Beratung
Zu 5 neuVorstellung des Co-Dezernates I/
Fachbereich Wirtschaftsförderung / Europäische Angelegenheiten –
ein Rück- und Ausblick
Herr Dr. Sicking erläutert anhand der als Anlage beigefügten Folie das Co-Dezernat Ials Teil des Dezernates I.Er verweist insbesondere auf die Verknüpfungen zwischen dem strategischen Immobilienmanagement und der Wirtschaftsförderung. Im Hinblick auf die Arbeit der Stabsstelle Marketing empfiehlt er die kürzlich ins Netz gestellte Homepage ’www.aachen-emotion.com’. Da derzeit noch eine Bedarfsanalyse im Hinblick auf das Kongresswesen in Aachen in Arbeit ist, stellt Herr Dr. Sicking eine Vorstellung des ebenfalls zum Co-Dezernat gehörenden Eurogress und seiner neuen Geschäftsführerin Frau Wulf für einen späteren Zeitpunkt in Aussicht.
Herr Schultheis bedankt sich für die Ausführungen und übergibt das Wort an Herrn Begaß, Leiter des Fachbereiches Wirtschaftsförderung / Europäische Angelegenheiten. Dieser stellt anhand einer ebenfalls als Anlage beigefügten PowerPoint-Präsentation sieben Strategiefelder mit dem Schwerpunkt ’Wirtschaft und Arbeit’ vor. Gerade im Hinblick auf die sich durch Personalknappheit ergebenden ’natürlichen Grenzen’ ist eine strategische Ausrichtung der Arbeit des Fachbereiches, aber auch das Einwerben von Projekten hilfreich. Im Rahmen der Präsentation hebt Herr Begaß einige signifikante Arbeitsmarkt spezifische Erfahrungen wie die sehr geringe Zahl von Qualifizierungen während des Bezugs von Kurzarbeitergeld oder die geringer werdende Menge der unversorgten Lehrstellenbewerber, aber auch die zukunftsorientierte Zusammenarbeit mit der RWTH Campus GmbH heraus.
Herr Schultheis dankt auch Herrn Begaß für die Präsentation und eröffnet die Möglichkeit, entsprechende Fragen zu stellen.
Herr Bausch bedankt sich für die Ausführungen, die seiner Ansicht nach ein besseres Bild über die Arbeit und die Arbeitsbedingungen z.B. im Hinblick auf die knappe Personalsituation des Fachbereiches widerspiegeln. Fragen ergeben sich seinerseits zu den Schnittstellen mit der Wirtschaftsförderung in der Region und einer sinnvollen, ggf. geteilten Struktur - auch im Hinblick auf die städteregionelan Bestrebungen hinsichtlich des EVTZ ("Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit"). Herr Kitt bedankt sich ebenfalls für die Darstellung und sieht in der Zersplitterung in der Region ein Problem. Er bringt seine Hoffnung zum Ausdruck, dass sich die Politik in absehbarer Zeit auf einen städteregionalen Konsens einigt, um die Verschwendung von Ressourcen zu verringern. Auch aus Sicht von Herrn Schultheis ist eine ’strukturelle Flurbereinigung’ notwendig, der Wille, sich bewegen zu wollen, sei jedoch bereits erkennbar. Hier sieht er auch den Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft in der Pflicht, gute Vorschläge zu erarbeiten. Frau Reinartz hält es für wichtig, dass die zwischen Herrn Oberbürgermeister Philipp und Herrn Städteregionsrat Etschenberg noch nicht gefundene klare Aufteilung der Handlungsfelder schnellstmöglich gefunden wird. Herr Lübben ist der Meinung, dass die Stadt durchaus Einfluss in der StädteRegion haben wird, hierfür jedoch eine gewisse Zeit nötig sei. Im Hinblick auf die geringe Beschäftigungsquote in Aachen sieht er die Notwendigkeit, bei Unternehmensansiedlungen besonders auf Arbeitsplätze zu achten.
Herr Erkin befürwortet die Aufstellung eines multikulturellen Teams, das sich auf ausländische Unternehmen konzentrieren könne. Herr Dr. Rohde begrüßt die vorgestellten Strategiefelder und hofft auf deren Umsetzung; er betont die aus seiner Sicht besondere Wichtigkeit des Campus-Projektes.
Herr Begaß geht auf die Fragen und Bemerkungen ein. Im Hinblick auf EVTZ weist er darauf hin, dass die Stadt seit 2009 in den Prozess eingebunden sei und diesen auch unterstütze, aber auch im Hinblick auf eine Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen würden gemeinsame Veranstaltungen auf den Weg gebracht. Hinsichtlich der Arbeitsplatz-Zahlen bei Unternehmens-ansiedlungen stellt Herr Begaß fest, dass diese schwer zu prognostizieren sind. Bezüglich der Anregung zur Bildung eines interkulturellen Teams verweist er auf entsprechende Aktivitäten und bereits bestehende Kooperationen im Hinblick auf Ningbo und türkische Unternehmen.
Herr Begaß sieht unter Hinweis auf das Beispiel ’Gewerbeflächenkonzept’ ebenfalls noch Klärungsbedarf mit der StädteRegion, hofft aber, dass die Probleme mit den entsprechenden Kommunen überwunden werden können. Herr Dr. Sicking knüpft hieran an und betont, dass man sich in den kommenden Wochen auch im Hinblick auf Wirtschaftsförderung als Oberzentrum positionieren werde. Unter Hinweis auf das Tätigkeitsspektrum der WFG des Kreises, die seitens der kleinen Kommunen nicht leistbare Themenfelder bearbeitet, sieht er keinen Platz für eine zusätzliche städteregionale Wirtschaftsförderungseinrichtung. Das Thema werde aber sicherlich in Kürze aufgegriffen werden, da sich die Kommunen z.B. zu Recht eine Vermarktung ihrer Gewerbeflächen nicht abnehmen lassen wollen. Herr Schultheis sieht noch viel Arbeit zu diesem Thema und wünscht sich, dass der Ausschuss hierzu entsprechenden Beitrag leisten kann. Hierbei verweist er noch einmal auf die Zielsetzung, die Tagesordnungen für die nächsten Sitzungen an den geplanten Clustern des Campus auszurichten, um ein ergebnisorientiertes Arbeiten des Ausschusses zu befördern.
Beschluss
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 36532
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=36532
Grunddaten
- TOP
- Ö 5
- Sitzung
- öffentliche Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft
- Gremium
- Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft
- Datum
- Mi., 03.02.2010
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Federführend
- FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
- Status
- gemischt