Vorstellung der faunistischen Untersuchungen zur Windkraftnutzung im Aachener Norden
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Herr Fleu begrüßt den Sachverständigen Herrn Dr. Glasner und erteilt ihm das Wort zur Vorstellung des Gutachtens.
Ergänzend zu dem im Internet vorhandenen Gutachten und den Unterlagen in der Vorlage gibt Herr Dr. Glasner zunächst einen Überblick über den Untersuchungsrahmen.
Im Anschluss stellt er die einzelnen Untersuchungsgebiete vor. Die bereits durchgeführte Vorauswahl von Flächen berücksichtigt bereits den Lärmschutz und evtl. vorhandene Wohnbereiche.
Ein Untersuchungskriterium besteht in der Frage, welche Einflüsse Vögel und Fledermäuse auf Windkraftanlagen haben. Hierzu wird eine Grafik vorgestellt, wobei der Blick auf die Offenlandarten zu richten ist.
Ein weiteres Kriterium der Überprüfung ist der Zugvogelverlauf und deren Rastgebiet.
Untersucht wird insbesondere der Vogelschlag/Fledermausschlag.
Es werden die einzelnen Ergebnis aufgezeigt, wobei sich herausstellt hat, dass eine Lösung von Windkraftanlagen die sog. Verteilungslösung ist.
In der anschließenden sehr ausführlichen Diskussion führt Herr Helmig u. a. aus, dass neue Standorte gefunden werden müssen. Insbesondere ist der Südraum auf mögliche Standorte zu untersuchen.
Von der vorgeschlagenen Methode der Erneuerung der bestehenden Anlagen kann erst in ca. 8 bis 10 Jahren Gebrauch gemacht werden, weil die bestehenden Anlagen erst dann abgeschrieben sind.
Auf die Frage von Herrn Helmig, wer die Suchräume ausgesucht hat, teilt Herr Meiners mit, dass all die Räume ausgespart worden sind, auf denen Anlagen gesetzlich unzulässig sind.
HerrLennartz teilt mit, dass die Stawag bereits Verträge in den Untersuchungsräume abgeschlossen hat.
Herr Meiners erwidert, dass die Stadt Aachen von derartigen Verträgen zum jetzigen Zeitpunkt abgraten hat.
Herr Dr. Aletsee führt aus, dass es sich um eine hervorragende Zusammenstellung der Daten handelt. Persönlich hat er jedoch Probleme bei dem Vergleich der einzelnen Standorte. Die Schlussfolgerungen sind jedoch nachvollziehbar.
Ein sehr großes Problem hat er jedoch mit der Einzelanlage am Schneeberg, da es keie Erfahrungen über mögliche Störungen durch eine Großanlage gibt. Sicher ist jedoch, dass das Landschaftsbild an dieser Stelle erheblich und nachhaltig beeinträchtigt wird.
Herr Dr. Glasner erwidert, dass eine Großanlage langsamer drhet und somit die Gefahren geringer sind.
Herr Fleu ergänzt, dass aus Gründen des Landschaftsbildes eine Anlage an dieser Stelle nicht akzeptabel ist. Herr Helmig führt aus, dass die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes mit der Größe der Anlage zunimmt.
Ferner vermisst er die Unterlagen für die anderen Gebiete und die Einbindung der Städtregionsflächen. Herr Meiners erwidert, dass die Gutachten in Auftrag gegeben sind und demnächst vorgelegt werden, bezüglich der Städteregion erfolgt eine Abstimmung mit der Stadt Aachen.
Herr Mayr führt aus, dass es keine Probleme mehr mit dem Vogelschlag bei Offenlandpopulationen gibt. Grund für eine Ablehnung einer Anlage am Schlangenweg sind die Kibitze. Bereits bei der Beratung für die kleine Anlage am Schlangenweg wurde auf dieses Problem hingewiesen und eine Ablehnung gefordert.
Daher darf auf keine Fall eine neue große Anlage in diesem Bereich erstellt werden Sinnvoll sind Anlagen in der Nähe der Autobahn, da hier bereits eine Verlärmung stattfindet.
Er vermisst eine Bedarfberechnung, wie viel Windkraft überhaupt notwendig ist, um die Ziele der geplanten Reduzierung der Immissionen zu erreichen.
Herr Helmig teilt mit, dass es jetzt zu keiner Festlegung von Anlagenstandorten kommen darf.
Frau Schubert fragt an, wie es mit den Solaranlagen und sonstigen Alternativer bestellt ist. Herr Meiners erwidert, dass derzeit ein neues Konzept für den Klimaschutz erstellt wird. Sicher ist jedoch, dass man mit Solaranlagen cie vorgesehene CO 2 Reduzierung nicht erreichen kann. 50 % dieser Maßnahmen müssen aus der Windkraftnutzung kommen.
Herr Mayr teilt mit, dass sich der Landschaftsbeirat derzeit nicht inder Lage sieht etwas zu entscheiden, dies sollte er auch schriftlich zum Ausdruck bingen.
Herr Drl. Aletsee führt aus, dass die Vorhaben über die Stadtgrenze hinaus zu betrachten sind.
Eine Anlage in der Hanganlage Schneeberg scheidet aus.
Herr von Frantzius fordert, dass für alle Bereiche die Ergebnisse vorzulegen sind. Dies bezieht sich insbesondere auf den Südraum.
Herr Meiner führt aus, dass in der nächsten Sitzung des Landschaftsbeirates die Angelegenheit wieder auf der Tagesordnung steht, da dann die Programmberatung für die Änderung des Flächennutzungsplanes vorgesehen ist.
Herr Helmig kritisiert, dass der Landschaftsbeirat wieder nicht als erstes Gremium beraten darf. Dies darf nicht sein. Die zuständige Verwaltungsleitung möge ab sofort darauf achten, dass die Bestimmungen eingehalten werden.
Herr Dr. Aletsee stellt den Antrag, dass am Schneeberg keine Anlage errichtet werden darf.
B e s c h l u s s :
Der Landschaftsbeirat beschließt mit 11 Ja Stimmen bei 2 Enthaltungen, dass am Schneeberg keine weiteren Windkraftanlagen errichtet werden dürfen, da hierdurch aus ökologischer Sicht eine nicht hinnehmbare Beeinträchtigung entsteht. Insbesondere sind die Zugvögel betroffen. Weiterhin ist es eine nachhaltige Störung des ansonsten sehr schönen Landschaftsbildes.
Für diesen Tagesordnungspunkt liegen noch keine Beratungsergebnisse vor.
Technische Details
ID: 37665
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=37665
Grunddaten
- TOP
- Ö 6
- Sitzung
- öffentliche Sitzung des Landschaftsbeirates
- Gremium
- Naturschutzbeirat
- Datum
- Mi., 05.05.2010
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche Sitzung
- Status
- öffentlich