4. Oktober 2012 um 17:00, Verwaltungsgebäude Marschiertor
TOP 7Öffentlich

Gestaltungshandbuch - Innenstadt Aachen - öffentlicher Raum

FB 61/0714/WP16 · Entscheidungsvorlage

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Beratungsergebnis:verwiesen

Beratung

Frau Helm erläutert ausführlich die Vorlage der Verwaltung und betont, dass mit der Konzeption des Handbuchs als Ordner mit Einzelblättern eine fortlaufende Aktualisierung und somit eine dynamische Entwicklung der gestalterischen Leitlinien möglich sei.

Frau Melcher fügt ergänzend hinzu, dass man mit dem Gestaltungshandbuch einen Rahmen für Standardlösungen setze. Verbunden damit sei die Erwartung, dass sich ein hoher Wiedererkennungswert und eine Identität stiftende Wirkung einstellen werde. Eine zwingende Vorgabe sei allerdings nicht beabsichtigt, es solle auch weiterhin möglich sein, in besonderen Bereichen zu anderen Gestaltungslösungen zu kommen.

Für die SPD-Fraktion dankt Herr Plum der Verwaltung für die Arbeit, seine Fraktion könne der Vorlage der Verwaltung im Grundsatz zustimmen.

Herr Servos weist jedoch ergänzend darauf hin, dass im Mobilitätsausschuss die Überarbeitung einiger Teile aufgrund von Anregungen aus der Kommission Barrierefreies Bauen empfohlen worden sei. Insbesondere sei es dabei um Korrekturen im Bereich der Skizzen, Erläuterungen und Schemazeichnungen zur Barrierefreiheit gegangen. Diese Punkte bitte man auch heute mit zu beschließen, zudem wolle man daran erinnern, dass vereinbart sei, bei der Beratung solcher Themen den Unterlagen das Protokoll der entsprechenden Beratungen aus der Kommission beizufügen.

Herr Kühn kritisiert, dass eine abschließende Abstimmung mit der Kommission offensichtlich nicht statt gefunden habe.

Für die Fraktion Die Linke weist Herr Müller darauf hin, dass sehr intensiv und auch lange an diesem Gestaltungshandbuch gearbeitet worden sei. Er halte es für wichtig, dass es nun mit einer einstimmigen Beschlussfassung auf den Weg gebracht werde, daher plädiere er dafür, den Punkt zu vertagen und die offenen Fragen zu klären.

Nach einer ausführlichen Diskussion, an der sich seitens des Ausschusses Frau Schlick, Frau Hörmann und die Herren Plum, Servos, Kühn und Müller beteiligen, sagt Frau Nacken zu, das Gestaltungshandbuch hinsichtlich der aus der Kommission und dem Mobilitätsausschuss angeregten Punkte nochmals zu überarbeiten und für eine der nächsten Sitzungen erneut zur Beratung vorzulegen. Den Fraktionen werde man zur Vorbereitung ein Vorab-Exemplar zur Verfügung stellen.

Der Ausschuss fasst den folgenden

Beschluss

Der Planungsausschuss nimmt den Bericht zum Gestaltungshandbuch zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die vom Mobilitätsausschuss empfohlene Überarbeitung einiger Teile aufgrund von Anregungen aus der Kommission Barrierefreies Bauen umzusetzen und das Gestaltungshandbuch dem Ausschuss erneut zur Beschlussfassung vorzulegen.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte nimmt den Bericht zum Gestaltungshandbuch zustimmend zur Kenntnis und empfiehlt dem Planungsausschuss, die Verwaltung zu beauftragen, bei zukünftigen Projekten im öffentlichen Raum der Innenstadt die vorgestellten Gestaltungsstandards zu Grunde zu legen.

Der Mobilitätsausschuss nimmt den Bericht zum Gestaltungshandbuch zustimmend zur Kenntnis und empfiehlt dem Planungsausschuss, die Verwaltung zu beauftragen, bei zukünftigen Projekten im öffentlichen Raum der Innenstadt die vorgestellten Gestaltungsstandards zu Grunde zu legen.

Der Planungsausschuss nimmt den Bericht zum Gestaltungshandbuch zustimmend zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, bei zukünftigen Projekten im öffentlichen Raum der Innenstadt die vorgestellten Gestaltungsstandards zu Grunde zu legen.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Anlass

Die Klarheit der räumlichen Struktur der Aachener Innenstadt wird im derzeitigen Erscheinungsbild mittels entsprechender Boden- und Raumelemente nicht durchgehend unterstützt. Die Gestaltungselemente des öffentlichen Raumes bedürfen einer Überarbeitung und Systematisierung.

Daher wurde bereits 2002 im Innenstadtkonzept neben einer Vielzahl städtebaulicher Maßnahmen die Empfehlung zur Erarbeitung eines Kompendiums zur Gestaltung gegeben.

In Zeiten verstärkter Bauentwicklung gab es immer wieder Bestrebungen, die öffentlichen Räume der Innenstadt einheitlich zu gestalten, mit typischen Straßenprofilen, in der Dimensionierung und auch in der Wahl der Beläge.

Später kamen ausgewählte Ausstattungselemente, für Aachen entwickelte Leuchten und Poller hinzu.

Inzwischen prägen eine Vielfalt von Oberflächen, Ausstattungselementen und Gestaltungsprinzipien das Bild. Zum Teil entsprechen die Elemente nicht mehr den modernen Ansprüchen unserer Stadt.

Aktuelle Anforderungen an Barrierefreiheit, Umweltschonung, verbesserte Aufenthaltsmöglichkeiten, Angstfreiheit und Sicherheit, Kosteneffizienz und Dauerhaftigkeit sind zukünftig stärker zu berücksichtigen.

Eine umfassende Betrachtung des öffentlichen Raumes unter diesen Aspekten und den jeweiligen Ausstattungen fehlte bisher- das vorliegende Gestaltungshandbuch soll diese Lücke schließen.

2007 wurde daher das Dresdener Planungsbüro Rehwaldt Landschaftsarchitekten mit der Erstellung des Gestaltungshandbuchs beauftragt. Es wurde in enger Kooperation mit den zuständigen Fachbereichen der Verwaltung erarbeitet.

Die Drucklegung des Gestaltungshandbuches wurde auf Grund der aktuellen Diskussion zur Barrierefreiheit aufgeschoben, bis alle mit der „Kommission Barrierefreies Bauen“ abgestimmten Standards eingearbeitet werden konnten.

Zielsetzung

Im vorliegenden Handbuch werden für den Bereich innerhalb des Alleenringes und die Sternstraßen

(z.B. Krefelder Str. oder Lütticher Str.) ins Umland nun grundsätzliche gestalterische Leitlinien formuliert, raumtypische Qualitäten benannt und ortsbezogen herausgearbeitet.

Es gibt einen schnellen und umfassenden Überblick zu den immer wiederkehrenden Gestaltungsfragen im öffentlichen Raum in Aachen mit konkreten und praktikablen Anwendungsfällen.

Gleichzeitiges Anliegen ist es, die Ausstattungsvielfalt gezielt einzuschränken und die Standards qualitätvoll weiter zu entwickeln.

Das Handbuch soll fortlaufend aktualisiert werden (z.B. die Ergebnisse zur Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, die Materialauswahl bei Radwegen oder aktuelle Standards zur Ausstattung) und ist deshalb als Ordner mit Einzelblättern konzipiert.

Der Geltungsbereich des Gestaltungshandbuchs beschränkt sich auf den Innenstadtbereich, der durchden Alleenring begrenzt wird. Allein die Sternstraßen und der Campusbereich reichen darüber hinausund werden ebenfalls betrachtet.

Bei Planungen von Standard-Straßenräumen außerhalb des Untersuchungsraumes soll das Handbuch als Grundlage und Empfehlung dienen.

Die Vorgaben des Gestaltungshandbuchs beziehen sich ausschließlich auf die Gestaltung des innerstädtischen Standard-Straßenraumes und erheben nicht den Anspruch, Lösungen für Bereiche

aufzuzeigen, die mit ihrer besonderen städtebaulichen oder gestalterischen Bedeutung eine individuellePlanung erfordern. Solche besonderen Straßen werden im Handbuch als „Straße mit Sonderstatus“bezeichnet.

Die den Aachener Stadtkern prägenden Themen Platzgrün, gebäudeorientiertes Licht und Wasser,

bzw. Quellen werden im Rahmen dieses Handbuchs typologisch nicht betrachtet, da es sich bei diesenGestalt gebenden Elementen um Sonderentwicklungen überwiegend in Platzbereichen handelt.

Auswirkungen

Das vorliegende Gestaltungshandbuch ist in erster Linie die Grundlage für verwaltungsbestimmtes Planen und Bauen, weitere Zielgruppen sind aber alle an Planungen im öffentlichen Raum Beteiligten.

Die formulierten Standards sind bindend für die Innenstadt, empfehlend aber für das gesamte Stadtgebiet und auch Projekte, die zwar privat initiiert sind, aber als halböffentlich und dem öffentlichen Bereich zugehörig wahrgenommen werden.

Die gestalterischen Vorschläge stellen ein derzeitiges Optimum dar unter den Maßgaben Materialeinsatz, Barrierefreiheit, Energieeffizienz, Umweltschonung, Zertifizierung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen und Preisgestaltung- und sind daher auch die „Meilensteine“ für jeweils zu prüfende optimierende Weiterentwicklungen.

Konkrete finanzielle Auswirkungen sind jeweils projektbezogen zu bestimmen.

Die Fraktionen erhalten einen Vorabzug des Gestaltungshandbuchs.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen:

Konkrete finanzielle Auswirkungen sind jeweils projektbezogen zu bestimmen.

Die gegenwärtigen Standards zur barrierefreien Gestaltung sind Bestandteil des Gestaltungshandbuches.

Abstimmungsergebnis

einstimmig

Weitere Dokumente (2)

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Technische Details

Hauptdokument

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Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 7
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Planungsausschusses
Gremium
Planungsausschuss
Datum
Do., 04.10.2012
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
24.2.2026
Inhalt abgerufen
24. Februar 2026 um 00:14