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Trierer Straße, Am Brander Berg, Einrichtung einer stationären GeschwindigkeitsüberwachungsanlageAntrag der CDU-Bezirksfraktion Aachen-Brand vom 07.12.2011

FB 61/0670/WP16 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Auf die Verwaltungsvorlage wird verwiesen.

Ratsherr Tillmanns von der CDU-BF will die Aussage der Fachverwaltung nicht nachvollziehen. Er beantragt deshalb weiterhin die Aufstellung einer stationären Geschwindigkeitsüberwachungsanlage an dieser Stelle, um die Sicherheit zu gewährleisten und die Verwaltung zu beauftragen, hier Möglichkeiten zu entwickeln.

Herr Blum von der FDP-BF kann aus Erfahrung berichten, dass das Fahrverhalten der Pkw-Fahrer tagsüber äußerst moderat ist, dennoch muss das Unfallgeschehen beachtet werden. Die Geschwindigkeitsbegrenzung mit 70 km/h an dieser Stelle hält er für angepasst, dennoch sollten Kontrollen an dieser Stelle stattfinden.

Herr Hellmann von der SPD-BF erinnert nochmals an den schweren Verkehrsunfall vom vorigen Jahr an dieser Stelle. Es gibt immer wieder Menschen, die die Geschwindigkeit überschätzen. Seinen Beobachtungen zufolge wird dort nicht gerast, was durch die umfangreichen Messungen des Fachbereichs in der Vorlage bestätigt wird. Die SPD-BF ist der Meinung, dass auf diese Anlage verzichtet werden kann.

Frau Prolingheuer-Griese von der Grünen-BF findet eine Geschwindigkeit von 70 km/h auf dem genannten Stück der Trierer Straße überhöht und plädiert für eine Begrenzung auf 50 km/h sowie regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen. Im weiteren Verlauf der Straße befindet sich eine Bushaltestelle, Kinder spielen dort und ein Stück weiter geht der Abzweig nach Krauthausen ab, wo grundsätzlich rechts überholt wird.

Ratsherr Tillmanns von der CDU-BF ergänzt seinen Vortrag dahingehend, dass man zwar die Menschen, die stets mit überhöhter Geschwindigkeit fahren nicht immer aufhalten kann, aber den Pkw-Fahrer, der kurz mal Gas gibt, mit einem Starenkasten ausbremsen kann. Das Umfeld reagiert sensibel auf Starenkästen.

Ratsfrau Lürken von der CDU-BF schlägt vor, regelmäßig Messungen durchzuführen und über die Ergebnisse zu berichten.

Bezirksbürgermeister Henn nimmt die Vorschläge auf und formuliert folgenden

Beschluss

Beschluss (einstimmig) Die Bezirksvertretung Aachen-Brand nimmt die Ausführungen der Verwaltung zwar zur Kenntnis, beauftragt sie aber weitere Messungen im Sommer und auch zu Tages- und Nachtzeiten durchzuführen, da sie mit dem Bericht der Verwaltung in Teilen nicht einverstanden ist. Anschließend sind die Ergebnisse erneut in der Bezirksvertretung Brand mit Möglichkeiten zur weiteren Sicherheit vorzustellen.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung nimmt die Ausführungen der Verwaltung zu Kenntnis, wonach das Geschwindigkeitsverhalten in der angesprochenen Kurve der Trierer Straße äußerst moderat ist.

Die Voraussetzungen für eine stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlage liegen nach Beschluss der Unfallkommission an dieser Stelle somit nicht vor.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Die Untersuchung der Erkenntnisse aus dem besonders tragischen Verkehrsunfall am 19.11.2011 mit insgesamt 5 Toten haben ergeben, dass die Örtlichkeit des Unfalls eher zufällig auf der Trierer Straße im Brander Berg lag und aufgrund des unangepassten Verkehrsverhaltens des Verursachers auch an jeder anderen Stelle unter Gegenverkehr hätte passieren können. Die Auswertung der Unfalldaten der letzten Jahre haben für diese Kurve keine Unfallhäufigkeit ergeben. In diesem Straßenstück gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 70 km/h sowie ein Überholverbot mit Ausnahme von landwirtschaftlichen Fahrzeugen.

Unter Beachtung dieser Verkehrsbeschränkungen ist ein sicherer Begegnungsverkehr gewährleistet und wird von über 10.000 Kraftfahrern pro Tag auch so vollzogen.

Bei einer Geschwindigkeitserfassung vom 21.03.2012, 10.00 Uhr bis 28.03.2012, 08.00 Uhr mit einem unscheinbaren und damit das Fahrverhalten nicht beeinflussenden Erfassungsgerät wurde die Geschwindigkeit von insgesamt 95.907 Kfz in beiden Fahrtrichtungen erfasst. Von diesen Kraftfahrzeugen fuhren lediglich 0,83% im ahndungsfähigen Bereich von über 80 km/h. Nur 143 Kfz = 0,14% aller verdeckt gemessenen Fahrzeuge fuhren schneller als 90 km/h. Gemessen an der hohen Verkehrsbelastung und an dem Umstand, dass auch Nachtfahrer und Disco-Heimkehrer über den Zeitraum einer ganzen Woche bei dieser Messung erfasst wurden, ist dies ein sehr erfreuliches Messergebnis. An vielen anderen Dauermessstellen liegen die Prozentzahlen der ahndungsfähigen Verkehrsverstöße (über 10 km/h Überschreitungen) ein Mehrfaches höher als auf der Trierer Straße im Brander Berg.

Anhand dieser Messergebnisse relativieren sich auch die Beschwerden der Anwohner des Brander Berges, wonach die Autofahrer schon vor dem Ortsausgang Brand unangemessen beschleunigen würden. Die Mittelinsel und die dabei eingeengten Fahrstreifenbreiten haben sicherlich einen spürbaren Anteil auf das Geschwindigkeitsverhalten im Brander Berg erzielt.

Aus den vorgenannten Erkenntnissen heraus hat die aus Vertretern der Polizei, der Bezirksregierung, der Straßenbaubehörde und der Verkehrsplanung sich zusammensetzende Unfallkommission für die Stadt Aachen, unter Leitung der Straßenverkehrsbehörde, den Beschluss getroffen, dass die Voraussetzungen für die Einrichtung einer stationären Geschwindigkeitsüberwachungsanlage an dieser Stelle nicht vorliegen.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen:

keine

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Technische Details

Hauptdokument

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Betroffene Straßen

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Metadaten

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Ö 8
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Brand
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Brand
Datum
Mi., 16.05.2012
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 22:29