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SPARDA-Kunstpreis NRW

E 49.2/0008/WP16 · Entscheidungsvorlage

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Beratung

Frau Wissborn stellt anhand einer PowerPoint Präsentation die Stiftung der SPARDA Bank sowie den Künstler und sein Exponat vor; Frau Dr. Franzen ergänzt die Ausführungen.

Es folgen Wortmeldungen von Ratsfrau Reuß, Ratsfrau Crumbach-Trommler, Ratsfrau Beslagic, Herrn Stadtdirektor Rombey, Ratsherrn Bruynswyck, Ratsherrn Pilgram, Frau Epstein, Frau Philippen, Frau Adelt und Ratsherrn Haase.

Ratsherr Pilgram weist darauf hin, dass es einen Antrag gibt, wonach die Verwaltung gebeten wird, alle Kunstwerke im öffentlichen Raum aufzulisten. Ratsfrau Beslagic erklärt, dass der Rat der Stadt Aachen beschlossen habe, dass eine Kommission über Schenkungen – bei Kunst für den öffentlichen Raum – in die Entscheidung mit einbezogen werden soll..

Unter Bezugnahme auf diverse Anfragen hinsichtlich der Folgekosten verweist Herr Stadtdirektor Rombey auf die Aufstellung in der Vorlage, wonach auf Grund der technischen Prüfung keine Wartung erforderlich ist.

Beschluss

Beschluss 163/21/2013: Der Betriebsausschuss Kultur beschließt einstimmig: Der Betriebsausschuss Kultur empfiehlt dem Rat der Stadt Aachen, die Schenkung eines Kunstwerkes von Hans Peter Feldmann durch die SPARDA Stiftung Kunst, Kultur und Soziales mit großem Dank entgegen zu nehmen.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag Rat:

Der Betriebsausschuss Kultur empfiehlt dem Rat der Stadt Aachen die Schenkung eines Kunstwerkes von Hans-Peter Feldmann durch die SPARDA Stiftung Kunst, Kultur, Soziales mit großem Dank entgegenzunehmen.

Beschlussvorschlag Rat:

Der Rat der Stadt beschließt auf Empfehlung des Betriebsausschusses Kultur die Schenkung eines Kunstwerkes von Hans-Peter Feldmann durchdie SPARDA Stiftung Kunst, Kultur, Sozialesmit großem Dank entgegenzunehmen.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Sparda-Kunstpreis NRW

Zielsetzung und Profil

Kunst ist ein bedeutendes Element der Baukultur. Sie trägt im wesentlichen Maße dazu bei, Bauwerken undstädtischen Räumen ein unverwechselbares Profil zu verleihen. Kunst im Raum erhöht zudem die Akzeptanzund die Identifikation von Bewohnern, Bürgern und Nutzern mit ihrem urbanen Umfeld. Denn sie erhöhtdie Attraktivität unserer Städte und fördert die Kommunikation.


Kunst, die von vielen auf öffentlichen Straßen oder Plätzen erlebt werden kann, ist bedeut-sam für die gesellschaftliche Entwicklung. Daher besitzt diese Form der Kunstförderung für die Sparda-Bank West und ihreStiftung vielfältige Dimensionen: Sie regt zum Dialog an, vermittelt Werte, setzt Kreativität frei, schürt dasInteresse an Neuem. Kunst im öffentlichen Raum beinhaltet starke soziale Aspekte und dokumentiert verantwortliches Handeln für Menschen.


Weil die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West den Menschen in NRW verpflichtet ist, hatsie 2005 einen Wettbewerb für Kunst im öffentlichen Raum ins Leben gerufen: den Sparda-Kunstpreis NRW.Der Wettbewerb ist mit 100.000 Euro dotiert und wird jährlich in einer Stadt im Wirkungsbereich der Stiftung,der fast ganz Nordrhein-Westfalen umfasst, ausgeschrieben. Das Siegerkunstwerk geht als Geschenk andie Kommune.


Der Wettbewerb wird im Rahmen einer begrenzten Ausschreibung durchgeführt. Das heißt: Es wird einebestimmte Anzahl von Künstlern eingeladen und damit zur Teilnahme zugelassen. Die Auswahl treffen Expertender Stiftung, Kunstsachverständige sowie Vertreter der jeweiligen Kommune. Der Wettbewerb unterliegt denGrundsätzen der Wirtschaftlichkeit, Transparenz und Chancengleichheit.Die Künstlerinnen und Künstler werden aufgefordert, auf Grundlage einer Ausschreibung, Projektskizzen undArbeitsmodelle einzureichen und ihre Arbeit schriftlich zu kommentieren.

Der Sparda-Kunstpreis NRW wurde bereits in Düsseldorf, Dortmund, Wuppertal, Grevenbroich, Essen, Hagen, Paderborn und in Köln durchgeführt. Die Realisierung der Arbeiten in Paderborn und Köln sind in Planung.

Sparda-Kunstpreis NRW 2014 in Aachen

Eingeladen wurden 7 internationale Künstlerinnen und Künstler:

?Pawel Althamer

?Hans-Peter Feldmann

?Jeppe Hein

?Suchan Kinoshita

?Alicija Kwade

?realities:united

?Silke Wagner.

Jury:

?Franzen, Dr. BrigitteDirektorin Ludwig Forum für Internationale Kunst

?Rombey, WolfgangDezernent für Bildung und Kultur, Schule, Jugend und Sport

?Schlarmann, DominikVorstandsmitglied der Sparda-Bank West

?Schmeer, Dr. MargretheBürgermeisterin und Vorsitzende des BetriebsausschussKultur der Stadt Aachen

?Stevermann, Manfredstellv. Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank West

?Thurau, JürgenVorstandsvorsitzender der Sparda-Bank West

?Ullrich, Prof.Dr.FerdinandDirektor der Museen der Stadt Recklinghausen

?Ulrich, RenateKunstberaterin

?van den Bosch, PaulaCurator of Contemporary ArtBonnefantenmuseum Maastricht

?Wißborn, UrsulaVorstand der Stiftung der Sparda-Bank West

Berater:

?Ferrari, Achim Bezirksbürgermeister Aachen-Mitte

?Krücken, MonikaAbteilungsleiterin Denkmalpflege FB 61/60

?Melcher, ChristianeLeiterin Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen der Stadt Aachen, Architektin

?Müller, OlafKulturbetrieb der Stadt Aachen – Betriebsleiter

?Schavan, KlausTechnischer Leiter Gebäudemanagement der StadtAachen/E 26

?Sanders, Wolfgang Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen

Ergebnis der Jurysitzung

Die international besetzte Jury hat am 11.01.2013 das Projekt des Düsseldorfer Künstlers Hans-Peter Feldmann zur Realisierung vorgeschlagen.

Begründung der Jury


Hans-Peter Feldmann schlägt eine Skulptur vor, die auf der vorderen Dachkante des Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen positioniert wird. Scherenschnittartig sind zwei sich beschnüffelnde Hunde dargestellt.

Diese sehr eingängige, alltägliche Szene begründet Feldmann folgendermaßen:


„Bei der Frage, warum manche Leute nicht ins Museum gehen, kommt man schnell zu dem Schluss, dass es einerseits schlicht Unwissenheit ist, über das, was es dort zu sehen und zu erleben gibt. Andererseits gibt es eine gewisse Scheu, sich auf Dinge einzulassen, von denen man glaubt, nichts davon zu wissen und zu verstehen. Jeder kennt nun das Bild von Hunden, die sich vorsichtig beschnüffeln und nach einer Weile entscheiden, ob sie sich näher kennen lernen wollen oder nicht. Es kann vielleicht für den Museumsmuffel ein Hinweis, eine Aufforderung sein, die Angelegenheit mit dem Museum erst einmal ein wenig zu ‚beschnüffeln’ und dann zu entscheiden, ob man sich zum Museum hingezogen fühlt oder nicht. Man sollte sich ganz auf seine natürliche Neugier und emotionale Offenheit berufen, ein bisschen so, wie es auch Hunde tun.“


Die Jury ist überzeugt von der einfachen Zeichenhaftigkeit und zugleich verhaltenen Provokation des Werkes. Dieses Bild ist nicht nur humorvoll und gut kommunizierbar, sondern zugleich auch subversiv. Die ironische Monumentalisierung des Werkes durch den erhöhten Standort auf dem Dach wird konterkariert durch die antiheroische, durchaus banale und nahezu niedliche Szene. Gerade in Zusammenhang mit dem Museumsgebäude bekommt der Entwurf eine besondere Bedeutung. Was tun Hunde auf einem Museumsdach?

Die Szene schafft eine starke Irritation, die sich jedoch bald auflöst. Sie wird zur Metapher für unvoreingenommene Annäherung und Begrüßung ganz allgemein und steht als Zeichen für das Verhältnis von Betrachter und Kunst. Die nonverbale Bildsprache steht für eine allgemeine,interkulturelleundinternationaleVerständlichkeit.

Die Bedeutung des Oeuvres von Hans-Peter Feldmann liegt in seinem ironischen und zugleich liebevollen Umgang mit den Stereotypen und Klischees unserer Zeit. Er handelt als obsessiver Sammler der alltäglichen Dingwelt und transformiert die Bilder und Objekte zu mehrschichtigen und hintersinnigen Kunstprojekten, indem er humorvoll die Doppeldeutigkeit heutiger Bildwelten einsetzt.


Mit dieser Strategie hat er internationale Bedeutung erlangt.


Künstler: Hans-Peter Feldmann

geboren 1941

lebt in Düsseldorf


Arbeit von Hans-Peter Feldmann

Weiteres Vorgehen

Nach Annahme der Schenkung durch den Betriebsausschuss Kultur und den Rat der Stadt Aachen wird im Verlauf des Jahres 2013 gemeinsam mit dem Ludwig Forum für Internationale Kunst, den anderen städtischen Stellen sowie dem Künstler in Abstimmung mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West die Umsetzung des Entwurfs geplant und realisiert. Geplant ist die Übergabe des Kunstwerkes an die Stadt in einer feierlichen Zeremonie unter Einbezug der Bürgerinnen und Bürger bis Ende Mai 2014.

Für diesen Tagesordnungspunkt liegen noch keine Beratungsergebnisse vor.

Technische Details

Hauptdokument

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Betroffene Straßen

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Metadaten

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Ö 2
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses Kultur
Gremium
Betriebsausschuss Kultur
Datum
Do., 21.02.2013
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
Ludwig Forum für Internationale Kunst
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 19:20