Dauerhafte Einrichtung einer Vollzeitstelle SAP Berater für das Themenfeld SAP in der Abteilung IT-Management im Fachbereich Personal und Organisation (FB 11/4)
FB 11/0167/WP16 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Herr Dödtmann erklärt auch auf Nachfrage des Ausschusses die vorgesehene Funktion der geplanten Stelle: Das SAP-System bestehe aus verschiedenen Modulen (z.B. FI für die Finanzsteuerung oder HCM im Personalwesen). Das Ziel sei, dass diese Module noch viel stärker miteinander verknüpft werden. Das integrative SAP-System werde bisher zu wenig genutzt und um dies voranzutreiben. Daher sei die geplante modulübergreifende Beraterstelle notwendig. Die vom Ausschuss angesprochene Stelle im Dezernat II dagegen sei nur für ein Modul, nämlich das FI, zuständig. Für 2013 sind mehrere große SAP-Projekte geplant, bei denen ein interner SAP-Berater benötigt werde, um Auswirkungen und Verknüpfungen auf das gesamte SAP-System abzuschätzen. Dadurch könnten sich viele externe SAP-Beratertage einsparen lassen. Für 2013 seien 400 bis 500 Beratertage eingeplant, von denen ca. 100 Tage eingespart werden könnten.
Weiterhin führt Herr Dödtmann auf Nachfrage des Ausschusses aus, dass eine enge Zusammenarbeit mit der EVA geplant sei. Diese Zusammenarbeit habe es in der Vergangenheit schon gegeben und sei aufgrund der Inhalte der geplanten SAP-Projekte sogar zwingend notwendig, da diese teilweise auch die EVA beträfen.
Herr Herforth bezweifelt, dass es möglich sei einen SAP-Berater mit EG 12 einzustellen.
Herr Dr. Barth dagegen ist der Auffassung, dass es möglich sei einen qualifizierten SAP-Berater mit EG 12 einzustellen, da insbesondere der feste Standort und geregelte Arbeitszeiten von Vorteil seien. Mögliche Bewerber würden sich nicht ausschließlich nach der Vergütung richten.
Herr Eickholt ist nicht überzeugt, dass die Einsparung in genannter Höhe erreicht werden könne, da nicht nur die Beratung sondern auch die technische Umsetzung notwendig sei, die ein Berater nicht leisten könne.
Der Ausschuss fasst keinen Beschluss, sondern möchte darüber erneut im März beraten.
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Auf Vorschlag des Oberbürgermeisters empfiehlt der Personal und Verwaltungsausschuss dem Rat der Stadt Aachen im Rahmen des Stellenplans 2013 die dauerhafte Einrichtung einer nach EG 12 TVöD bzw. A 13 BBesG ausgewiesenen Vollzeitstelle SAP Berater für das Themenfeld SAP in der Abteilung IT-Management des Fachbereichs Personal und Organisation.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Durch die verstärkte Nutzung der Software SAP bei der Stadt Aachen hat sich gezeigt, dass es bei der Implementierung einzelner Module, bei der Anschaffung von Erweiterungspaketen, etc., immer wieder Probleme gibt, weil die in den einzelnen Fachbereichen und Eigenbetrieben eingesetzten SAP Module untereinander nicht kompatibel sind bzw. nicht einheitlich genutzt werden.
Hinzu kommt, dass die SAP Leistungen extern eingekauft werden müssen und die in den externen Angeboten angegebenen hohen Analyse- und Beratungskosten aufgrund des stadtintern fehlenden SAP Fachwissens weder minimiert noch hinsichtlich der eigentlichen Notwendigkeit fachlich eingeschätzt werden können.
Der Tagessatz für externe Beratung liegt im Durchschnitt bei rund 1.000 /pro Beratertag.
Basierend auf den Erfahrungen der Fachdienststelle in den letzten Jahren kann davon ausgegangen werden, dass bei den Entwicklungen in den einzelnen Modulen Einsparungen von mindestens 100 Manntagen Beratung und Customizing jährlich realisiert werden können, wenn eine/ein ausgebildete/r und berufserfahrene/r SAP Beraterin/Berater mit systematisiertem SAP-Fachwissens vorhanden wäre.
Die Einstellung einer/s ausgebildeten SAP Beraterin/Beraters würde zu jährlichen Einsparungen von rund 100.000 bei der Ausgabe an externen Vergaben führen, so dass die dafür zusätzlich anfallenden Personalkosten für einen Beschäftigten von rund 78.000 jährlich bzw. im Falle eines Beamten von rund 86.300 jährlich vollständig refinanziert würden.
Darüber hinaus würde mittelfristig die Kompatibilität der städtisch eingesetzten SAP-Module in den einzelnen Themenfeldern sowie eine Konsolidierung der städtischen SAP-Infrastruktur, mit einer damit einhergehenden Ersparnis bei den Betriebs- und Unterhaltungskosten, erreicht. Nicht zuletzt würde die Qualitätssteigerung im Bereich SAP QS verwaltungsweit sichergestellt.
Der Personalrat der Allgemeinen Verwaltung ist über die beabsichtigte Stelleneinrichtung gemäß § 65 LPVG unterrichtet worden.
Die Beteiligung des Personalrates (Anhörung) wird gemäß § 75 Nr. 1 LPVG - Vorbereitung des Entwurfs von Stellenplänen (hier Stellenplan 2013) - zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen:
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 2013 | fortgeschriebener Ansatz 2013 | Ansatz 2014 ff | fortgeschriebener Ansatz 2014 ff | Folgekosten (alt) | Folgekosten (neu) |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Personal- | 0 | 39.000 /43.150 | 0 | 234.000 /258.900 | 0 | 0 |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Ergebnis | 0 | -39.000 /-43.150 | 0 | -234.000 /-258.900 | 0 | 0 |
+ Verbesserung / | -39.000 /-43.150 | -234.000 /-258.900 | ||||
Deckung vorhanden | Deckung vorhanden | |||||
Finanzielle Auswirkungen ergeben sich in Höhe der Personalkosten, die für IT-Beschäftigte mit 39 Std./W. lt. KGST-Materialien 2012/2013 jährlich rund 78.000 und im Falle der Stellenbesetzung mit einer Beamtin/einem Beamten mit 41 Std./W. jährlich rund 86.300 betragen.
Für 2013 wäre ein Ansatz von 39.000 bzw. 43.150 einzuplanen, da unter Berücksichtigung der einzurechnenden Zeiten für das Auswahlverfahren sowie der einzurechnenden Zeiten für den Stellenwechsel einer Bewerberin/eines Bewerbers nicht von einer Stellenbesetzung vor Mitte des Jahres 2013 auszugehen ist.
Für die Berechung des fortgeschriebenen Ansatzes 2014ff wäre dann wieder der Jahresbetrag an Personalkosten von rund 78.000 bzw. 86.300 zu berücksichtigen. Abgestellt auf die dreijährige Finanzplanung wären somit 234.000 bzw. 258.900 anzusetzen.
Zur Deckung der zusätzlich entstehenden Personalkosten wird ab dem Zeitpunkt der Besetzung der neu eingerichteten Vollzeitstelle SAP Berater der Aufwand im Produkt 4-011001904-4, Konto 52910000 um den Betrag der Personalkosten reduziert, da durch eine/n ausgebildete/n und berufserfahrene/n SAP Beraterin/Berater geschätzte Beratungskosten von 100 Manntagen/pro Jahr
( 100 x 1.000 = 100.000 ) alleine in einem SAP Modul eingespart werden können.
Technische Details
ID: 55355
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=55355
Hauptdokument
Hauptdokument
Vorlage.pdf
Metadaten
- TOP
- Ö 8
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Personal- und Verwaltungsausschusses
- Gremium
- Personal- und Verwaltungsausschuss
- Datum
- Mi., 09.01.2013
- Uhrzeit
- 9:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 11 - Fachbereich Personal, Organisation
- Geändert
- 23.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 23. Februar 2026 um 19:08