Beratung
TOP 2Kongressstudie für Aachen
Frau Wulf heißt die Mitglieder des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft willkommen und erläutert, dass die Kongressstudie durch mehrere Auftraggeber - Eurogress, aachen tourist service (ats), RWTH Aachen Campus GmbH und Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW - veranlasst wurde.
Anhand einer PowerPoint-Präsentation trägt Frau Wulf zu den Ergebnissen der Studie vor.
Herr Schultheis dankt Frau Wulf für den Vortrag. Herr Schlösser schließt sich den Ausführungen von Frau Wulf an und betont, dass der ats die Ergebnisse der Studie durchaus geahnt habe. Man habe zudem den Blick auch auf alle (Kongress-)Einrichtungen außerhalb des Eurogress gerichtet. Festzuhalten sei, dass die RWTH Aachen mit ihren Instituten und Personen die Player im Aachener Kongresswesen stellen würde. Richtig sei, dass das Gutachten den Bedarf von fünf Konferenzräumen bestätige; diese müssten aber nicht unbedingt im Eurogress, sondern allgemein in Aachen entstehen. Aber auch in den örtlichen Hotels fehlten diese Flächen.
Herr Plüschke dankt Frau Wulf für den Vortrag und bittet um Erläuterung, wie die Bedarfe ermittelt worden seien. Frau Wulf erklärt, dass man die Daten - mit dem Fokus auf das Eurogress - mittels Fragebogen an Veranstalter und Veranstaltungsbesucher gesammelt, aber auch Vertreter der Hochschulen befragt habe, um festzustellen, wie viele Veranstaltungen bei entsprechender Infrastruktur in Aachen zusätzlich durchgeführt würden.
Herr Franz-Peter Beckers sieht - aus Kundensicht - das Eurogress in einer Monopol-Situation, da man bei Großveranstaltungen in Aachen keine Alternative habe. Anhand eines Beispiels erläutert er, dass die (Miet-)Kosten für Veranstalter gegenüber 2009 um mehr als 50 % gestiegen seien. Gleichzeitig sieht er Mängel im Bereich Marketing, da es teilweise an den einfachsten Dingen, wie z.B. eine kundenfreundlich geregelte Parkraumbewirtschaftung aus einer Hand fehle; hier müsse nachgebessert werden. Dies sieht auch Frau Schmitt-Promny, die ebenfalls Frau Wulf für ihren Vortrag dankt. Ergänzend weist sie darauf hin, dass ihrer Meinung zufolge nicht jede Anfrage auch eine Veranstaltung nach sich ziehe. Ebenfalls stellt sich ihr die Frage nach der Finanzierbarkeit einer eventuellen Erweiterung des Eurogress und hält bei den finanziellen Belastungen eine Einbindung der RWTH für nachdenkenswert. Auch Herr Kitt geht davon aus, dass die Stadt die Finanzierung nicht stemmen kann und stellt die Frage, inwieweit Hotel-Unternehmen zur Schaffung der benötigten Flächen angesprochen werden können. Herr Schlösser merkt hierzu an, dass man einerseits auf das Eurogress Rücksicht nehmen sollte, andererseits in Aachen auch ein Grundstückpreis-Problem bestehe, so dass die Gewinnung von Investoren schwierig sei. Herr Bausch möchte eine Erweiterung des Eurogress bzw. ein Vorantreiben dieser Erweiterung in städtischer Trägerschaft nicht gänzlich ausschließen, sieht jedoch in der finanziellen Bewertung der Studie und ihrer finanziellen Auswirkungen eine Herausforderung. Wichtig sei ein Nutzungskonzept, was auch für einen eventuellen Standort am Campus-West gelte.
Auf Frage von Herrn Schultheis zur Zusammensetzung der in der Studie genannten Arbeitsgruppen und ihrem Auftrag erläutert Frau Wulf, dass man sich in diesen Gruppen sowohl mit dem Veranstaltungspotenzial, der Software, als auch mit der Prüfung der Hardware, d.h. in Betracht kommende Standorte und ihre Möglichkeiten, befasse.
Herr Schultheis hält einen politischen Auftrag für die weitere Handlungsfähigkeit sowie eine weitere Beschäftigung mit dem Thema Kongresswesen für erforderlich und dankt Frau Wulf und Herrn Schlösser für ihre Ausführungen.
Beschluss
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 42815
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=42815
Grunddaten
- TOP
- Ö 2
- Sitzung
- öffentliche Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft
- Gremium
- Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft
- Datum
- Mi., 12.01.2011
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Federführend
- FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
- Status
- gemischt