Entwurf des ersten regionalen Bildungsberichtes
FB 40/0124/WP16 · Kenntnisnahme
Entwurf des ersten städteregionalen Bildungsberichtes
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Herr Rombey führt mit der Information ein, dass der städteregionale Bildungsbericht nach dem Vorbild anderer Großstädte (z.B. München, Köln, Dortmund) initiiert wurde. Er stellt eine Dienstleistung an die Kommunen der Städtetregion dar. Herr Dr. Derich und Herr Müller vom städteregionalen Bildungsbüro stellen den Beteiligungsprozess und die Funktion des Bildungsbüros in diesem Verfahren vor.
Die Bereiche Jugendhilfe und Weiterbildung konnte nicht mit in den Bildungsbericht fließen. Weitere Erläuterungen erfolgen anhand des Beispielkapitels D1. Danach liegt die Quote der an der OGS beteiligten Grundschulen in Aachen bei 85,4 %, der Anteil der Übergänge zu Gymnasien bei über 50 % (Schuljahr 2005/2006 bei knapp 49 %). An den Hauptschulen sind deutliche Schülerrückgänge zu verzeichnen. Im Schuljahr 2008/2009 lag der Anteil der Schulabsolventen mit Allgemeiner Hochschulreife bei 43 % und ist damit innerhalb von 4 Jahren um knapp 7 % gestiegen. Frau Münich ergänzt, dass die OGS-Versorgungsquote gemessen an allen Schülern in Aachen bei 70 % liegt.
Herr Rohé verbindet seinen Dank an das Bildungsbüro mit der Bitte, im nächsten Bildungsbericht stärker auf die Sozialselektivität des deutschen Bildungssystems einzugehen. Auf der Gewinnerseite stehen dabei deutsche Mädchen, Verlierer sind männliche Migranten. Interessant sei nach wie vor die Frage, wie sich soziale Herkunft auf Bildung auswirke. Die anderen Fraktionen bewerten den Bericht positiv und sehen darin eine gute Grundlage, zukünftige Planungen im Bildungsbereich zu unterstützen.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Kinder- und Jugendausschuss nimmt die Ausführungen des Bildungsbüros und den Entwurf des ersten städteregionalen Bildungsberichtszustimmend zur Kenntnis.
Der Schulausschuss nimmt die Ausführungen des Bildungsbüros und den Entwurf des ersten städteregionalen Bildungsberichts zustimmend zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Zur Ausgangslage
Die Teilnahme der StädteRegion Aachen am Bundesprogramm Lernen vor Ort bot für die StädteRegion Aachen erstmalig die Möglichkeit, ein Bildungsmonitoring zu entwickeln. Der Aufbau eines nachhaltigen Bildungsmonitorings ist ein wesentlicher Bestandteil des Programms Lernen vor Ort und liefert wichtiges Steuerungswissen für ein regionales Bildungsmanagement. Bildungsmonitoring, synonym auch Bildungsberichterstattung genannt, dient der dauerhaften datengestützten Beobachtung der städteregionalen Bildungslandschaft und soll Grundlagen für politische Entscheidungen zur Verbesserung des Bildungswesens bieten. Ein bildungsbezogenes Berichtswesen auf städteregionaler Ebene war zu Beginn des Programms noch nicht gegeben. Es galt also, beim Aufbau eines städteregionalen Bildungsmonitorings Neuland zu betreten. Eingebettet in das Programm Lernen vor Ort wurde dieser Prozess mithilfe der wissenschaftlichen Begleitung durch das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), der Dienstleistungen von Information und Technik (IT NRW) und des Austauschs mit den Fachkollegen der übrigen am Programm teilnehmenden Kommunen vielfältig unterstützt.
Ziel des Bildungsberichtes
Als erstes Produkt der Arbeit im Bildungsmonitoring liegt nun der Entwurf eines städteregionalen Bildungsberichts vor: Er richtet sich an Akteure aus Politik und Verwaltung sowie Fachleute aus dem Bildungswesen und nicht zuletzt an alle interessierten Bürger. Er beschreibt indikatorengestützt den Ist-Zustand der städteregionalen Bildungslandschaft, von ihren Ausgangsbedingungen bis hin zu den Ergebnissen von Bildungsprozessen. Er bietet einen Gesamtüberblick zu Bildungsangeboten, -strukturen und -ergebnissen für mehrere Bildungsbereiche über administrative Zuständigkeitsbereiche hinweg. Zudem stellt der Bericht die wichtigsten Entwicklungen aus dem Bildungsgeschehen im Zeitverlauf dar. So lassen sich Erkenntnisse darüber gewinnen, wie sich die Bildungsteilnahme in unterschiedlichen Bildungseinrichtungen und bereichen gewandelt hat.
Als objektive Informationsgrundlage ist ein Bildungsbericht im besten Sinne eine erste Bestandsaufnahme. Er gibt keine Handlungsempfehlungen. Diese müssen in einem sich anschließenden städteregionsweiten Diskussionsprozess unter Beteiligung aller relevanten Akteure erst noch erarbeitet werden. Der Bericht möchte für künftige bildungspolitische Diskussionen eine fundierte Informationsgrundlage bereitstellen.
Die Strukturen im Bildungsmonitoring der StädteRegion Aachen
Um das Bildungsmonitoring auf eine städteregionale Basis zu stellen, wurde die Entwicklungswerkstatt Bildungsmonitoring ins Leben gerufen. Den Auftakt bildete eine Information aller kommunalen Verwaltungsspitzen über das Programm Lernen vor Ort mit dem Handlungsfeld Bildungsmonitoring. Daraufhin wurden aus allen städteregionsangehörigen Kommunen Vertreter in die Entwicklungswerkstatt Bildungsmonitoring delegiert. Kennzeichnend für den städteregionalen Prozess der Bildungsberichterstattung ist, dass die städteregionsangehörigen Kommunen von Anfang an einbezogen waren und den Prozess mitgestalten konnten.
Berichtsinhalt:
In diesem ersten städteregionalen Bildungsbericht sind folgende Bildungsbereiche ausgewählt worden:
?Frühkindliche Bildung
?Allgemeinbildende Schulen im Primarbereich,
?Allgemeinbildende Schulen im Sekundarbereich
?Sonderpädagogischer Förderbedarf
?Schulsozialarbeit
?Berufsbildende Schulen
?Hochschulen
In einem auf Dauer angelegten Prozess hat die Entwicklungswerkstatt Bildungsmonitoring fortschreibbare Bildungsindikatoren als Basis des ersten städteregionalen Bildungsberichts ausgewählt. Diese Bildungsindikatoren sind Kennzahlen oder Kennzahlenkombinationen (z.B. Quoten), die entlang des Lernlebenslaufs Informationen zur Steuerung des Bildungswesens vor Ort liefern. Die Auswahl der Indikatoren richtet sich dabei sowohl nach dem Informationsbedarf der Kommunen als auch nach der Datenverfügbarkeit. Der Bildungsbericht erfasst Herausragendes und Herausforderungen bisheriger Entwicklungen in den verschiedenen Bildungsbereichen. Er gibt erste Hinweise auf Handlungsbedarfe und liefert Ansatzpunkte für die zielgerichtete weitere Verbesserung der Bildungsqualität.
Der Lenkungskreis der Bildungsregion Aachen und des Programms Lernen vor Ort hat am 23.04.12 den Entwurf des ersten Bildungsberichts der StädteRegion Aachen beraten und dazu folgendes beschlossen:
1.Der Bildungsbericht wird als erste Bestandsaufnahme des Bildungswesens in der StädteRegion zustimmend zur Kenntnis genommen
2.Der Lenkungskreis begrüßt die Mitarbeit der Jugendhilfe- und Schulträger verbunden mit der Bitte um weitere personelle Unterstützung in der Entwicklungswerkstatt Bildungsmonitoring
3.Der Lenkungskreis beauftragt die Entwicklungswerkstatt die vorliegende Bestandsaufnahme fortzuschreiben und im Sinne einer Profilierung der BildungsRegion weiter zu entwickeln
4.In der zweiten Hälfte 2012 soll eine öffentliche Veranstaltung zu ersten Erkenntnissen der Bildungsberichterstattung durchgeführt und von der Entwicklungswerkstatt vorbereitet werden
5.Die Entwicklungswerkstatt soll für die städteregionale Profilierung der Bildungsregion weitere Grundlagen zur Fortschreibung insbesondere in den Bereichen der Weiterbildung und der außerschulischen Jugendbildung erarbeiten und in den Lenkungskreis einbringen
In dieser Sitzung beschloss der Lenkungskreis, den Fachausschüssen der zehn städteregionsangehörigen Kommunen den Entwurf des Bildungsberichts zur Kenntnis zu geben. Im Sommer 2012 soll der Bildungsbericht veröffentlicht werden.
Ausblick
Dieser erste Bildungsbericht beansprucht nicht, die gesamte Breite des Bildungsgeschehens in der StädteRegion Aachen wiederzugeben. Es wurden nicht alle Bildungsbereiche entlang des Lebenslaufes aufgenommen und behandelt, sondern eine Auswahl von Bildungsthemen getroffen, die mit den verfügbaren zeitlichen und personellen Ressourcen noch bewältigt werden konnte. In einer Fortschreibung des Berichtes oder vertiefenden Schwerpunktberichten wird künftig auf weitere Bildungsbereiche einzugehen sein. Die nachfolgende Bildungsberichterstattung kann sich zum Beispiel der beruflichen Ausbildung, der beruflichen Weiterbildung und Nachqualifizierung, der Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit, der allgemeinen Weiterbildung oder dem informellen Lernen widmen.
Auswirkungen
Keine finanzielle Auswirkungen | ||||||
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | ||||
Deckung ist gegeben/ keine ausrechende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausrechende Deckung vorhanden | |||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff. | Folgekos-ten (alt) | Folgekos-ten (neu) |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | ||||
Deckung ist gegeben/ keine ausrechende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausrechende Deckung vorhanden | |||||
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (1)
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Technische Details
ID: 51085
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=51085
Hauptdokument
Hauptdokument
Vorlage.pdf
Metadaten
- TOP
- Ö 4
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Schulausschusses
- Gremium
- Schulausschuss
- Datum
- Do., 10.05.2012
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- Schule
- Geändert
- 23.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 23. Februar 2026 um 22:27