8. Mai 2012 um 17:00, Verwaltungsgeb. Mozartstraße Zi.207
TOP 16Öffentlich

1. Quartalsbericht HzE/Eingliederungshilfen 2012

FB 51/0169/WP16 · Kenntnisnahme

1. Bericht über die Fallzahlen- und Kostenentwicklung im Bereich der Hilfen zur Erziehung und Maßnahmen nach § 35a SGB VIII für das Haushaltsjahr 2012 (01.01.-31.03.2012)

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Frau Wilms stellt dar, daß bis auf 2 alle Sozialarbeiterstellen im ASD-Bereich besetzt sind.

Der fortgeschriebene Ansatz 2012 bei den finanziellen Auswirkungen muß um 125.000 € auf 32.950.000 € nach oben korrigiert werden.

Herr Paul regt weiterhin an, das Problem jugendlicher Wanderer in Städten mit ähnlicher Grenzlage Aachens durch den Fachbereich ermitteln zu lassen.

Ein bundesweiter Vergleich der Kosten der Hilfen zur Erziehung führt zu einem durchschnittlichen Anstieg von 6 %, wie Herr Küpper angibt. Die Tarifbindung der Maßnahmeträger führt respektive der letzten Abschlüsse im TVÖD dazu, dass Einsparungspotentiale weiter schrumpfen.

Herr Künzer wünscht sich einen Vergleich der Rahmenbedingungen (Personal, EDV etc.) mit anderen Kommunen.

Beschluss

Der Kinder- und Jugendausschuss nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Kinder- und Jugendausschuss nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:

  1. Voraussichtliche Ausgabenentwicklung in 2012

Die Verwaltung hat die beigefügten dezidierten Anlagen zu der Fallzahlen- und Kostenentwicklung erstellt.

Die Vormerkungssumme beträgt zum 2.4.2012 für das gesamte Jahr 2012 insgesamt rd. 34,8 Mio €.

Ausgehend von der gleichen Realisierungsquote wie in den Vorjahren mit 95 % ergibt sich daraus eine Kostensumme von rd. 33 Mio € im Vergleich zu den eingeplanten Haushaltsmitteln in Höhe von insgesamt 32.825.900 €.

  1. Ursachen der Ausgabenentwicklung

Wie bereits im 4. Quartalsbericht 2011 dargelegt, wurden insgesamt 129 Hilfen zur Erziehung/Eingliederungshilfefälle mehr als im Vorjahr kostenpflichtig bearbeitet. Dies bedeutet im Verhältnis zu 2009 eine weitere Steigerung der Inanspruchnahme von Hilfen.

2009  2010 = ein Plus von 119 Fällen

2010  2011 = ein Plus von 129 Fällen

Die Meldungen im Bereich der Kindeswohlgefährdungen sind auch 2011 in Folge auf einem hohen Niveau von 933.

Wie bereits im vergangenen Jahr zeichnet sich auch im 1. Quartal von 2012 der enorme Anstieg von Inobhutnahmen als Schutzmaßnahme und sich daraus ergebenden Hilfen zur Erziehung für Kinder und Jugendliche ab.

In diesem Zusammenhang ist die hohe Zahl unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge weiterhin auf einem hohen Niveau. Derzeit werden 77 Hilfen zur Erziehung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge geleistet. Vor dem Hintergrund dieser hohen Zahl sind die adäquaten Unterbringungsmöglichkeiten innerhalb der Stadt Aachen aber auch innerhalb der Städteregion Aachen an Grenzen gestoßen. Seit einigen Monaten wird in Verbindung mit Freien Trägern an alternativen Unterbringungsformen gearbeitet.

Bezüglich des Projektes "Kurve kriegen" wird konkret aus der Stadt Aachen ein Fall betreut und finanziert. Drei weitere potentielle Fälle wurden jedoch durch fehlende Mitarbeitsbereitschaft der Eltern nicht realisiert. Insgesamt zeichnet sich das Projekt durch hohen Bürokratieaufwand/hohe Einstiegsvoraussetzungen an die Familien aus; in den nächsten Wochen wollen die beteiligten Institutionen durch selbstkritische Hinterfragung Alternativwege entwickeln. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.

  1. Personal- und Raumsituation der Sozialraumteams

Zum 01.05.2012 werden von den insgesamt 59 Sozialarbeiterplanstellen bis auf zwei Vollzeitstellen alle besetzt sein.

Zzt. läuft erneut ein arbeitsintensives Qualifizierungs- und Einarbeitungskonzept für alle neuen Mitarbeiter, aber auch Schulungen für die erfahrenen Mitarbeiter in Bezug auf Hilfeplanverfahren sind terminiert und werden durchgeführt.

Aller Voraussicht nach werden alle Sozialraumteams bis zum Sommer 2012 wie folgt verortet sein:

  • Das Sozialraumteam 1 verbleibt in der Passstraße.
  • Das Sozialraumteam 2 hat seinen Standort in der Nadelfabrik, Reichsweg, bezogen.
  • Das Sozialraumteam 3 wird aller Voraussicht nach im Herbst 2012 in der Bezirksverwaltungsstelle komplett verortet.
  • Das Sozialraumteam 4 verzieht bis Mitte Juli 2012 in die Habsburgerallee.
  • Das Sozialraumteam 5 verzieht Ende Juni/Anfang Juli in die Stephanstraße.
  • Das Sozialraumteam 6 bezieht die in der 3. Etage liegenden Räume im Verwaltungsgebäude Lagerhausstraße.
  • Das Sozialraumteam 7 verzieht in die hergerichteten Räume Barbarastraße.

Ab Ende 3. Quartal 2012 wird nach derzeitiger Planung mit der Einführung der neuen Fachsoftware in den Sozialraumteams begonnen.

  1. Schlussfolgerung

Neben der Beobachtung der weiteren Entwicklung gerade im Bereich der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge wird davon ausgegangen, dass durch den erfolgten Personalausbau und die damit verbundene veränderte Raumsituation positive Effekte im Bereich der Hilfen zur Erziehung/Eingliederungshilfen durch die Durchführung engmaschiger Hilfeplanung, aber auch Schaffung von Netzwerken im präventiven Bereich im Sinne des Bundeskinderschutzgesetzes, angestoßen werden.

Auswirkungen

finanziellen Auswirkungen

investive Auswirkungen

Ansatz

2011

fortgeschriebener Ansatz 2011

Ansatz

20xx ff.

fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt-

bedarf (alt)

Gesamt-

bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung / -Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben / keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben / keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2012

fortgeschriebener Ansatz 2012

Ansatz

2013 ff.

fortgeschriebener Ansatz 2013 ff.

Folgekosten
(alt)

Folgekosten
(neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/Sachaufwand

32.950.900

32.950.900

99.968.700

99.968.700

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung / -Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben /

Deckung ist gegeben

Abstimmungsergebnis

Zustimmung: Ablehnung: Enthaltung: einstimmig

Weitere Dokumente (5)

HzE1.Qu2012Anlage1
451.9 KB · PDF
HzE1.Qu2012Anlage2
38.9 KB · PDF
HzE1.Qu2012Anlage3
41.6 KB · PDF
HzE1.Qu2012Anlage3a
34.3 KB · PDF
HzE1.Qu2012Anlage3b
35.5 KB · PDF

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Technische Details

Hauptdokument

Hauptdokument

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Betroffene Straßen

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Metadaten

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Ö 16
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses
Gremium
Kinder- und Jugendausschuss
Datum
Di., 08.05.2012
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 45 - Fachbereich Kinder, Jugend und Schule
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 22:22