Straßenbeleuchtungsanlagen
FB 61/0610/WP16 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Für die Verwaltung verweist Frau Nacken auf die ergänzende Mitteilung der Verwaltung zum Tagesordnungspunkt. Bei einem aktuellen Gespräch mit der Kämmerei sei klar geworden, dass sich die Folgekosten für Betrieb und Unterhaltung der Beleuchtungsanlagen deutlich erhöht hätten. Vor diesem Hintergrund müsse diskutiert werden, ob zukünftig restriktiver mit Straßenbeleuchtungsanlagen umgegangen werden müsse.
Frau Poth berichtet über die Beratung in den Bezirksvertretungen. Demnach habe sich die Bezirksvertretung Aachen-Mitte zum Bewertungsschema mit vier bzw. fünf Punkten geäußert. Am vorliegenden Prioritätenvorschlag habe dies jedoch nichts geändert. Die Maßnahmen 6 und 8 der Liste sollten getauscht werden. Allerdings solle die Maßnahme in der Roermonder Straße von der Stadt Herzogenrath auf deren Gebiet entsprechend fortgesetzt werden.
Die Bezirksvertretung Aachen-Haaren sei in eine weitergehende Bewertung eingestiegen und hinsichtlich der Frequenz und Verkehrssicherheit zu anderen Ergebnissen gekommen. Dies habe beispielsweise für die Gut-Knapp-Straße mit einer Gewichtung von 4 Punkten zugunsten der Verkehrssicherheit geführt. Für die Zukunft müsse daher die Frage aufkommen, ob die Bezirksvertretungen die Gewichtung vornehmen sollten.
Herr Derichs kündigt die Zustimmung der CDU-Fraktion zur Verwaltungsvorlage an und begrüßt die vorgelegte Tabelle als sachliche Entscheidungshilfe. Frau Breuer ergänzt, dass es sich bei der Beleuchtung um eine Sicherheitsfrage handele und daher die Streichung entsprechender Finanzmittel problematisch sei. Herr Klingen warnt davor, bei der Wahl der Beleuchtungskörper lediglich auf die Energieausbeute zu schauen. Vielmehr müsse bei der Beleuchtung das Gesamtsystem betrachtet werden.
Herr Ferrari von der Fraktion Die Grünen hält es nicht für sinnvoll, die Bezirksvertretungen alleine über die Prioritäten entscheiden zu lassen, da mit der verwaltungsseitig erarbeiteten Tabelle erstmals eine objektive Gewichtung vorgenommen werden könne. Die Beleuchtungsmaßnahme in Richterich solle umgesetzt werden, da sich dadurch der Druck auf die Stadt Herzogenrath erhöhe, ebenfalls im Verlauf der Roermonder Straße tätig zu werden.
Für die SPD-Fraktion äußert sich Herr Servos begeistert über das vorgelegte Bewertungsschema. Da seit vielen Jahren ein jährlicher Haushaltsansatz von 50.000,00 Euro zur Verfügung gestellt werde, sei nicht ausdrücklich gespart worden.
Auch Herr Blum von der FDP-Fraktion bewertet die vorgelegte Gewichtung positiv. Es sei aber bedenklich, wenn die Beleuchtung als wichtige Angelegenheit nicht weiter im bisherigen Rahmen finanziert werden könnte. Es dürfe nicht sein, dass in Aachen die Lichter ausgingen, da bei der Beleuchtung der Sicherheitsaspekt zu berücksichtigen sei. In diesem Sinne müssten Prioritäten gesetzt werden.
Für die Verwaltung erläutert Frau Poth, dass es nicht hauptsächlich um die mit den jährlichen 50.000 Euro finanzierten Beleuchtungsmaßnahmen gehe, sondern die Kostensteigerung bei der Unterhaltung und dem Betrieb insbesondere durch die vielen Neubaugebiete und die aufwändigeren Beleuchtungsmaßnahmen in der Innenstadt, verursacht worden seien. Bei der Beschlussfassung über besondere Beleuchtungskörper müssten daher zukünftig auch die Folgekosten stärker berücksichtigt werden. Dies gelte auch für die entsprechenden Beratungen im Finanzausschuss. Frau Poth bittet den Ausschuss um Bestätigung, dass zukünftig lediglich Beleuchtungskörper mit weißer Lichtfarbe verwendet werden sollen, da diese eine höhere Lichtausbeute hätten und eine bessere Farberkennung ermöglichten. Außerdem solle der Beschluss im Sinne der Vorberatung in der Bezirksvertretung mit Austausch der Punkte 6 und 8 in der Reihenfolge angepasst werden.
Für das Protokoll wird festgehalten, dass die Ausführungen der Maßnahme in der Roermonder Straße mit der Stadt Herzogenrath koordiniert werden solle. Darüber hinaus wird die Verwendung der Lichtfarbe Weiß einhellig vom Ausschuss unterstützt.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Die Bezirksvertretung Aachen - . nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem Mobilitätsausschuss die Durchführung der Beleuchtungsmaßnahmen 2012 in der vorgeschlagenen Reihenfolge gem. den vorhandenen Haushaltsmitteln.
Der Mobilitätsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und beschließt die Durchführung der Beleuchtungsmaßnahmen 2012 in der vorgeschlagenen Reihenfolge gem. den vorhandenen Haushaltsmitteln.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Zwischen der Stadt Aachen und der STAWAG besteht ein Vertrag, in dem Neuherstellung, Betrieb und Unterhaltung von Straßenbeleuchtungsanlagen geregelt sind. Danach hat die Stadt Aachen für die Herstellung einer neuen, oder die Erweiterung einer bestehenden Straßenbeleuchtung die Kosten zu tragen. Die Unterhaltungs- und Wartungsarbeiten an den Beleuchtungsanlagen werden von der STAWAG eigenständig durchgeführt und finanziert. Für Unterhaltung, Wartung, Energiekosten und Erneuerung der Straßenbeleuchtung erstattet die Stadt der STAWAG einen vertraglich vereinbarten jährlichen Festpreis je Straßenleuchte (Nennentgelt).
Zur Verbesserung der öffentlichen Beleuchtung sind jährlich 50.000 im Haushalt vorgesehen. Dies gilt nur für Maßnahmen an öffentlichen Verkehrsflächen, Beleuchtung im Bereich der Grünflächen oder privater städtischer Flächen muss dagegen aus anderen Mitteln finanziert werden. Aus den politischen Gremien und aus der Bürgerschaft liegen i.d. R. Anträge vor, die einen erheblich höheren Etat beanspruchen. Deshalb werden jährlich Prioritätenlisten aufgestellt, um die vorliegenden Anträge in eine sinnvolle, sachlich begründete Reihenfolge der Umsetzung unter Berücksichtigung des begrenzten Jahresbudgets zu bringen.
Wie im vergangenen Jahr wurden alle neuen Anträge gesichtet, geprüft und zusammen mit den bereits vorliegenden und noch nicht umgesetzten einer Bewertung unterzogen. Wo nötig, wurde eine Ortsbesichtigung vorgenommen. Durch die neue Bewertung ist es zum Teil zu einer Verschiebung der Priorität aus dem Vorjahr gekommen.
Zur Bewertung wurde im September 2011 mit den Fraktionen ein neues Schema entwickelt (s. Anlage 3), das bei der Prioritätenliste 2012 erstmals zur praktischen Anwendung kam.
Die Anträge mit Angabe der Antragsteller und des -datums sowie der Einschätzung des Kreises der Begünstigten sind nach Bezirken und Antragszeitpunkt sortiert (s. Anl. 1). Die Kosten der Einrichtung, die Zuweisung der Wichtungsziffern gem. der o.g. Einordnung und die daraus folgende Bewertung sind in Anlage 2 dargestellt.
Die detaillierte Bewertung wird den Fraktionen mit gesonderter Post zur Verfügung gestellt.
Auf die Ausweisung der Energie- und Unterhaltungskosten wurde verzichtet, da diese etwa proportional zu den Baukosten sind und deshalb keine zusätzlichen Erkenntnisse hinsichtlich der Bewertung bringen. Die zusätzlichen jährlichen Kosten für die zur Umsetzung vorgeschlagenen Beleuchtungsmaßnahmen liegen derzeit noch nicht vor.
Im Jahr 2011 standen einschließlich der aus 2010 übertragenen Mittel 118.607,80 zur Verfügung. Daraus wurden mit einigen unerledigten Aufträgen aus 2010 Maßnahmen mit einem Finanzvolumen von insgesamt 82.437,43 umgesetzt sowie fünf weitere beauftragt.
Für weitere Verbesserungsmaßnahmen sind im Haushaltsentwurf wieder 50.000 vorgesehen
Aus den Ergebnissen der Beschlüsse und Empfehlungen der Bezirksvertretungen fertigt die Verwaltung ggf. eine neue gesamtstädtische Prioritätenliste zur Entscheidung im Mobilitätssausschuss.
Mit dem vorhandenen Budget können aus der Prioritätenliste 2012 die nächsten Beleuchtungsprojekte bis zur Ausschöpfung des bereitgestellten Budgets realisiert werden.
Hinweis:
In die Prioritätenliste sind Anträge nachrichtlich aufgenommen worden, die sich auf öffentliche Grünanlagen beziehen und nicht aus dem vorliegenden Budget finanziert werden können.
Anträge zur Verbesserung der Beleuchtung im Rehmviertel können evtl. in Zusammenhang mit dem Projekt Aachen-Nord durchgeführt werden. Die Frage der Finanzierung ist noch zu prüfen.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen:
Die vorliegende Prioritätenliste umfasst Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von ca. 570.000 .
Im Haushaltsplanentwurf 2012 sind jährliche Mittel in Höhe von 50.000 für die Umsetzung unter PSP-Element 4-120102-903-8, Kostenart 53150000 vorgesehen.
finanzielle Auswirkungen | ||||||
investive Auswirkungen | Ansatz 2012 | fortgeschriebener Ansatz 2012 | Ansatz 20xx ff. | fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamt- bedarf (alt) | Gesamt- bedarf (neu) |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
+ Verbesserung / -Verschlechterung | 0 | 0 | ||||
Deckung ist gegeben / keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben / keine ausreichende Deckung vorhanden | |||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 2012 | fortgeschriebener Ansatz 2012 | Ansatz 20xx ff. | fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folgekosten | Folgekosten |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Personal-/Sachaufwand | 50.000 | 50.000 | 0 | 0 | 50.000 | 50.000 |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Ergebnis | 50.000 | 50.000 | 0 | 0 | 50.000 | 50.000 |
+ Verbesserung / -Verschlechterung | 0 | 0 | ||||
Deckung ist gegeben / keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben / keine ausreichende Deckung vorhanden | |||||
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (3)
Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.
Technische Details
ID: 50800
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=50800
Hauptdokument
Hauptdokument
Vorlage.pdf
Metadaten
- TOP
- Ö 12
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Mobilitätsausschusses
- Gremium
- Mobilitätsausschuss
- Datum
- Do., 26.04.2012
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
- Geändert
- 23.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 23. Februar 2026 um 22:20