Entwicklung Siedlung Preuswald
FB 50/0224/WP16 · Kenntnisnahme
Beratung
Frau Jülich berichtet, dass IN VIA bereits seit 2007 im Stadtteil Preuswald tätig ist.
Vor der Einrichtung des Stadtteilladens hat man eine Analyse mit Bürgerbefragung durchgeführt und das Angebot an deren Ergebnis ausgerichtet. Leider hat sich das Ergebnis der Analyse nicht bewahrheitet. Da der Stadtteilladen für das Gemeinwesen im Stadtteil Preuswald wichtig ist, hat man in Zusammenarbeit mit einem Berater von der DORV-Zentrum GmbH ein Konzept erarbeitet, um die Umsatzzahlen zu steigern und den Stadtteilladen hoffentlich weiter halten zu können (Anlage 1).
Frau Dr. Lassay erkundigt sich, wie der Stadtteilladen für das Gemeinwesen wichtig sein kann, wenn er so wenig genutzt wird und ob Erkenntnisse vorliegen, wieso der Stadtteilladen nicht ausreichend genutzt wird.
Frau Jülich erläutert, dass es ohne entsprechendes infrastrukturelles Angebot keine Bewegung auf den Straßen im Stadtteil Preuswald gibt. Darüber hinaus wird der Stadtteilladen auch von der Grundschule genutzt, damit die Kinder einkaufen lernen. Zusätzlich hat man diverse Serviceangebote, wie z.B. einen Paketdienst, eine Post, die Ausgabe von gelben Säcken sowie das Stadtteilbüro etabliert.
Frau Jülich weist weiterhin darauf hin, dass das Angebot aufgrund der geringen Fläche nicht so umfangreich wie in Supermärkten und Diskountern sein kann. Von allen vorhandenen Produkten werden jedoch immer ein preiswertes (preisgleich mit Produkten in Supermärkten/Diskountern) und ein weiteres angeboten. Auf Wunsch der Einwohner hat man zeitweise auch Produkte, wie sie in den Kulturkreisen der Mitbürger mit Migrationshintergrund üblicherweise Verwendung finden, angeboten. Diesbezüglich war der Absatz jedoch sehr gering. Unter Berücksichtigung, dass dem Zulieferer immer eine bestimmte Menge abgenommen werden muss, konnte ein Großteil der Produkte nicht veräußert werden. Diesbezüglich ist eine Vereinbarung mit einem neuen Zulieferer geplant, bei dem die Abnahme von kleineren Mengen möglich ist.
Insbesondere stellt auch die Lage des Stadtteilladens ein Problem dar. Zwar liegt er zentral in der Siedlung. Für jemanden, dem der Laden nicht bekannt ist sowie von der Lütticher Str. ist er jedoch nicht zu erkennen. Man ist daher um Öffentlichkeitsarbeit bemüht.
Die Ausschussmitglieder begrüßen die Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung und die Anstrengungen von IN VIA um den Stadtteil Preuswald aufzuwerten und unterstützen die Bemühungen, den Stadtteilladen zu halten.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Der Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss hat sich in seiner Sitzung vom 04.12.2012 mit der Entwicklung der Siedlung Preuswald befasst. Er hat unter anderem beschlossen:
Der Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss beauftragt die Verwaltung, die Rahmenbedingungen für die Fortführung von Stadtteilbüro und Stadtteilkonferenz in Verbindung mit der Installation eines Quartiersmanagement als integriertem Bestandteil des Gesamtprojektes auszuarbeiten und in die Ausschussberatung zu geben.
Diesbezüglich gibt die Verwaltung hiermit einen Zwischenbericht:
1. Quartiersmanagement
Die Verwaltung geht davon aus, dass zur Implementierung eines Quartiersmanagement im Preuswald eine halbe Planstelle erforderlich ist. Seit September 2011 wurde in entsprechendem Umfang eine Fachkraft des FB 50 vorübergehend zur Bedarfsklärung sowie Erarbeitung eines Konzepts eingesetzt.
Aufgaben des Quartiersmanagements sollen sein:
1. Organisation des Stadtteilbüros als Anlaufstelle für die Bürger
-Organisation und Federführung des AK Stadtteilbüro
-Abstimmung der Sprechzeiten
-Laufendhaltung der und Berichterstattung über die Dokumentation
-Laufendhaltung der technischen Ausstattung (Hinweise auf Defizite)
-Abstimmung mit Vermieter (Hinweise auf mögliche Probleme)
-Aufbau eines Pools von Ehrenamtlichen zur Ergänzung des Angebots im Stadtteilbüro
-Begleitung der Ehrenamtlichen im Stadtteilbüro
2. Erstellung und Pflege einer Homepage
-Angebote des Stadtteilbüros
-Angebote der Einrichtungen
-Veranstaltungskalender
-Informationen über das Stadtviertel
3. Zusammenstellung und Information über sozial relevante Institutionen und Aktivitäten
-Regelmäßige Abfrage der Institutionen und ihrer Aktivitäten (Stadtteilkonferenz, direkte
Abfrage)
-Federführung bei der Erstellung und Fortschreibung einer Broschüre/ eines Flyers
-Einpflegen der Institutionen in die Homepage (Links)
-Einpflegen der Aktivitäten in die Homepage (Links)
4. Beratung der Bürger im Stadtteilbüro
-Beratung im Stadtteilbüro während der ausgewiesenen Sprechstunden
Schwerpunkte:1. Aufzeigen und Vermittlung von Hilfen
2. Brückenfunktion zu Verwaltung und Institutionen
Weiterleitung aller Anfragen zum Thema Wohnen an den FB 64
-Dokumentation der Beratungstätigkeit
-Nachfrage der Zufriedenheit über erfolgte Hilfen
5. Zugehende Beratung der Bürger im Quartier
-Durchführung von Hausbesuchen zur Bedarfsermittlung (falls notwendig)
6. Erkennen von Bedarfen und ihre Umsetzung
-Ableiten von Bedarfen
-Suche nach Lösungsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit Stadtteilkonferenz
7. Motivation der Bürger, sich für das Stadtviertel zu engagieren
-Aufsuchen zentraler Anlaufstellen im Quartier zur Aufnahme von Gesprächen (Spielplätze,
Bushaltestelle, Boutique, Schlesier )
-Konzeption und Umsetzung von Ideen zum Erreichen der Bürger (Aushänge, Flyer)
-In Zusammenarbeit mit der Stadtteilkonferenz Gewinnung von Ehrenamtlichen für
quartiersbezogene Aktivitäten
8. Konzeption und Organisation eigener sozial relevanter Aktivitäten
2. Fortführung des Stadtteilbüros
Das Stadtteilbüro erfährt regen Zuspruch. Es wird unter Beteiligung folgender Institutionen geführt:
-FB 45
-FB 50
-FB 64
-Diakonisches Werk (Familien- und Sozialberatung)
-VHS (Bildungsberatung)
-Regionaler Caritasverband (Erziehungsberatung)
Die Beteiligten sollen unter Federführung der Quartiersmanagerin zu einem Team entwickelt werden, das sich insgesamt im Sinne eines Quartiersmanagementsfür die Belange des Quartiers einsetzt.
3. weitere Aufgaben des FB 50
1. Analyse sozial relevanter Indikatoren auf der Basis des Sozialentwicklungsplanes
2. Begleitung der Stadtteilkonferenz
3. Begleitung des Stadtteilbüros und der Aktivitäten des Stadtteilbüros
4. Begleitung neuer Arbeitskreise (bei Bedarf)
4. Stadtteilladen
Dem Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss wurde wie folgt berichtet:
Seit Herbst 2010 betreibt IN VIA den Frischemarkt Preuswald mit einem an die DORV-Läden angelehnten Konzept. Der Stadtteilladen befindet sich in einer schwierigen Situation, da die Umsatzzahlen hinter den Erwartungen zurück bleiben. Es bedarf eines mehrere Komponenten umfassenden Paketes von Rettungsmaßnahmen zur Umsatzsteigerung und Kostensenkung, um eine drohende Schließung zu vermeiden. Die Fachbereiche Soziales sowie Wohnen sind gemeinsam mit IN VIA in entsprechende Planung eingetreten.
Von DORV-Zentrum GmbH in Jülich-Barmen wird eine ehrenamtliche Beratung ergänzend bereit gestellt.
Die Verwaltung konnte gemeinsam mit IN VIA ein Konzept erarbeiten, mit dem ein letzter Versuch unternommen werden soll, den Stadtteilladen zumindest bis zur Ansiedlung eines anderen Nahversorgers zu erhalten.
Frau Jülich von IN VIA wird das Konzept in der Sitzung vorstellen.
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (1)
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Technische Details
ID: 55115
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=55115
Hauptdokument
Hauptdokument
Vorlage.pdf
Metadaten
- TOP
- Ö 5
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie
- Gremium
- Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
- Datum
- Do., 10.01.2013
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- Fachbereich Soziales und Integration
- Geändert
- 23.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 23. Februar 2026 um 19:09