29. Juni 2011 um 17:00, Rathaus
TOP 3Öffentlich

Tätigkeitsbericht 2010 der Stabsstelle Integration

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Frau Kreutzer berichtet mündlich über die Aufgaben und Aktivitäten der Stabsstelle Integration. Sie beschreibt die Entwicklung, der im Jahr 2006 gegründeten Stabsstelle und hebt die Bedeutung der Stabsstelle als fachbereichsübergreifende Institution für die gesamte Verwaltung hervor. Durch bestimmte Strategien und Projekte mit entsprechenden Partnern sind bereits Netzwerkstrukturen entstanden, die als interkulturelle Schlüsselfaktoren dienen. Dabei soll die Mehrheitsgesellschaft mit einbezogen werden. Die Rolle der Stabsstelle ist es, als neutraler Akteur Maßnahmen zu koordinieren. Entscheidend ist hierbei, wie es bei den Menschen ankommt. Es besteht ein großer Informationsbedarf in Beratungseinrichtungen und Schulen. Die Menschen müssen auf neue Angebote, niederschwellige Sprachkurse oder auf den Tag der Integration aufmerksam gemacht werden. Migranten sollen mit in die Planung neuer Projekte und Ausweitung der Angebote einbezogen werden, damit hier eine interkulturelle Öffnung erreicht werden kann.

Herr Kamewe bedankt sich bei Frau Kreutzer für die geleistete Arbeit der Stabsstelle Integration und lobt die Organisation des Tages der Integration. Er begrüßt ausdrücklich die Zusammenarbeit mit den Studentenorganisationen der RWTH. Abschließend stellt Herr Kamewe an Frau Kreutzer die Frage, wie mit dem Budget der Stadt Aachen für Projekte der Integration verfahren wird und wieviel Geld noch zur Verfügung steht.

Frau Kreutzer weist darauf hin, dass diese Frage später im nichtöffentlichen Teil zum TOP Verwendung der Mittel - Projekte zur Integration - beantwortet wird.

Frau Scheidt bedankt sich ebenfalls bei Frau Kreutzer und gibt zu bedenken, dass diese Projekte nur existieren können, weil die Mittel zuvor von der Politik beschlossen wurden. Es ist wichtig zu wissen, dass die Politik hier unterstützend tätig ist und darum bemüht ist, Themen der Integration auf den Weg zu bringen.

Für die Zukunft wünscht sich Frau Scheidt, dass das Thema Kultur bei der Integration eine stärkere Rolle spielt. Durch Theateraufführungen und Konzerte in eigener Muttersprache sollen verbindende, kulturelle Elemente geschaffen werden. Bei den nächsten Haushaltsberatungen soll hierauf ein Augenmerk gelegt werden.

Frau Blume ist der Meinung, dass die Migranten mehr persönlich angesprochen werden sollen. Hier hofft sie auf gute Zusammenarbeit zwischen Integrationsrat und Bürgern.

Herr Linden lobt die Arbeit der Stabsstelle und betont, dass diese auch von der Politik wahrgenommen wird. Durch gemeinsames Handeln von Integrationsrat und Stabsstelle sollen Wechselwirkungen vermieden werden. Handlungsempfehlungen sollen gemeinsam im Integrationsrat diskutiert werden. Zusammenarbeit soll dabei an erster Stelle stehen. Des Weiteren soll ein Mitglied des Integrationsrates in den Beirat des Jobcenters entsandt werden.

Herr Emonts nimmt den Hinweis auf und betont, dass die Verwaltung sehr an einer Zusammenarbeit der Stabsstelle und dem Integrationsrat interessiert ist.

Herr Demmer dankt ebenfalls der Stabstelle Integration und stellt heraus, dass es in den letzten 5-6 Jahren zu keinem nennenswerten politischen Dissenz gekommen ist. Projekte sind gemeinsam auf den Weg gebracht worden. Zu den Punkten kulturelle Maßnahmen und zu fördernden Maßnahmen merkt er an, dass der Tag der Integration zwar positiv wahrgenommen wurde, jedoch zum Teil die Orientierung fehlte und ein gewisser “ Bazar-Charakter “ zum Vorschein kam. Kulturelle Angebote sollen daher inhaltlich ausgebaut werden.

Herr Kamewe bittet Frau Kreutzer um Erläuterung, wie sich die Arbeit der Stabstelle in der Funktion als Beratungs- und Anlaufstelle für Migranten darstellt.

Frau Kreutzer weist auf die Bildungserstberatung der Stabsstelle in Kooperation mit dem Jobcenter und der Hilfen zur Alltagsorientierung hin. Es werden Hilfestellungen bei der Antragstellung von Fördermitteln

und bei der Suche nach weiteren Angeboten seitens der Verwaltung und zahlreichen Vereinen gegeben.

Durch die bereits geschaffenen Netzwerke wird der Kontakt zu den Migranten hergestellt. Durch Workshops werden entsprechende Bedarfe erarbeitet und durch Veranstaltungen gemeinsam konzipiert.

Frau Younessi betont die Notwendigkeit der Förderung älterer Migranten. Viele der Migrantenselbst-hilfeorganisationen älterer Menschen, die im Jahr 2008 begonnen haben, sind heute nicht mehr vorhanden. Hier soll man sich drum kümmern.

Beschluss

Der Integrationsrat der Stadt Aachen nimmt die Ausführungen der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis
Technische Details

Grunddaten

TOP
Ö 3
Sitzung
öffentliche Sitzung des Integrationsrates
Gremium
Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration
Datum
Mi., 29.06.2011
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Federführend
Fachbereich Soziales und Integration
Status
öffentlich