Bericht über die Spielzeit 2010 / 2011 von Stadttheater und Musikdirektion Aachen
E 46/47/0049/WP16 · Kenntnisnahme
Beratung
Anhand der vorliegenden Unterlagen zieht Herr Rüber nochmals Bilanz über die abgelaufene Spielzeit, die mit rund 140.000 Besuchern als sehr erfolgreich zu bezeichnen ist.
Besonders hervorzuheben ist das mit großem Erfolg aufgeführte Familienstück Ronja Räubertochter, die Kurpark Classix mit ihrem besten Besucherergebnis seit ihrem Bestehen und dem sehr erfolgreichen Außenprojekt Baal mit insgesamt 17 Aufführungen.
Herr Rüber betont, dass neben dieser erfolgreichen Spielzeit auch der bestehende Wirtschaftsplan eingehalten werden konnte.
Frau Reuß dankt herzlich und bittet, diesen Dank auch an die Beschäftigten des Hauses weiterzugeben. Sie fragt, wie man die Außenpräsenz des Theaters vor allem im überregionalen Feuilleton verbessern kann. Frau Dr. Schmeer schließt sich den Glückwünschen an und führt aus, dass sie nach der erst abgeschlossenen Theaterstrukturdebatte mit großer Erleichterung wahrgenommen hat, dass das Budget eingehalten werden und gleichzeitig ein so hervorragender Publikumserfolg erzielt werden konnte. Sie beglückwünscht das Theater zur guten Auswahl und hebt hervor, dass auch die Chorbiennale eine wichtige und erfolgreiche Produktion für das Theater war.
Auch Herr Pilgram lobt die gute Arbeit des Hauses, Er betont, dass es zukünftige Aufgabe sein muss, gerade im Bezug auf die jungen Besucherschichten, das Marketing zu verbessern.
Herr Rüber führt hierzu aus, dass diesem Gedanken folgend eine entsprechende Marketingstelle ausgeschrieben ist und dass eine entsprechende Besetzung der Stelle nach der Wiederbesetzungssperre von einem halben Jahr erfolgen soll.
Herr Rüber betont, dass dies durch entsprechende Umstrukturierung ohne zusätzliche Ausweitung des Stellenplans möglich ist.
Auch Frau Crumbach-Trommler betont die gute Arbeit im Musikbereich und schlägt vor, dass man gerade wegen des frühen Sonntagstermins bei den Sinfoniekonzerten versuchen sollte, mehr Schüler ins Konzert zu ziehen, evtl. mit der Hilfe der Musikschule und der Musikhochschule als Paten.
Herr Fischer schließt sich dem Lob an und betont, dass er gerade die Öffnung des Theaters zu unserer Stadt als sehr positiv empfunden hat. Dies beinhaltet vor allen Dingen die Kooperation mit der Justizvollzugsanstalt und das Außenprojekt.
Abschließend dankt Herr Bruynswyck allen Beschäftigten des Theaters Aachen, dem Publikum und einer hoffentlich immer wohlwollenden Presse.
Er betont, dass die Arbeit der Theaterstrukturkommission nicht abgeschlossen sein kann, sondern dass die Politik das Theater auch weiterhin unterstützend begleiten wird.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Betriebsausschuss Theater / VHS nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Das Theater Aachen kann auf eine erfolgreiche Spielzeit 2010/11 zurückblicken: Rund 141.000 Zuschauer kamen zu den Schauspiel- und Opernaufführungen sowie zu Konzerten ins Theater Aachen. Dies ist das zweitbeste Ergebnis seit 13 Jahren.
28 Premieren, darunter eine Uraufführung (An den Wassern zu Babel) und eine Deutschsprachige Erstaufführung (Der Fundamentalist) hat das Ensemble des Theater Aachen von September 2010 bis Juli 2011 auf die Bühne gebracht.
Ein Publikumsmagnet auf der großen Bühne war Shakespeares Viel Lärm um nichts. Knapp 5.000 Zuschauer sahen in 15 Vorstellungen diese erfolgreiche Produktion.
Zum Publikumsrenner im Musiktheater entwickelte sich La Cenerentola von Rossini in der Regie von Joan Anton Rechi mit mehr als 3.000 Zuschauern, was einer Auslastung von 87 % entspricht. Aufgrund der großen Nachfrage wird das Stück in der neuen Spielzeit wieder aufgenommen. Die musikalische Revue Der Himmel kann warten entwickelte sich im Schauspiel zum Sommerhit und wurde bisher 4 mal vor ausverkauftem Haus gespielt. Auf besondere Resonanz stieß in der Kammer Sophokles Tragödie Antigone. Das Stück wurde 25 mal gespielt, davon waren 19 Vorstellungen ausverkauft.
Über die Stadt hinaus ging das Interesse für die Uraufführung An den Wassern zu Babel in der Regie von Chefregisseur Ludger Engels, ein Abend mit Sängern, Schauspielern, dem sinfonieorchester Aachen und dem sinfonischen Chor Aachen. Ein Projekt das stark mit der Stadt Aachen verbunden war, war Ewa Teilmans Inszenierung von Alfred Döblins Berlin Alexanderplatz, für das sie mit der Gefangenen-Theatergruppe der JVA Aachen (Die Biberköpfe) zusammengearbeitet hat, - ein Plädoyer für eine vorurteilsfreie und nachdenkliche Begegnung zwischen Straftätern und der restlichen Bevölkerung. Zudem begleitete der Aachener Heinrich-Schütz-Chor das Projekt szenisch-musikalisch. Beide Vorstellungen haben die Zuschauererwartungen weit übertroffen.
Bei den kleinen Zuschauern war das diesjährige Familienstück Ronja Räubertochter ein großer Erfolg. In 36 Vorstellungen sahen mehr als 27.800 Zuschauer das Familienstück, was einer Auslastung von mehr als 90 % entspricht.
Das Theater Aachen trägt mit seiner theaterpädagogischen Arbeit zunehmend dazu bei, Schülerinnen und Schülern kulturelle Kompetenzen zu vermitteln. Die Theaterpädagogik des Theater Aachen wendet sich mit seiner vielfältigen Angebotspalette an Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren.
Inzwischen gibt es vier Kooperationsschulen; das theaterpädagogische Büro organisiert zu jeder Inszenierung Vor- und Nachbesprechungen individuell auf die Schulklassen abgestimmt.
Es organisiert Führungen durchs Haus und die Werkstätten, Sit-in- Proben und Besuche von Orchestermusikern in Schulen. Auch die Kindertheaterwerkstatt, die Kindern im Grundschulalter die Welt des Theaters näher bringt, war in dieser Spielzeit wieder restlos ausverkauft. Ebenso wurde der beliebte U21 im Mörgens fortgesetzt.
Mit Pollicino, einer Kinderoper von Hans Werner Henze, wurde gemeinsam mit dem Sozialwerk Aachener Christen eine Oper von Kindern für Kinder gemacht. Mehr als 110 Schülerinnen und Schüler aus vier unterschiedlichen Aachener Schulen haben dieses Projekt auf die Bühne gebracht.
Das Projekt Aachen-Ost hat in der abgelaufenen Spielzeit eine aktuelle Version von Bertolt Brechts Baal gezeigt. In Zusammenarbeit mit dem THEATERausBruch war die Inszenierung so erfolgreich, dass Zusatzvorstellungen stattfanden und das Stück in einem ehemaligen Ladenlokal in Aachen-Eilendorf insgesamt 17 Mal zu sehen war.
Zu den Publiklumslieblingen im Mörgens gehörte vor allem die Inszenierung Clyde und Bonnie, ein B-Movie von Holger Schober, die in diesem Jahr auch zum Festival Kaltstart nach Hamburg eingeladen wurde. Die neu geschaffene Reihe Nimm zwei und Sinsation fanden schnell eine große Fangemeinde.
Auf eine erfolgreiche Saison können auch Aachens Generalmusikdirektor Marcus. R. Bosch und das sinfonieorchester Aachen blicken. Die Besucherzahlen steigerten sich nochmals. Neben den Sinfoniekonzerten wurden in den Sonderkonzerten weitere Höhepunkte gesetzt, so bei Bruckner in St. Nikolaus (diesmal in St. Michael) und im Domkonzert.
Die beliebten Reihen wie Barock im Ballsaal, Gold und Silber, Konzert ohne Frack und die Familien- und Kammerkonzerte wurden erfolgreich fortgesetzt.
Die Internationale Chorbiennale wurde vom Publikum begeistert aufgenommen und mit der Aufführung von Benjamin Brittens War Requiem fand die Sinfoniekonzertsaison vor zweimal ausverkauftem Haus einen fulminanten Abschluss.
Auswirkungen
finanzielle Auswirkungen |
Entf.
Technische Details
ID: 47182
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=47182
Hauptdokument
Hauptdokument
Vorlage.pdf
Metadaten
- TOP
- Ö 3
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses für das Theater und die VHS
- Gremium
- Betriebsausschuss Theater und VHS
- Datum
- Do., 15.09.2011
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- E 46/47 - Stadttheater und Musikdirektion
- Geändert
- 3.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 3. Februar 2026 um 14:57