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Stadtteilmarketing Brand: Initiierung/Projektvorbereitunghier: 1. Förderstufe Integriertes Handlungskonzept Aachen-Brand

FB 61/0623/WP16 · Entscheidungsvorlage

Stadtteilmarketing Brand: Initiierung/Projektvorbereitunghier: 1. Förderstufe Integriertes Handlungskonzept Aachen-Brand

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Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Bezirksbürgermeister Henn begrüßt Frau Hens vom Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen und Herrn Schüler von der Fa. acclivis.

Frau Hens verweist auf die Verwaltungsvorlage mit Broschüre und erläutert, dass die Anfang 2009 erstellte Rahmenplanung in enger Zusammenarbeit mit den Bürgern, der Verwaltung und der Politik eine Entwicklungsperspektive für den Stadtbezirk Brand geschaffen hat, welche sich über die nächsten Jahre erstrecken wird. Dazu gehört die Umbaumaßnahme Marktplatz und Umgebung. Als Teil der strategischen Stadtentwicklung knüpft das Stadtbezirksmarketing an diese Voraussetzungen und alle vorhandenen und teilweise gut funktionierenden Strukturen in Brand an. Für die Entwicklung eines Marketing- und Kommunikationskonzeptes für Brand ist ein externer, unabhängiger Vermittler beauftragt worden, der zusammen mit den Akteuren die Voraussetzungen für ein auf Langzeit angelegtes, gut funktionierendes Stadtteilmarketing schaffen soll. Deshalb ist Herr Till Schüler von der Fa. acclivis anwesend.

Herr Schüler bedankt sich bei der Bezirksvertretung Brand für die Gelegenheit, die Analyse zur Entwicklung eines Stadtbezirksmarketings/-managements in Aachen-Brand vorstellen zu können. Die Analyse liegt allen Mitgliedern der Bezirksvertretung vor. Herr Schüler spricht die einzelnen Punkte im Detail an. Insgesamt wurden im Zeitraum von Juli bis einschl. Oktober 2011 zwanzig repräsentative Interviewgespräche geführt, u.a. mit den Brander Vereinen, den Schulen, dem Einzelhandel, dem Bürgerverein u.v.m. Bei ca. 2/3 der Befragten handelte es sich um überzeugte Brander, also Personen, die zumindest in Brand leben und dort arbeiten oder auch in Brand geboren sind. Der Rest der Befragten hat seinen Arbeitsplatz in Brand, wohnt jedoch in einem anderen Stadtbezirk oder in der Innenstadt. Herr Schüler geht noch weiter auf die Analyse ein und stellt abschließend fest, dass das soziale Leben in Brand gut funktioniert. Es besteht ein ausgeprägtes Vereinsleben sowie ein hohes Engagement der Bürger in vielen Bereichen. Aus seiner Sicht sollte sich daher ein Stadtbezirksmarketing Brand schwerpunktmäßig auf den Bereich „Qualitätserhaltung und Entwicklung des Brander Einzelhandels“ sowie „Abwendung eines möglichen Trading-Down-Effektes“ und damit vor allem auf den gesamten Bereich der Trierer Straße sowie der angrenzenden Geschäftslagen konzentrieren. Die Trierer Straße als Herz des Stadtbezirks benötigt dringend Handlungsbedarf. Viele Immobilien sind in einem mittelmäßig bis schlechten Zustand und somit nach Geschäftswechsel kaum noch an qualitativ gleichwertige Mieter zur vermieten. Aus diesem Grund sollten die Immobilieneigentümer von Beginn an in die Planungen einbezogen werden. Kurzfristig sollte abschließend ein Abstimmungsgespräch mit dem Bürgerverein Brand e.V. sowie dessen Vorstand stattfinden; die geplante Auftaktveranstaltung könnte im Frühjahr 2012 realisiert werden.

Bezirksbürgermeister Henn bedankt sich bei Herrn Schüler für seinen Vortrag. Da die Politik in die Befragungen nicht eingebunden war, können die Meinungen nun völlig unbefangen getroffen werden.

Herr Liebenhoff von der CDU-BF ist darüber erstaunt, dass die Politik bei diesem Projekt nicht beteiligt war, zumindest der Bezirksbürgermeister oder seine Stellvertreter.

Herr Hellmann von der SPD-BF bedankt sich bei Herrn Schüler für die Analyse. Das Ergebnis überrascht ihn nicht. Er hält das Stadtteilmarketing für eine gute Sache, die weiter verfolgt werden soll.

Mit dem Umbau der Trierer Straße wurde die Voraussetzung geschaffen, ein attraktives Zentrum in Brand zu schaffen. Sobald der Marktplatz umgebaut wird, erhält man einen weiteren attraktiven Punkt. Es sollte zukünftig dafür gesorgt werden, dass diese Plätze mit Leben gefüllt werden. Hier hört der Einfluss der Politik auf, ebenso verhält es sich bei der Strukturierung der Vereine. Die Stärkung des Ehrenamtes wird durch die SP-BF befürwortet.

Herr Blum von der FDP-BF ist ebenfalls über die Nichtbeteiligung der Politik erstaunt gewesen; sieht allerdings im Nachhinein darin keinen Schaden. Die Aufgaben und Meinungen des Stadtbezirks sind klar und deutlich herausgearbeitet; das Konzept ist in einer gemeinsamen Sitzung bereits besprochen worden und es ist auf einem guten Weg.

Ratsherr Tillmanns von der CDU-BF ist von der Analyse überzeugt; es sind wichtige Schwerpunkte gesetzt. Das Ehrenamt in Brand befindet sich auf einem hohen Niveau.

Frau Reiber von den Grünen-BF findet ein Durchschnittsalter von 53 Jahren bei denInterviewten zu hoch. Sie hätte sich auch jüngere Ansprechpartner gewünwcht, da es sich dabei um „neue Brander“ handelt. Außerdem spricht sie noch den Leerstand von Geschäftslokalen an.

Bezirksbürgermeister Henn bedankt sich bei Frau Hens und Herrn Schüler. Ohne Politik wird offener diskutiert. Die Rahmenbedingungen sind durch die Politik geschaffen worden, jetzt sind die Geschäftsleute sowie die Eigentümer am Zuge.

Frau Krott teilt mit, dass der Beschlussentwurf geringfügig abgeändert worden ist.

Beschluss

(einstimmig) Die Bezirksvertretung Aachen-Brand nimmt den Bericht zur Analyse der Entwicklung eines Stadtbezirksmarketings in Aachen-Brand zur Kenntnis. Die Bezirksvertretung Aachen-Brand beauftragt die Verwaltung mit der Erstellung des Handlungskonzeptes und Maßnahmenkatalogs und deren Umsetzung.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Brand nimmt den Bericht zur Analyse der Entwicklung eines Stadtbezirksmarketings in Aachen-Brand zustimmend zur Kenntnis.

Auf der Grundlage des in der Sitzung vorgestellten Berichts beauftragt die Bezirksvertretung die Verwaltung mit der Erstellung eines Handlungskonzeptes und Maßnahmenkatalogs und deren Umsetzung mit Hilfe des bereits eingebundenen, externen Beraters (Verfasser des Berichts).

Erläuterungen

Erläuterungen:

Voraussetzung – die Rahmenplanung:

Anfang des Jahres 2009 wurde die Rahmenplanung Brand `Wir entwickeln Brand weiter´ vom Planungsausschuss einstimmig beschlossen.

Der Rahmenplan schuf in enger Zusammenarbeit mit den Bürgern eine Entwicklungsperspektive für den Stadtbezirk Brand.

Die Umbaumaßnahme `Umgestaltung Marktplatz Brand und Umgebung´ wird im strategischen Handlungskatalog der Rahmenplanung als Impulsprojekt für den Bezirk beschrieben. Durch das bereits für die Städtebauförderung beantragte und möglicher Weise zeitnah anstehende Bauprojekt wird eine neue Grundlage für die Mitte Brands und den ganzen Stadtbezirk geschaffen.

Als Teil der strategischen Stadtentwicklung knüpft das Stadtbezirksmarketing an diese Voraussetzungen und alle vorhandenen und teilweise sehr gut funktionierenden Strukturen in Brand an.

Strategische Stadtentwicklung - das Stadtteilmarketing:

Bei der strategischen Stadtentwicklung geht es darum, mit allen beteiligten Akteuren aus Brand, mit der Stadtbezirkspolitik, dem Bürgerverein, den Einzelvereinen, der IG Brander Handel, den Kirchen und anderen engagierten Akteuren, im partnerschaftlichen Zusammenwirken den Stadtbezirk aus sich heraus weiter zu entwickeln.

Die Initiierung eines Stadtteilmarketings stellt eine Möglichkeit dar, die standortbezogenen Stärken des Stadtbezirks heraus zu arbeiten, mit gemeinschaftlichen Maßnahmen und Aktionen für das Image von Brandzu werben und den Bezirk nachhaltig zu stabilisieren.

In einem ersten Beauftragungsschritt wurden zunächst Gespräche mit den verschiedenen Akteuren und Projektbeteiligten in Brand geführt und, durch einen externen Moderator begleitet, gemeinsame Ziele und Möglichkeiten für ein Stadtteilmarketing erarbeitet, gebündelt und dargestellt. Grundlage ist die Auswertung eines gemeinschaftlich erarbeiteten Fragebogens, der von den befragten Multiplikatoren (Personen in Schlüsselfunktionen) im Bezirk beantwortet und ausgewertet wurde.

Aus den so gewonnenen Erkenntnissen soll in diesem Jahr ein Maßnahmenkatalog entwickelt werden, der als Grundlage für die spätere Umsetzung der Maßnahmen dient.

Externe Projektbegleitung - der Moderator:

Für die gemeinschaftliche Entwicklung eines Marketing- und Kommunikationskonzeptes für Brand wurde ein externer, unabhängiger Vermittler beauftragt, der zusammen mit den Akteuren die Voraussetzungen für ein funktionierendes, auf Langzeit angelegtes Stadtteilmarketing schaffen soll. Derselbe sollte ebenfalls die kommenden Schritte begleiten und von der Verwaltung beauftragt werden.

Das Stadtteilmarketing - mögliche Ziele und Maßnahmen:

Von der Art der Wünsche und Vorstellungen der Interviewpartner zur Verbesserung der Selbstdarstellung des Bezirks und Sicherung des Standortes sind in einem nächsten Schritt konkrete Handlungen (=Maßnahmenkatalog) abzuleiten.

Mögliche Ansätze:

die Entwicklung der `Marke Brand´ (Wiedererkennungswert), ggf. beschränkt auf den

Einzelhandelsbereich der Trierer Straße

die Erstellung von touristischen Karten für Brand mit den Inhalten:

•Freizeit- und Wanderangebote

•Kultur

•Sport

•Einkaufen + Gastronomie

die Optimierung des Internetauftritts für Brand

das Überprüfen der Möglichkeit der Bildung einer ISG (Immobilien- und Standortgemeinschaft)

mit Einzelhandel + Eigentümern. Bei einer ISG (gesetzlich oder freiwillig) handelt es sich um

einen Zusammenschluss beteiligter Akteure (Eigentümer, Einzelhandel), die gemeinsam das Ziel

verfolgen, ein definiertes Quartier durch geeignete Maßnahmen strukturell und nachhaltig zu

verbessern.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen:

Für die Erstellung des Handlungskonzeptes und des Maßnahmenkatalogs, sowie die weitere Begleitung und Moderation sind vorbehaltlich der Genehmigung des Haushalts durch die Bezirksregierung beim PSP-Element 4-090101-100-9 `Stadtbezirksmarketing Brand´ für das Haushaltsjahr 2012 Mittel i.H.v. 15.000€ sowie für 2013 Mittel i.H.v. 10.000€ eingestellt.

Die Maßnahme ist Bestandteil des Förderantrages nach dem Programm der "Aktiven Stadt und Ortsteilzentren" und wurde bereits in der ersten Förderstufe beantragt – vgl. beigefügte Anlage 1.

Weitere Dokumente (2)

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Technische Details

Hauptdokument

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Betroffene Straßen

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Metadaten

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Ö 4
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Brand
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Brand
Datum
Mi., 14.03.2012
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Zusätze
Hinweis: Alle Bezirksvertretungsmitglieder erhalten 1 gebundenes Exemplar.
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 22:05