsbereich anfreunden, obwohl er bislang Verfechter einer Ampel gewesen sei. Aufgrund der rechtlichen Situation stimme er der vorgeschlagenen Umgestaltung des Knotens Soerser Weg/Merowingerstraße/Purweider Weg zu. Allerdings solle die Verwaltung für den Kreuzungsbereich ergänzende Vorschläge zur Erhöhung der Fußgängersicherheit vorlegen. Dafür sei ausreichend Zeit gegeben, da zunächst noch die Mittel für den Umbau der Kreuzung im Haushalt bereitgestellt werden müssten.
Auf Nachfrage des Herrn März erläutert Herr Müller, dass Ecke Prager Ring/Krefelder Straße im Zusammenhang mit dem Ausbau der B 57 kein Bypass zur Verbesserung des Rechtsabbiegers vom Prager Ring in die Krefelder Straße geplant werde, da diese Verkehrsbeziehung bislang nicht problematisch gewesen sei. Sollten sich Veränderungen durch die Umgestaltung der abknickenden Vorfahrt Eulersweg/Soerser Weg ergeben, könne im Zusammenhang mit der Planung des Signalprogramms reagiert werden.
Auf Nachfrage von Frau Breuer favorisiert Herr Müller die von den Bussen ohne Niveauunterschied überfahrbaren "Kissen".
Frau Breuer von der CDU-Fraktion hält eine Ampel für die sicherste Lösung, um Kindern und älteren Menschen die Überquerung von Fahrbahnen zu ermöglichen. Aufgrund des Hinweises von Herrn Höfken, dass bei einer gesetzeswidrigen Beschlussfassung Haftungsansprüche entstehen könnten, fordert Frau Breuer eine schriftliche Stellungnahme der Verwaltung.
Frau Nacken verweist auf die vorgelegte Mitteilung der Verwaltung zum behandelten Thema.
Als Vertreter der FDP kann sich Herr Pabst dem Beschlussentwurf der Verwaltung anschließen, da die Verkehrsberuhigung des Soerser Weges gewollt sei. Zwar seien die vorgeschlagenen Aufpflasterungen nicht zu begrüßen, diese lägen aber in der Beschlusskompetenz der Bezirksvertretungen. Wegen des straßenverkehrsrechtlich notwendigen Wegfalls der Signalanlage solle die Verwaltung per Beschluss damit beauftragt werden, alle weiteren rechtlichen Maßnahmen zu überprüfen, die die Fußgängersicherheit im Knoten erhöhen.
Auf Nachfrage erklärt Herr Peters von der Polizei, dass eine Signalanlage zwar die bestmögliche Sicherheit zur Überquerung einer Straße biete, diese aber nicht in eine Tempo 30-Zone hineingehöre.
Der Vorsitzende, Herr Höfken, lässt über den Beschlussvorschlag der Fraktionen SPD und Grüne einschließlich der von Herrn Pabst beantragten ergänzenden Beschlussfassung abstimmen.
Beschluss
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 32649
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=32649
Grunddaten
- TOP
- Ö 4
- Sitzung
- öffentliche Sitzung des Verkehrsausschusses
- Gremium
- Mobilitätsausschuss
- Datum
- Do., 04.06.2009
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Federführend
- FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
- Status
- gemischt