25. Oktober 2012 um 17:00, Verwaltungsgeb. Mozartstraße Zi.207
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Förderung und Schaffung von barrierefreien Kulturangeboten für Menschen mit Behinderungen in AachenAntrag der SPD-Fraktion vom 19.06.201

E 49.5/0078/WP16 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Ratsfrau Reuß dankt der Verwaltung für die erstellte Vorlage.
Sie macht jedoch deutlich, dass es an einigen Stellen noch Bearbeitungsbedarf gibt.
Ratsfrau Beslagic schließt sich der Kritik von Ratsfrau Reuß nicht an. Sie bezeichnet die Barrierefreiheit als Aufgabe des Alltags. Ihrer Meinung nach liegt das größte Defizit in der Erkennbarkeit der Barrierefreiheit. Sie zählt bspw. auf, dass in Broschüren ein entsprechender Hinweis auf die Barrierefreiheit fehlt. Aus diesem Grund verweist sie auf den verteilten Beschlussvorschlag der Fraktion CDU/Die Grünen.
Ratsfrau Wilms erläutert den vorgelegten Beschlussentwurf.
Es erfolgen Wortmeldungen von Frau Diepelt, Ratsherrn Bruynswyck, Ratsherrn Pilgram und Ratsfrau Reuß.
Herr Stadtdirektor Rombey erklärt, dass sich die Konvention auf alle Lebensbereiche bezieht. Er verweist in diesem Zusammenhang auf den im Rat beschlossenen Inklusionsplan. Er bewertet den vorliegenden Antrag als „gut“ und schätzt den Aufwand für die Umsetzung als gering ein.
Herr Olaf Müller macht deutlich, dass es hier zum einen darum geht den Zugang zu schaffen und zum anderen darum, entsprechende Angebote wie z.B. Führungen für Blinde, Gehörlose etc. zu schaffen. Er verweist auf die Angebote der Vergangenheit bzw. zukünftige Projekte und sieht hier einen sozialen Auftrag der Kultureinrichtungen.

Beschluss

Beschluss 154/20/2012: Der Betriebsausschuss Kultur beschließt einstimmig: Der Betriebsausschuss Kultur nimmt die Ausführung der Verwaltung zur Kenntnis.Der Betriebsausschuss Kultur verfolgt den Inklusionsplan des Rates der Stadt Aachen mit großem Interesse.Der Betriebsausschuss Kultur beauftragt die Verwaltung, künftig bei Publikationen über Kulturangebote auch auf die Barrierefreiheit hinzuweisen, falls diese gegeben ist. Weiterhin soll auch bei den Informationen über Kulturangebote geprüft werden, wie diese möglichst barrierefrei möglich sind.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Betriebsausschuss Kultur nimmt die Ausführungen der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Einrichtungen des Kultbetriebs:

Die im Kulturbereich befindlichen öffentlichen Gebäude - Museen - sind barrierefrei mit Ausnahme des Couven Museums und des Zollmuseums.
Stellungnahme durch E 26, Gebäudemanagement, vom 16.10.12

Theater:

Im Jahr 2008 haben wir gemeinsam mit dem Sozialverband VdK Hausbegehungen vorgenommen und in mehreren Sitzungen den Forderungskatalog des VdK zur barrierefreien Nutzung städtischer Gebäude und Anlagen diskutiert und Lösungsansätze gesucht.
Die teilnehmenden Personen haben mehrfach deutlich gemacht, dass sie überrascht seien über das hohe Maß an bereits erreichter Barrierefreiheit im Theater Aachen.

In allen Gesprächen wurde aber unsererseits auch immer wieder deutlich gemacht, dass das Gebäude des Theater Aachen mittlerweile rund 188 Jahre alt ist und manche Forderung, sei sie auch noch so berechtigt, wenn überhaupt, nur mit immensen Aufwänden zu realisieren sei.
Obwohl insgesamt viele der Forderungen umgesetzt werden konnten, sind drei Maßnahmen aus Kostengründen bisher nicht realisiert worden:

1.Renovierung der Aufzüge
In den gemeinsamen Gesprächen ist die Renovierung und behindertengerechte Herrichtung der bestehenden drei Aufzüge besprochen worden. Eine Umsetzung ist bis heute nicht realisiert.

2.Veränderung bestehender und Schaffung weiterer Rollstuhlplätze
Diese Forderung bezieht sich auf die bestehenden Rollstuhlplätze im ersten Rang des Großen Hauses.
Aufgrund der Forderung des VdK, zahlenmäßig mehr und qualitativ bessere Rollstuhlplätze (bezogen auf die Sichtlinien) zu schaffen, wurde seinerzeit das Gebäudemanagement (E 26) gebeten, zu prüfen, in wie weit die Forderung des VdK erfüllt werden könnte.
Unabhängig davon, dass durch eine Ausweitung der Rollstuhlplätze im ersten Rang 17 Sitzplätze der besten Preiskategorie entfallen würden, hat
E 26 Investitionskosten in Höhe von mindestens 60.000,-- bis 100.000,-- (je nach Variante) ermittelt, so dass wir letztendlich keine Chance der Realisierung dieser geforderten Maßnahme sahen.

3.Installation einer Infrarotanlage für Hörbehinderte
Diese Maßnahme ist aus Kostengründen bis heute noch nicht realisiert.

Insofern ist im Großen Haus in den letzten Jahren vieles erreicht worden in Bezug auf eine möglichst barrierefreie Nutzung, andererseits wären durch den Einsatz entsprechender Mittel noch einige Verbesserungen zu erreichen.

Das Problem der barrierefreien Informationsbeschaffung und Kommunikation werde ich nach der Sommerpause im Haus thematisieren, da ich gerade bei unserem Internetauftritt Verbesserungspotentiale sehe.

Stellungnahme durch E 46/47, Stadttheater und Musikdirektion, vom 06.09.12

VHS:

DasBetriebsgebäude der Volkshochschule in der Peterstraße 21-25 sowie die angemieteten Unterrichtsräume am Hammerweg sind barrierefrei erreichbar.

Die Betriebsgebäude Sandkaulbach 13 - 15 und die Sternwarte am Hangeweihersind nicht barrierefrei zugänglich.

Ebenso sind die Unterrichtsveranstaltungen in den von der VHS genutzten Räumen in Brand/Josefsallee, Haaren/Germanusstraße und der Trierer Straße 799 nicht barrierefrei erreichbar.

Es wird darauf aufmerksam gemacht, dassdie Kosten fürevtl.zukünftig erforderlich werdende Veränderungen keinesfalls aus dem Wirtschaftsplan der Volkshochschule bestritten werden können. Dies erfordert eine gesamtstädtische Diskussion und in letzter Konsequenz eine Finanzierung durch den Träger.

Stellungnahme durch E 42, VHS, vom 04.09.2012

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Technische Details

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Metadaten

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Ö 5
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses Kultur
Gremium
Betriebsausschuss Kultur
Datum
Do., 25.10.2012
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
Kulturservice
Geändert
24.2.2026
Inhalt abgerufen
24. Februar 2026 um 00:19