26. April 2012 um 17:00, Verwaltungsgebäude Marschiertor
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Radverkehrsanlagen Alleenring,Ausführungsbeschluss

FB 61/0657/WP16 · Entscheidungsvorlage

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Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Für die Verwaltung nimmt Frau Nacken zu der Berichterstattung der Lokalpresse zum Tagesordnungspunkt Stellung. Demnach sei es normal, dass Verbände die Interessen ihrer Mitglieder vertreten würden. Mit dem ADFC werde seit langer Zeit intensiv zusammen gearbeitet. Daher habe es auch zur vorliegenden Planung umfangreiche Gespräche mit überwiegender Übereinstimmung gegeben. Insoweit hätte sie eine unmittelbare Nachfrage durch den ADFC erwartet, anstatt der erfolgten Darstellung unter Einbeziehung der Presse. Schließlich bedeute die nunmehr vorgelegte Planung einen Quantensprung bei der Weiterentwicklung der Radverkehrsanlagen und für die Verkehrssicherheit der Radfahrer.

Für die SPD-Fraktion begrüßt Herr Servos das nunmehr vorliegende Arbeitsergebnis. Am Ende habe es aber auch wegen des Zeitdrucks und der Arbeitsbelastung zu einem Kommunikationsmangel geführt. Er freue sich daher, dass sich die Missverständnisse durch gegenseitiges aufeinander Zugehen gelöst werden konnten. Für die Wilhelmstraße beantrage er für seine Fraktion die Prüfung, inwieweit anstatt der vorgesehenen zwei Einzelrichtungsfahrstreifen, ein überbreiter Fahrstreifen für den Kraftfahrzeugverkehr berücksichtigt werden könnte.

Herr A.Müller von der Fraktion Die Linke weist auf den Unterschied zwischen der professionellen Arbeit der Verwaltung und dem Engagement von Menschen hin, die sich in ihrer Freizeit beteiligen. Die vorliegende Planung stelle einen großen Fortschritt für den Radverkehr dar. Zwar habe er zur Kenntnis genommen, dass in der vorliegenden Planung weniger Bäume als bislang beabsichtigt gefällt werden müssten, doch halte er es nicht für sinnvoll, Bäume zugunsten von Parkständen entfallen zu lassen. In diesem Sinne solle mit der Sparkasse als Käufer des Gebäudes der Landeszentralbank über eine Verlegung der Fahrbahn gesprochen werden.

Auf die Frage des Herrn A. Müller, ob die Herstellung der Parkbuchten in der Hackländerstraße tatsächlich im Rahmen einer radverkehrsbezogenen Maßnahme finanziert würden, antwortet Frau Poth, dass es sich dabei um eine unmittelbare Folgemaßnahme der Einrichtung der Radverkehrsanlagen in der Römerstraße und der aus diesem Grund dort wegfallenden Parkplätze handele. Die Anlegung der Ersatzparkplätze sei eine Bedingung für die Umsetzung der Planung in der Römerstraße gewesen und werde daher in diesem Zusammenhang finanziert.

Da sich auf dem Privatgelände (LZB) ebenfalls Bäume befinden würden, sei eine Verbreiterung der Verkehrsfläche in diesem Bereich nicht sinnvoll. Die Kosten für die Verlagerung der Fließbetonhaltestelle seien aus bautechnischen Gründen überdurchschnittlich hoch.

Für die Fraktion Die Grünen begrüßte Herr Ferrari ausdrücklich die vorliegende Planung. Es sei normal, dass nach dem Planungsbeschluss noch Detailänderungen in der Planung vorgenommen werden müssten.

Frau Breuer von der CDU-Fraktion kritisiert die Presseberichterstattung zum Tagesordnungspunkt. Schließlich sei für die Fassung des Baubeschlusses eine detaillierte Prüfung der Planung erforderlich. Für den Einmündungsbereich Kasinostraße solle die Verwaltung noch eine Variante prüfen, wie der Radverkehr parallel zum Busverkehr geführt werden könnte. Insoweit werde der Beschlussvorschlag erweitert. Die Feststellungen der Verwaltung zur Verkehrsführung in der Wilhelmstraße seien ausreichend. Insoweit könne in diesem Punkt dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt werden.

Für die Verwaltung verweist Frau Poth auf den engen Zeitplan und die Notwendigkeit der abschließenden Behandlung in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte am 09.05.2012, damit bereits in den Sommerferien die notwendigen Baumaßnahmen durchgeführt werden könnten.

Der Vorsitzende, Herr Jahn, schlägt vor, den Beschlussentwurf durch den Vorbehalt der empfehlenden Beschlussfassung der Bezirksvertretung Aachen-Mitte am 09.05.2012 zu ergänzen. Darüber hinaus solle der Prüfauftrag für die Radverkehrsführung im Einmündungsbereich der Kasinostraße/Kurbrunnenstraße in die Beschlussfassung aufgenommen werden.

Zunächst lässt der Vorsitzende über den Beschlussantrag der SPD-Fraktion abstimmen, die Verwaltung mit der Prüfung zu beauftragen, ob die Verkehrsführung in der Wilhelmstraße zugunsten eines überbreiten Fahrstreifens anstatt einer Zweistreifigkeit umgesetzt werden kann.

Dieser Antrag erhält 5 Stimmen (SPD/Die Linke) und wird mehrheitlich ohne Enthaltungen abgelehnt.

Sodann lässt der Vorsitzende über den erweiterten Beschlussvorschlag der Verwaltung abstimmen.

Beschluss

Der Mobilitätsausschuss beschließt die Ausführung der Radverkehrsanlagen im Zuge des Alleenrings vorbehaltlich des Empfehlungsbeschlusses der Bezirksvertretung Aachen-Mitte auf der Grundlage der Pläne 20010_052_L1, L3, L4, L5 und L6. Die Verwaltung wird beauftragt, für die Einmündung der Kasinostraße in die Kurbrunnenstraße eine Variante zu prüfen, bei der der Radverkehr parallel zum Bus geführt wird.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte empfiehlt dem Mobilitätsausschuss die Ausführung der Radverkehrsanlagen im Zuge des Alleenrings auf Grundlage der Pläne 2010_052_L1, L3, L4, L5 und L6.

Der Mobilitätsausschuss beschließtdie Ausführung der Radverkehrsanlagen im Zuge des Alleenrings auf Grundlage der Pläne 2010_052_L1, L3, L4, L5 und L6.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Ausgangslage

Im Juni 2010 wurde der Planungsbeschluss für Radverkehrsanlagen auf dem Alleenring gefasst. Die Verwaltung wurde beauftragt, einen Förderantrag einzureichen.

Die geplanten Schutzstreifen schließen bisher vorhandene Lücken im Netz. Sie sind zusammen mit einem ganzen Spektrum von anderen Maßnahmen wesentliche Voraussetzung zur Beeinflussung des Mobilitätsverhaltens und damit zur Verbesserung der Luftqualität. Sie sind deshalb ein wichtiger Baustein des Luftreinhalteplans Aachen.

Das Prinzip der Schutzstreifen wurde bereits in der Vorlage zum Planungsbeschluss erläutert. Die hier vorgelegte Planung wurde auf der Basis der damals beschlossenen Pläne konkretisiert.

Planung

Im Zuge der Ausführungsplanung wurden einige Modifizierungen vorgenommen, die sich insbesondere aus dem Erhalt von Bäumen und Kosteneinsparungspotentialen ergeben und keine negativen Auswirkungen auf die Verkehrsabwicklung haben (Die entsprechenden Planausschnitte sind synoptisch als Anlage beigefügt). So wurde bei der Überarbeitung der Pläne festgestellt, dass statt der in den Plänen zum Planungsbeschluss 17 zu fällenden Bäume voraussichtlich nur noch 7 für die Umsetzung gefällt werden müssen. Allerdings sind an einzelnen Stellen noch Suchgräben zur Feststellung des Wurzelraums zu erstellen.

Modifiziert wurden die Bereiche:

-Kurbrunnenstraße 24-26 und 44-48

-Einmündung Kasinostraße

-Römerstraße/ Normaluhr

-Dunantstraße

-Zollernstraße/Wilhelmstraße

Von den nach veränderter Planung zu fällenden Bäumen stehen vier in der Teilerinsel Kurbrunnenstraße. Diese wären zu erhalten, wenn eine kostenaufwändige Verschiebung der Busspur auf der Westseite inkauf genommen würde. Ein weiterer Baum muss in der Mittelinsel Junkerstraße entfernt werden. Dazu gibt es planerisch keine Alternative. Allerdings soll auch dort zunächst eine Suchschachtung zur Feststellung der Wurzeln erfolgen.

Hinzu gekommen in der planerischen Darstellung ist der Parkstreifen Hackländerstraße als Ausgleich für entfallenden Parkraum in der Römerstraße. Zur Gewährleistung der Mindestgehwegbreite werden zwei Bäume, die nicht unter die Baumschutzsatzung fallen, entfernt, und durch Neupflanzungen ersetzt.

Die Umsetzung bezieht sich im Wesentlichen auf Änderungen der vorhandenen Markierung. Um die erforderliche Fahrbahnbreite für die Anlage von Schutzstreifen zu erhalten, müssen lediglich an einigen Stellen Bordsteine verschoben werden. Dies ist vor allem in Bereich Normaluhr der Fall. Ein erheblicher Kostenfaktor, der bei der ersten Kostenschätzung nicht berücksichtigt wurde, liegt in der partiell notwendigen Fahrbahnsanierung, ohne die eine neue Markierung nicht dauerhaft halten kann.

Außerdem wurde die Herstellung der Parkplätze in die Hackländerstraße, der Abschnitt der Kurbrunnenstraße zwischen Viadukt und Bachstraße sowie die Zollernstraße bis zur Warmweiherstraße einbezogen.

Finanzierung

Die Kosten für die Einrichtung der Radverkehrsanlagen wurden auf der Basis der Ausführungsplanung mit 600.000€ ermittelt. Im Haushalt 2012 sind beim PSP-Element 5-120102-800-00300-300-1 – „Radverkehrsanlagen“ Mittel in Höhe von 400.000 € sowie eine Ermächtigungsübertragung in Höhe von 138.633€ zur Verfügung. Anzurechnende Zuwendungen sind in Höhe von 280.000 € enthalten.

Weitere Ansatzmittel stehen beim PSP-Element 5-120102-800-00900-300-1 – „Maßnahmen zur Verkehrssicherheit“ in Höhe von 30.000 € sowie einer Ermächtigungsübertragung in Höhe von 171.947 € zur Verfügung.

Auswirkungen

finanzielle Auswirkungen

investive Auswirkungen

Ansatz

2012

fortgeschriebener Ansatz 2012

Ansatz

2013 ff.

fortgeschriebener Ansatz 2013 ff.

Gesamt-

bedarf (alt)

Gesamt-

bedarf (neu)

Einzahlungen

280.000

280.000

0

0

280.000

280.000

Auszahlungen

745.523

745.523

0

0

745.523

745.523

Ergebnis

465.523

465.523

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0

465.523

465.523

+ Verbesserung / -Verschlechterung

0

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Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben / keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2012

fortgeschriebener Ansatz 2012

Ansatz

2013 ff.

fortgeschriebener Ansatz 2013 ff.

Folgekosten
(alt)

Folgekosten
(neu)

Ertrag

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Personal-/Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung / -Verschlechterung

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Deckung ist gegeben / keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben / keine ausreichende Deckung vorhanden

Abstimmungsergebnis

Einstimmig

Weitere Dokumente (9)

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Metadaten

TOP
Ö 4
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Mobilitätsausschusses
Gremium
Mobilitätsausschuss
Datum
Do., 26.04.2012
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 22:20