Integrationsmonitoring der Stadt Aachen- Ausgabe 2011-Bericht zum Stand der Integration von Personen mit und ohne Migrationshintergrund in der Stadt Aachen
FB 50/0155/WP16 · Kenntnisnahme
Beratung
Herr Emonts verweist zunächst auf das Skript der Verwaltung, das Frau Hartmann inhaltlich ausführen wird. Das Integrationsmonitoring misst den Stand der Integration in Aachen, in 8 ausgewählten Handlungsfeldern, mittels 18 Indikatoren. Durch das Integrationsmonitoring bietet sich die Chance Problemfelder zu erkennen, um zukünftig neue Schwerpunkte zu setzen. Dadurch können Fehlentwicklungen vermieden und positive Trends unterstützt werden.
Im Anschluss an die Präsentation des Integrationsmonitorings durch Frau Hartmann, welche als Anlage 1 beigefügt ist, wünscht sich Frau Scheidt für das zukünftige Monitoring eine Präambel, in der die positiven Aspekte der Zuwanderung herausgestellt werden. Der Gewinn durch die Zuwanderung und auch die wirtschaftlichen Erfolge müssen deutlich gemacht werden.
Herr Linden würdigt die Arbeit, die in dem Integrationsmonitoring steckt, und stellt die statistischen und konzeptionellen Änderungen zwischen der Ausgabe 2008 und 2011 heraus. Er legt insbesondere Wert darauf, dass sich Erfolge auch in der Statistik niederschlagen. Integrationspolitische Ziele sollen vergleichbar und auf den Daten des Integrationsmonitorings gründen. Verbesserungen und auch Verschlechterungen müssen erkennbar dargestellt werden. Steuerungsmöglichkeiten sollen herausgestellt werden, um somit der Kommune begegnen zu können. Neue Projekte gilt es zu den einzelnen Handlungsfeldern zu evaluieren und in den Sitzungen zu beraten. Die finanziellen Mittel für Projekte können somit besser eingeplant werden. Der weitere Umgang mit dem Monitoring, Ursachenklärung, Maßnahmen und Steuerungsmöglichkeiten, ist zu besprechen. Er regt an, in den nächsten Sitzungen einzelne Handlungsfelder zu thematisieren.
Frau Vogeler - Yildirim findet den Aspekt Freizeit und Vereine wichtig, weil sich dort Integration deutlich macht.
Frau Keller bedankt sich für das Integrationsmonitoring und merkt an, dass der Sprachförderbedarf auch bei den Sprachstandserhebungen statistisch erfasst wird. Auf Nachfrage von Frau Keller teilt Frau Hartmann mit, dass die Daten dafür vom Gesundheitsamt der StädteRegion geliefert wurden.
Zusammenfassend macht Frau Hartmann deutlich, dass das Monitoring aufgrund amtlicher Statistiken erstellt wurde. Seit Gründung der StädteRegion im Jahre 2009 ist die Datenbeschaffung komplizierter geworden. Unabhängig von dem Integrationsmonitoring ist die Evaluierung von Einzelmaßnahmen unerlässlich. Das Monitoring selber bietet hingegen Tendenzen für die gesamtstädtische Steuerung. Im Anschluss an das Monitoring beginnt die eigentliche Arbeit.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
a)Der Integrationsrat der Stadt Aachen nimmt die Ausführungen zum Bericht über den Stand der Integration zur Chancengleichheit von Personen mit und ohne Migrationshintergrund in der Stadt Aachen anhand statistischer Beobachtungen und der Erläuterungen hierzu zur Kenntnis.
b)Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt die Ausführungen zum Bericht über den Stand der Integration zur Chancengleichheit von Personen mit und ohne Migrationshintergrund in der Stadt Aachen anhand statistischer Beobachtungen und der Erläuterungen hierzu zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Aufgabe eines Integrationsmonitorings ist es, in ausgewählten Handlungsfeldern anhand von Zahlen den Stand der Entwicklung der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund über einen längeren Zeitraum zu beobachten und empirisch darstellbar zu machen. Dabei ist zu beachten, dass das indikatorengestützte Integrationsmonitoring die Voraussetzung für eine Evaluation der Integration von Migrantinnen und Migranten bilden kann, aber nicht mit dieser gleich zu setzen ist. Monitoring- Daten geben Auskunft über den Stand und den Verlauf von Integrationsprozessen, können aber nicht die Frage nach den Wirkungen von Integrationspolitik und Programmen auf den Integrationsprozess beantworten. Das Integrationsmonitoring ist daher als ein statistischer Baustein der strategischen Integrationssteuerung zu sehen, der Hinweise auf Handlungsbedarfe in der gesamtstädtischen Integrationsarbeit gibt.
Der Stand der Integration wurde auf der Grundlage von Daten in 8 Handlungsfeldern überprüft:
- Rechtliche Integration
- Bildung
- Ausbildung und Arbeit
- Soziale Sicherung
- Wohnen
- Sprache
- Gesundheit
- Politische und gesellschaftliche Partizipation
Die aktuelle Ausgabe des Integrationsmonitorings enthält 18 Indikatoren. Mit dem 2. Monitoringbericht werden vier Jahre Entwicklung anhand von statistischen Daten aus 2006-2009 dokumentiert und den Akteuren und Entscheidungsträgern als Grundlage für weitere strategische Ausrichtungen zur Verfügung gestellt.
Der 2. Bericht zum Integrationsmonitoring in der Stadt Aachen wurde in Kooperation mit verschiedenen städtischen Fachbereichen, den Ämtern der StädteRegion, dem Jobcenter, der Agentur für Arbeit sowie den Statistiken erstellenden Institutionen erarbeitet. Für die Erstellung des Berichts wurden für die Stadt Aachen Indikatoren in ausgewählten Handlungsfeldern festgelegt, die auf vorhandene Statistiken der Kommune, der StädteRegion, des Landes NRW und des Bundes zurückgreifen. Um zu gewährleisten, dass die ausgewählten Indikatoren theoretisch fundiert sind und hierzu verlässliche und kontinuierlich Daten vorliegen, die auch Vergleiche erlauben, wurde das Indikatorenset der KGSt (Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmodernisierung) mit dem vorliegenden 2. Bericht fortgeführt.
Frau Ulrike Hartmann, stellv. Leiterin der Stabsstelle Integration, berichtet über die Fortführung und Weiterentwicklung des Integrationsmonitorings in der Stadt Aachen.
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 47972
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=47972
Hauptdokument
Hauptdokument
Vorlage.pdf
Metadaten
- TOP
- Ö 9
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Integrationsrates
- Gremium
- Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration
- Datum
- Mi., 16.11.2011
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- Fachbereich Soziales und Integration
- Geändert
- 3.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 3. Februar 2026 um 14:49