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Bericht zur kommunalen Pflegeplanung der StädteRegion Aachen – Fortschreibung 2011 -

FB 50/0186/WP16 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Unabhängig von der Zuständigkeit der Stadt Aachen oder der StädtRegion Aachen bittet Frau Schulz darum, dass die von der Stadtverwaltung Aachen in der Vorlage vorgetragenen Aspekte künftig in den Bericht zur Kommunalen Pflegeplanung eingearbeitet werden.

Herr Xhonneux entgegnet, dass eine Aufnahme der zusätzlichen kommunalen Aufgaben grundsätzlich möglich ist. Im Rahmen der Gleichbehandlung müsste das dann für alle städteregionsangehörigen Kommunen geschehen. Da hierzu entsprechende Ausführungen im Kompendium: Der demographische Wandel in der StädteRegion Aachen – Teilbericht 60 plus – Ältere Generation in der StädteRegion Aachen enthalten sind, hat man sich in der StädteRegion gegen eine zusätzliche Aufnahme im Bericht zur Kommunalen Pflegeplanung entschieden.

Frau Wilms bekräftigt das Anliegen von Frau Schulz und weist darauf hin, dass innerhalb der StädteRegion Aachen die Stadt Aachen gegenüber den anderen Kommunen gesonderte Voraussetzungen hat, die in dem Bericht dargestellt werden sollten.

Herr Deumens stellt in Frage, dass eine Ökonomisierung des Pflegebereichs durch Einrichtung von Pflegeketten sinnvoll ist. Darüber hinaus bekräftigt er die Aussage der Stadtverwaltung Aachen in ihrem Schreiben vom 25.01.2012, das eine effektive Pflegeplanung für die Stadt Aachen nur dann möglich ist, wenn Daten auch aufgeschlüsselt nach kleineren Lebensräumen betrachtet werden.

Beschluss

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis. Er bittet die Verwaltung der StädteRegion Aachen die speziellen Einrichtungen der Städte und Gemeinden der StädteRegion im Bericht zur Kommunalen Pflegeplanung aufzuführen.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Das Amt für soziale Angelegenheiten der StädteRegion Aachen hat im November 2011 den Entwurf zum „Bericht zur Kommunalen Pflegeplanung, StädteRegion Aachen, Fortschreibung 2011“ (Anlage 1) vorgelegt.

Mit Schreiben vom 05.01.2012 wurden die Städte und Gemeinden der Städteregion gebeten, dazu Stellung zu nehmen. Die Stadt Aachen ist diesem Wunsch mit Schreiben vom 25.01.2012 nachgekommen (Anlage 2).

Am 28.02.2012 wurde der Bericht in der Pflegekonferenz der StädteRegion vorgestellt. In der Darstellung der flankierenden Elemente in den einzelnen Kommunen wurde der vorpflegerische Bereich bezogen auf die Stadt Aachen nur grob dargestellt. Insbesondere fehlt ein Hinweis auf die vielfältigen Aktivitäten der Leitstelle „Älter werden in Aachen“. Diese werden deshalb im Folgenden beschrieben.

1. Seniorentelefon

Das Seniorentelefon informiert und berät ältere Menschen und deren Angehörige über alle Fragen

rund um das „Älter werden In Aachen“. Insbesondere dem vorpflegerischen Bereich kommt hierbei

ein hoher Stellenwert zu. So wurden im Jahr 2011 ca. 1.800 Anfragen im vorpflegerischen

Bereich beantwortet. Davon entfielen ca. 1.200 Anfragen auf den Bereich häuslicher Versorgung,

ca. 300 auf die Bereiche Mobilität, Freizeit und Ehrenamt, sowie 300 auf das Thema Wohnen. Die

Beratung im vorpflegerischen Bereich hat einen hohen präventiven Charakter, da durch eine frühe

und umfassende Beratung, Pflegebedürftigkeit gemildert oder unter Umständen ganz verhindert

werden kann.

2. Wohnungstausch

Im Aufgabengebiet Wohnungstausch / Wohnungssuche erhalten ältere Mitbürger Unterstützung bei

der Suche nach „altengerechten“ bzw. „barrierefreien“ Wohnungen. Die Hilfe beinhaltet sowohl die

Suche nach entsprechendem Wohnraum als auch die Unterstützung bei der Vorbereitung und

Durchführung des Umzugs.

Seit Gründung des Sachgebietes (1997) haben über 2000 Ratsuchende die Beratung in

Anspruch genommen. Aktuell sind etwa 600 ältere Menschen wohnungssuchend gemeldet. Dies

zeigt densteigenden Bedarf an „altengerechtem“ Wohnraum.

Im Jahr 2011 haben 175 Senioren/Seniorinnen erstmals im Sachgebiet vorgesprochen. In 32 Fällen

erfolgteein Umzug in eine andere Wohnung. Vor allem für Personen, die aufgrund vonMobilitäts-

einschränkungen auf einenRollator oder einen Rollstuhl angewiesen sind, übersteigt die

Nachfrage deutlich das Angebot.

3. Integration von älteren Migrantinnen und Migranten in zwei Begegnungszentren

In den beiden Begegnungszentren der Arbeiterwohlfahrt Ortsverein Aachen Nord und Ortsverein

Ost, werden türkische Besucherinnen und Besucher durch eine Mitarbeiterin der Leitstelle „Älter

werden in Aachen“ muttersprachlich begleitet. Durch diese Begleitung werden Migrantinnen und

Migranten zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben aktiviert. Hier wird kleinräumig Inklusion

und Integration beispielhaft praktiziert.

4. Öffentlichkeitsarbeit

Die Broschüre „Einrichtungen der Altenarbeit in Aachen“ erfreut sich schon seit vielen Jahren

großer Beliebtheit bei älteren Menschen, ihren Angehörigen und bei Institutionen. Sie gibt einen

Überblick über die vielfältigen Einrichtungen und Dienstleistungen rund um das Thema Alter.

5. Begleitung des Projektes „Brand für Alle“

Für die Leitstelle „Älter werden in Aachen“ stellt die Stabsstelle Sozialplanung den Vertreter der

Kommune beim Modellprojekt „Brand für alle“. „Brand für alle“ ist eines von elf Modellprojekten im

Rahmen der „Qualitätsinitiative gemeinwesenorientierte Seniorenarbeit“ in Nordrhein-Westfalen.

Modellcharakter und Herzstück ist die sogenannte TRIAS, bestehend aus der hauptamtlichen

Projektleitung, einem Vertreter des Ehrenamtes sowie einem Vertreter der Kommune. Die

Teilnehmer der TRIAS werden gemeinsam zu Qualitätsbegleitern für die gemeinwesenorientierte

Seniorenarbeit und Altersbildung geschult. Sie arbeiten gemeinsam auf Augenhöhe im Projekt. Das

Kernziel der Qualifikation ist es die Kooperation und das vernetzte Arbeiten von hautamtlichen

Mitarbeitern und freiwillig Engagierten der offenen Altenarbeit und den zuständigen Mitarbeitern der

Kommune unter Beachtung der jeweiligen Sichtweise zu fördern.

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Technische Details

Hauptdokument

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Metadaten

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Ö 6
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie
Gremium
Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
Datum
Do., 26.04.2012
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
Fachbereich Soziales und Integration
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 22:19