Uniklinikum, Änderung der Verkehrsführung
FB 61/0598/WP16 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Frau Ulbort, FB 61, erläutert anhand einer Bildschirmpräsentation die geplanten Maßnahmen zur Änderung der Verkehrsführung am Uniklinikum Aachen und gibt entsprechende Erklärungen zur Schaffung weiterer Parkflächen.
An der sich anschließenden Aussprache beteiligten sich Herr Gilson, Frau Schmitt-promny, Herr Krenkel, Herr Claßen, Herr Knörzer sowie Herr Hilfrich.
Auf Nachfrage von Herrn Gilson hinsichtlich der evtl. Ertüchtigung der Kullenhofstraße erläutert Frau Ulbort, dass die dort vorhandenen Parklätze nach Schaffung neuen Parkraumes auf dem vorhandenen Parkgelände der Uniklinik wegfallen werden, um den dann stattfindenden Begegnungsverkehr ermöglichen zu können.
Die Überlegungen der Uniklinik zur Parkraumbewirtschaftung werden fraktionsübergreifend als gute Maßnahme bewertet.
Frau Schmitt-Promny übt Kritik am Wegfall der Parkplätze in der Kullenhofstraße und fragt nach, wie die wegfallenden Flächen insbesondere für die Anwohner kompensiert würden. Hierzu erläutert Frau Ulbort, dass derzeit darüber nachgedacht werde, den Bewohnern eine Möglichkeit zu schaffen, ein Nachtparkangebot auf der Parkfläche der Uniklinik anzubieten.
Auf Nachfrage, warum auf der Fläche P 1 kein Parkhaus errichtet werde, wird dargelegt, dass diese Möglichkeit weiterhin auch nach der Umsetzung des neuen Parkkonzeptes bestehe und zunächst abgewartet werden wird, wie sich die Situation entwickelt.
Zu den entstehenden Kosten erklärt Frau Ulbort, dass die Kosten der Maßnahme vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb, der Uniklinik Aachen und der Stadt Aachen getragen werden.
Sie führt weiterhin aus, dass alle Kosten, welche im Zusammenhang mit der Erneuerung der Parkflächen anfallen, nicht über die Stadt Aachen zu finanzieren sind.
Weiterhin fragt Frau Schmitt-Promny nach, warum für den ÖPNV in der künftigen Planung zwei Wendehammer vorgesehen sind.
Hierzu wird dargelegt, dass eine Durchfahrt an der jeweiligen Endstation für den ÖPNV nicht gewährleistet sei und die Schaffung einer großen Umfahrungsmöglichkeit zu kostenintensiv sei.
Frau Schmitt-Promny bittet weiterhin um Mitteilung, inwieweit bei der Planung die Trassenführung der angedachten Campus-Bahn berücksichtigt sei und bittet diesbzgl. um schriftliche Beantwortung. Frau Ulbort sagte eine entsprechende Stellungnahme durch den FB 61 zu.
Herr Krenkel bezweifelte, dass in der Kullenhofstraße ein Begegnungsverkehr zwischen PKW und LKW ohne Behinderung möglich ist und bittet nochmals um Erläuterung.
Frau Ulbort erklärte, dass dies nach den bisher vorliegenden Fakten umproblematisch sei und wies darauf hin, dass eine endgültige Vermessung noch ausstehe.
Es erfolgten keine weiteren Wortmeldungen.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Mobilitätsausschuss nimmt den Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnis.
Die Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg nimmt den Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Uniklinikum: Änderung der Verkehrsführung
Auswirkungen Campus-Melaten
Im Zusammenhang mit dem Bau des RWTH-Campus Melaten wird auch die Verkehrsführung im bestehenden Erweiterungsbereich geändert. Das für den B-Plan Nr. 915 Seffenter Weg/Melaten Hochschulerweiterung erstellte Verkehrsgutachten wurde in den politischen Gremien umfassend diskutiert.
Der Bau des Campus-Boulevard ist im Gange, der vorgesehene ovale südliche Kreisverkehr zum Anschluss des Pariser Rings an die Kullenhofstraße und neue Forckenbeckstraße soll in diesem Frühjahr begonnen werden.
Damit wird auch die Umsetzung der geänderten Verkehrsführung vor der Uniklinik aktuell. Vorgesehen ist eine separate Führung des MIV und des ÖV. Die Parkplätze sollen zukünftig im Beidrichtungsverkehr über die Kullenhofstraße erschlossen werden. Die unmittelbar vor der Klinik befindliche Pauwelsstraße soll zur Nutzung von ÖPNV und Radverkehr im Beidrichtungsverkehr dienen. Als schematische Darstellung ist die Abbildung 17 des Verkehrsgutachtens in der Anlage beigefügt.
Mobilitätskonzept der Uniklinik
Unabhängig davon arbeitet die Uniklinik an einer Lösung ihrer Mobilitätsprobleme. Das angestrebte umweltverträgliche Mobilitätsmanagement beinhaltet sowohl eine Parkraumerweiterung als auch ein Bündel von Maßnahmen zur Förderung von Alternativen zum Individualverkehr. Dazu zählt eine Erhöhung der ÖPNV-Inanspruchnahmedurch etwa die Bezuschussung von ÖPNV-Tickets für Mitarbeiter sowie die Anmietung externer Parkflächen für Mitarbeiter-Parken in Zusammenhang mit einem Bus-Shuttledienst, die Schaffung sicherer und überdachter Zweirad-Abstellanlagen oder etwa auch die Förderung von Fahrgemeinschaften. Die an der Klinik vorhandenen Parkplätze werden zukünftig sowohl für Mitarbeiter als auch Besucher bewirtschaftet.
Insgesamt erwartet die Uniklinik einen Effekt von etwa 1.200 nutzbaren Stellplätzen, der im Wesentlichen den Parksuchverkehr für Besucher deutlich reduzieren wird und insgesamt zu einer Reduktion der Verkehrsmengen im Gebiet sowie im zu- und wegführenden Straßennetz führen wird.
Die Umsetzung dieses Konzeptes wird nicht durch die Uniklinik sondern durch einen externen Dienstleister geschehen und ist ausgeschrieben. Die Umsetzung des Konzeptes ist noch in diesem Jahr beabsichtigt. Das bedeutet, dass sehr kurzfristig die zuschaffende Infrastruktur geplant und finanziert und diese auf die zukünftige Verkehrssituation ausgerichtet wird.
Weiteres Verfahren
Die Stadt Aachen ist im weiteren Verfahren für die Schaffung der Umwelttrasse Pauwelsstraße vor der Uniklinik sowie die Einrichtung des Beidrichtungsverkehrs in der Kullenhofstraße zuständig. In der Pauwelsstraße sind insbesondere neue Haltestellenanlagen zu schaffen, in der Kullenhofstraße ist der Rückbau eines Buskaps sowie das Unterbinden des Fahrbahnrandparkens notwendig.
Mit dem externen Betreiber ist die konkrete zukünftige Erschießungssituation abzustimmen, insbesondere die Anlage der Zu- und Abfahrten zu den einzelnen Parkplätzen.
Die problemlose Erreichbarkeit der Notfallaufnahme für Jedermann sowie eine Patienten- und besucherfreundliche Absetzmöglichkeit (Kiss-and-Ride) genießen besondere Beachtung.
Der aktuelle Planungsstand wird in der Sitzung vorgestellt.
Finanzierung
Für die Schaffung der Umwelttrasse können Fördermittel beim NVR eingeworben werden, mit denen bis zu 90% der förderfähigen Kosten refinanziert werden. Die Stadtverwaltung wird diesen Antrag umgehend vorbereiten.
Der BLB wird die von ihm finanzierten Straßenbauarbeiten auf die neue Planung im Bereich der Uniklinik anpassen.
Auswirkungen
Weitere Dokumente (1)
Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.
Technische Details
ID: 50174
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=50174
Hauptdokument
Hauptdokument
Vorlage.pdf
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 5
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg
- Gremium
- Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg
- Datum
- Mi., 14.03.2012
- Uhrzeit
- 17:30
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
- Geändert
- 23.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 23. Februar 2026 um 22:08