Sachstandsbericht zur veränderten SperrmüllabholungAntrag der CDU-Fraktion Laurensberg vom 30.01.2012( für die übrigen Bezirke und den Betriebsausschuss Aachener Stadtbetrieb ergeht die Vorlage informativ )
E 18/0083/WP16 · Kenntnisnahme
Beratung
Zum genannten Thema berichtete Herr Lennartz, Aachener Stadtbetriebe, über die im ersten Jahr gesammelten Erfahrungen nach der Einführung der veränderten Sperrmüllabholung und erläuterte, dass durch die Veränderung bedingt keine negativen Erkenntnisse vorliegen.
Ferner wurde dokumentiert, dass hierdurch bei den Stadtbetrieben Kostenersparnisse erzielt wurden, welche unter anderem im Wegfall der Beschaffung eines weiteren Fahrzeuges sowie in der Tatsache begründet sind, dass weniger Einsätze gefahren werden mussten.
Herr Gilson bedankte sich für die gelungene Neuorganisation und die damit verbundene Kostenreduzierung.
Herr Knörzer, Fraktion Grüne, bemängelte, dass durch die Neuorganisation der Sperrgutabfuhr der Recyclinganteil verringert habe, da jetzt keine Möglichkeit mehr bestehe, dass Dinge, welche zur Abfuhr an den Straßenrand gestellt werden, nicht mehr durch Dritte wiederverwertet werden könnten.
Auf die Frage, ob seitens der Stadt nunmehr Erlöse durch die Sperrgutabfuhr durch evtl. Weiterveräußerung erzielt werden könnten, erläuterte Herr Lennartz, dass seitens des E 18 grundsätzlich keine Bedenken gegen private Sperrmüllsammler bestünden; das Problem seien vielmehr die gewerblichen Sammler, welche in der Vergangenheit gezielt die zur Abfuhr bereit gestellten Gegenstände durchwühlten.
Durch die Wiederverwertung erzielt die Stadt Erlöse insbesondere im Bereich der Metallverwertung; eine Quantifizierung konnte nicht dargestellt werden, da dies stark abhängig von jeweiligen Tagespreisen sei.
Weiterhin ist Herr Knörzer der Auffassung, dass die bei der Anmeldung erfolgte Beratung, was zum Sperrgut gehöre und was nicht, zu weit gehe.
Hierzu äußerte Herr Lennartz, dass durch die intensive Beratung des Bürgers weniger Sperrgut zur Abfuhr bereit gestellt werde, da der Bürger im Vorfeld über die diversen anderen Möglichkeiten der Entsorgung und evtl. Wiederverwertung umfassen unterrichtet würde.
Zur Frage eines weiteren Recyclinghofes im Aachener Norden erläuterte Herr Lennartz, dass der Sachstand hierzu demnächst vorgestellt werden wird.
Weitere Wortmeldungen zum Thema wurden durch Herrn Sittardt und Herrn Helmig vorgetragen. Insbesondere das Problem des wilden Abstellens von Sperrgut im Bereich Kullen sowie die Tatsache, dass durch andere Personen Sperrgut zur angemeldeten Abfuhr hinzugestellt werden, sei ein großes Problem.
Das Problem des wilden Abkippens von Müll im Bereich Kullen ist sowohl bei den Aachener Stadtbetrieben als auch im Bezirksamt bekannt; beide Stellen sind bemüht, durch regelmäßige Kontrollfahrten einzudämmen und wild abgelagerten Müll entsprechend zu beseitigen.
Aufgrund der eingeschränkten sozialen Kontrolle ist es jedoch schwierig, das Problem zu beseitigen.
Herr Lennartz wies ergänzend darauf hin, dass die Abfuhrkolonnen grundsätzlich angewiesen sind, auch nicht angemeldeten Sperrmüll an einer Sammelstelle zu entsorgen.
Weitere Wortmeldungen erfolgten nicht.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Die Bezirksvertretungen Aachen
Brand; Eilendorf; Haaren; Kornelimünster-Walheim; Laurensberg und Richterich
der Betriebsausschuss Aachener Stadtbetrieb nehmen die Ausführungen der Betriebsleitung zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Zum 01.01.2011 wurde die Sperrgutsammlung in den Stadtbezirken von einer Straßensammlung mit periodischer Abholung und festen Zeit- und Tourenplänen in eine Abrufsammlung nach Auftrag und vorheriger Anmeldung umgestellt.
Mit dieser Veränderung wurden die nachstehenden Vorteile für die Bürger/innen, das Stadtbild und den Aachener Stadtbetrieb angestrebt:
-bedarfsgerechte Einsatzplanung der zur Verfügung stehenden Ressourcen,
-keine weiteren Investitionen für Fahrzeug und Personal,
-Einsparung von Betriebskosten durch optimierte Tourenplanung,
-stabilisierende Wirkung auf die Abfallgebühren,
-Gleichbehandlung der Antragsteller,
-bedarfsgerechte Terminvergabe,
-individuelle Beratungsmöglichkeiten,
-verursachungsgerechte Sperrgutnachsorge,
-Verbesserung der Situation an den bekannten Brennpunkten der Großwohnanlagen,
-Erschwerung einer organisierten Sperrgutberaubung.
Aufgrund der zwischenzeitlich gemachten Erfahrungen, kommt der Aachener Stadtbetrieb zu der Feststellung, dass sich die Systemumstellung bei der Sperrgutsammlung in den Stadtbezirken vollständig bewährt hat und sich die angestrebten Vorteile umfassend eingestellt haben.
So konnte durch die Entwicklung der Sperrguttermine und deren Planbarkeit ein bedarfsgerechter Einsatz der vorhandenen Ressourcen erreicht werden. Hierdurch konnten Mehrkosten von rund 232.000, Euro für die Beschaffung eines weiteren Sperrgutfahrzeuges sowie die Neueinstellung von drei weiteren Mitarbeitern vermieden werden.
Durch eine optimierte Tourenplanung konnte die Gesamtfahrleistung der Sperrgutflotte um rund 5.000 km reduziert und dadurch entsprechende Betriebskosten eingespart werden.
Die Gesamtkosten für die Sperrgutentsorgung im gesamten Stadtgebiet konnten von ehemals 3,4 Mio. Euro im Jahr 2008 (letztes Jahr der Fremdvergabe) über 2,7 Mio. Euro im Jahr 2010 auf nunmehr rund 2,6 Mio. Euro im Jahr 2011 weiterhin reduziert werden, was wiederum eine stabilisierende Wirkung auf die Abfallgebühren mit sich gebracht hat.
Die im Vorfeld befürchtete Zunahme von wilden Müllstellen in den Stadtbezirken hat sich durch die Systemumstellung nicht eingestellt. Auch hier konnte eine Kostenreduzierung von 45.000, Euro im Jahr 2010 auf 39.000, Euro im Jahr 2011 erreicht werden.
Weiterhin konnte festgestellt werden, dass sich durch die Möglichkeit einer bedarfsgerechten Terminvergabe mit einhergehender individueller Beratung die Werthaltigkeit des eingesammelten Sperrgutes erhöht hat und die nicht zum Sperrgut gehörenden Fraktionen anderweitiger Entsorgungswege zugeführt wurden.
Hierzu zählen auch eine verstärkte Inanspruchnahme des Recyclinghofes in der Kellershaustrasse zur Abgabe von einzelnen Sperrgutteilen sowie die Eindämmung der quasi gewerbsmäßig erfolgten Sperrgutberaubung.
Ebenso konnte durch eine intensivierte Kundenbetreuung bei Großwohnanlagen und angepassten Entsorgungsangebote eine Verbesserung der dortigen Situation erreicht werden.
Weitere Dokumente (1)
Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.
Technische Details
ID: 50814
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=50814
Hauptdokument
Hauptdokument
Vorlage.pdf
Metadaten
- TOP
- Ö 5
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg
- Gremium
- Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg
- Datum
- Mi., 09.05.2012
- Uhrzeit
- 17:30
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- E 18 - Aachener Stadtbetrieb
- Geändert
- 23.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 23. Februar 2026 um 22:26