Beratung
Herr Schultheis begrüßt Herrn Ross und Herrn Klöfkorn von der STAWAG. Anhand einer PowerPoint-Präsentation veranschaulicht Herr Klöfkorn Zahlen, Daten und Fakten sowohl zu den Aktivitäten der STAWAG in Sachen LED-Technik als auch zu bereits bestehende Kooperationen mit verschiedenen Unternehmen. Er verweist auf eine Messstrecke auf dem STAWAG-Gelände und verschiedene Muster-Straßen in Aachen, die zur Wirtschaftlichkeitsberechnung eingerichtet wurden. In diesem Zusammenhang erwähnt er die zukünftigen Energie-Effizienz-Labels - von A++ bis G - analog den bereits bestehenden Einstufungen bei Elektrogeräten. Zzt. bestehen in Aachen in Anliegerstraßen die Klasse E und in Hauptverkehrsstraßen die Klasse B.
Herr Schultheis dankt Herrn Klöfkorn für den Vortrag und bittet ihn, die PP-Präsentation zur Weiterleitung an die Ausschussmitglieder zur Verfügung zu stellen. (Präsentation lag in pdf-Form bei Abschluss der Niederschrift noch nicht vor, wird über allris/Ratsinformationssystem nachgereicht.)
Herr Beckers regt an, ein Projekt mit der lokalen auf LED-Entwicklung ausgerichteten Industrie zu initiieren. Er sieht die Stadt als Vorbild in der Anwendung der neuen Technik, was wiederum Auswirkungen auf die regionale Produktion haben kann. Herr Bausch dankt für den Vortrag dankt und betont, dass er es für wichtig hält, am HighTech-Standort Aachen entsprechende Entwicklungen im Bereich LED voranzutreiben und Verknüpfungen mit regionalen Produzenten anzustreben. Auf seine Frage nach der Definition der Wirtschaftlichkeit erläutert Herr Klöfkorn, dass sowohl Energieaufwand als auch die Effektivität der Lichtquelle hierin einfließen und dadurch ’fließende wirtschaftliche Grenzen’ entstehen. Neben der Energieeffizienz ist Herrn Schultheis wichtig, dass Aachen als Technologie- und Produktionsstandort eingebunden ist. Um Referenz-Standort zu sein, sei es wichtig, dass sich die STAWAG entsprechend positioniert. Hierzu sei es nötig, zu hinterfragen, ob bereits genug getan werde. Herr Klöfkorn weist darauf hin, dass man in Aachen im Hinblick auf die CO2-Belastung schon sehr wirtschaftliche Lampen einsetze, so dass ein genereller Austausch gegen LED-Lampen keinen Sinn mache. Herr Schultheis betont, dass er sowohl die betriebswirtschaftliche als auch volkswirtschaftliche Effektivität als wichtig erachtet. Herr Hasse fragt nach den Plänen für die zukünftigen großen ’Erweiterungsgebiete’ in Aachen, wie z.B. den Campus und bittet um Informationen zu den UV-Werten und -Wirkungen der Lampen. Herr Klöfkorn erläutert, dass für die Beleuchtung des Campus Melaten LED-Technik angedacht sei, es werde aber in jedem Fall eine ggf. spätere Umrüstungsmöglichkeit vorgesehen. Zudem gebe es heute bereits Lampen mit geringen UV-Werten, die für Insekten nicht sichtbar seien. Frau Reinartz fragt mit Hinweis auf ihre geringe technische Sachkenntnis nach dem System mit dem besten Ausleuchtungs- und kleinsten Streubereich. Effektivität, Lebensdauer und Austausch-Rhythmus sind ihr ebenso wichtig wie die Einbindung der lokalen Firmen wie Aixtron oder Philips. Herr Klöfkorn erläutert nochmals, dass die individuellen Produktprüfungen standortabhängig erfolgen und jede Anwendung einzeln zu betrachten sei. Die Lebensdauer der LED gibt er mit 15 Jahren an – gegenüber den 4 Jahren der herkömmlichen Leuchtmittel. Eine Prüfung der Beleuchtung im 4-Jahres-Rhythmus sei aber zzt. ohnehin verpflichtend.
Herr Kitt regt an, Pilotprojekte im Hinblick auf die LED-Leuchtmittel ’für übermorgen’ zu unterstützen. Auf seine Frage, ob bei einer Umrüstung die kompletten Lampen oder nur die Leuchtmodule ausgetauscht werden müssen, erklärt Herr Klöfkorn, dass es Umrüstsätze gebe, die lediglich einen Austausch der Leuchtmodule erforderlich machen; dies sei bei allen seit 1997 eingesetzten Lampen möglich. Auf den Hinweis von Frau Püttmann zur atmosphärisch wichtigen Lichttemperatur betont auch Herr Klöfkorn, dass eine Farbtemperatur unterhalb von 4000 Calvin eine Grundvoraussetzung für die eingesetzten Leuchtmittel sei, da sich dies durch eine Färbung der Blenden nicht erzielen lasse.
Herr Schultheis dankt abschließend nochmals für den Vortag und die anschließenden Erläuterungen und sieht dies als Einstieg für weitere Erörterungen zu diesem Thema.
Beschluss
Technische Details
ID: 37501
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=37501
Grunddaten
- TOP
- Ö 4
- Sitzung
- öffentliche Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft
- Gremium
- Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft
- Datum
- Mi., 17.03.2010
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Federführend
- FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
- Status
- gemischt