Neu- und Ausbau der Radroute im Zuge der ehemaligen Bahntrasse Aachen-Jülich
FB 61/0686/WP16 · Kenntnisnahme
Beratung
Herr Philippengracht stellt als Leiter des Straßenbauamtes der Städteregion Aachen in groben Zügen die Einrichtung der Radroute Aachen - Jülich vor. Nach Stilllegung der Bahntrasse in den 80er Jahren habe es bereits 1985 Überlegungen zur Einrichtung eines durchgehenden Radweges gegeben. Im Jahr 2006 habe dann der Kreistag einen konkreten Prüfauftrag erteilt. Zwischenzeitlich sei vom Planungsbüro Kaulen eine Potenzialanalyse und eine Machbarkeitsstudie erstellt worden. Der Städteregionstag habe zuletzt im Dezember 2010 gefordert, das Projekt weiter voranzubringen.
Für das Planungsbüro geht Herr Reintjes auf die Rahmenbedingungen für das Projekt ein. Wegen der steigenden Bedeutung des Radverkehrs insgesamt sei es sinnvoll, potenzielle Zielpunkte für die alltägliche Nutzung zu erschließen. Berücksichtigt werden müssten entsprechende Anforderungen an ein modernes Radverkehrsnetz. Hierbei könne man sich beispielsweise an den Radschnellwegen der Niederlande orientieren. Außerdem müsse die Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln ermöglicht werden. In Bezug auf die Linienführung bestünden bereits Teilstücke, die in einem ersten Schritt miteinander verbunden werden müssten. In einem zweiten Schritt solle ein Maßnahmenkonzept erstellt werden, das lineare Netzlückenschlüsse ermögliche. Im nächsten Schritt müssten weitere punktuelle Netzlückenschlüsse erfolgen. Im Aachener Stadtgebiet sei eine fahrradfreundliche Gestaltung des Grünen Wegs durch die Markierung von Schutzstreifen erforderlich. Von dort ausgehend solle eine Knotenquerung am Prager Ring eingerichtet werden. Im weiteren Verlauf könne dann der Ausbau in Richtung Verlautenheide erfolgen. Außerdem müsse eine entsprechende Beschilderung des Radverkehrsnetzes ergänzt werden. Im Jahr 2009 sei ein Einplanungsantrag gestellt worden. Noch im laufenden Jahr solle der Finanzierungsantrag zur Förderung der Maßnahme eingereicht werden.
Auf Nachfrage des Herrn Servos, warum die Streckenführung über Lombardenstraße/Grüner Weg erfolge, obwohl dort eine Steigung zu überwinden sei, antwortet Herr Reintjes, dass eine alternative Führung entlang des Wurmbaches geprüft aber wegen der fehlenden Beleuchtung und der somit fehlenden Tauglichkeit für den Alltagsverkehr verworfen worden sei.
Die Frage des Herrn A. Müller, inwieweit eine Reaktivierung der Bahntrasse in Richtung Würselen verbaut würde, beantwortet Herr Reintjes in dem Sinne, dass die Belange der Euregiobahn beachtet worden seien. Eine Trasse zwischen Aachen und Alsdorf werde für diesen Zweck offen bleiben.
Der Vorsitzende, Herr Jahn, zieht einen Vergleich zum stark frequentierten Vennbahnradweg und bekundet das große Interesse an einer vergleichbaren Radwegeverbindung in Richtung Norden.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Mobilitätsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Anlass
Die Städteregion Aachen strebt den Ausbau der Radroute im Zuge der ehemaligen Bahntrasse von Aachen nach Jülich an. Die Route soll im Kreis Düren durch die Stadt Jülich und die Gemeinde Aldenhoven sowie in der StädteRegion Aachen durch die Städte Alsdorf, Würselen und Aachen verlaufen.
Der Ausbau der Radroute Aachen-Jülich trägt zum Umstieg vom Auto aufs Fahrrad bei und fördert daher eine schadstofffreie und klimafreundliche Mobilität. Auch vor dem Hintergrund steigender Treibstoffpreise gewinnt das Fahrrad als preiswertes Verkehrsmittel an Bedeutung.
Die Bahntrasse Aachen-Jülich zählt potentiell auch zu den möglichen Schnellradwegeverbindungen, über die im Mobilitätsausschuss im März 2012 beraten wurde.
Sachstand
Das Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen SVK hat im Auftrag der Städteregion eine Machbarkeitsstudie erstellt und Standards für den Ausbau und die Ausstattung erarbeitet. U.a. wird eine Regelbreite von 3,00m angestrebt ein Mindestmaß von 2,50m soll auf keinen Fall unterschritten werden. Der Kreis Düren wird die Maßnahmenempfehlungen auf seinem Gebiet in eigener Zuständigkeit bearbeiten.
Auf dieser Grundlage wurde bei der Bezirksregierung Köln ein Einplanungsantrag für das Gebiet der StädteRegion eingereicht. Vorgesehen sind der Neu- und Ausbau des Weges überwiegend in Asphaltbauweise sowie Begleitmaßnahmen im Bereich von Information und Service. Die Bauarbeiten werden für die Jahre 2013/2014 angestrebt.In dieser Sitzung wird zunächst die Machbarkeitsstudie vorgestellt
Weitere Vorgehensweise
Die Vorstellung konkreter Detailpläne soll im Herbst in den zuständigen Gremien erfolgen.
Haushalt
Das Projekt ist bisher durch die Städteregion federführend bearbeitet und geplant worden. Wie mit der Finanzierung des Eigenanteils verfahren wird, ist zwischen Stadt und StädteRegion zu verhandeln. Mit den betroffenen Städten/Gemeinden sollen Verwaltungsvereinbarungen für den Unterhalt und die Instandsetzung der neuen Radwege abgeschlossen werden.
Auswirkungen
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (2)
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Technische Details
ID: 51819
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=51819
Hauptdokument
Hauptdokument
Vorlage.pdf
Metadaten
- TOP
- Ö 9
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Mobilitätsausschusses
- Gremium
- Mobilitätsausschuss
- Datum
- Do., 21.06.2012
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
- Geändert
- 24.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 23. Februar 2026 um 23:29