Soziale Stadt Aachen-Nord / Ehemaliges Straßenbahndepot Talstraße
FB 02/0085/WP16 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Ratsfrau Schlick erklärt als Vorsitzende der CDU-Fraktion, dass diese dem Beschlussvorschlag zustimmen werde. Es handele sich hier um ein wichtiges Projekt, durch das der Stadtteil in sozialer Hinsicht eine erhebliche Stärkung erfahre. Darüber hinaus handele es sich um ein Projekt, mit dem sich die Aachener Bürgerschaft sehr gut identifizieren könne und das entsprechend gestützt werde.
Auch die SPD-Fraktion werde den Beschlussvorschlag mittragen, so Ratsherr Künzer stellvertretend. Allerdings werde darum gebeten, im weiteren Planungsverfahren die Rechte und Kompetenzen des Kinder- und Jugendausschusses und dessen Unterausschüsse zu wahren. Dieser sei unter anderem auch für Planung und Begleitung der Nutzung städtischer Einrichtungen zuständig, welche gerade durch die Jugendberufshilfe oder auch den Kinderschutzbund stark frequentiert werden. Nachdem nun die Problematik hinsichtlich des Kinderschutzbundes behoben sei, sei es wichtig, rechtliche Fragen erst gar nicht auftreten zu lassen.
Ratsherr Rau, Fraktion Die Grüne, erklärt am Beispiel des Projektes Soziale Stadt Aachen Ost das hierzu stattgefundene Beteiligungsverfahren und dementiert, dass einem Gremium Rechte streitig gemacht worden seien. Im Übrigen befinde man sich auf einem sehr guten Weg, was auch anhand dem überragendem Erfolg und dem allgemeinen Zuspruch der letzten Wochenendveranstaltung in der Nadelfabrik ablesbar sei. Gleichen Erfolg erhoffe man sich nun vom dem Projekt Soziale Stadt Aachen Nord, welches zwar mit einer anderen Schwerpunktsetzung aber mit nicht weniger Engagement betrieben werde. Dank der hohen Investitionssumme ließen sich bereits jetzt sehr gute Ansätze für eine positive Entwicklung hinsichtlich der in dem Viertel herrschenden sozialen Probleme erkennen.Insofern sei es gut und richtig, hier den Förderantrag zu stellen.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Rat nimmt die Ausführungen der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis und beauftragt, den Förderantrag für den zweiten Bauabschnitt des DEPOTs im Rahmen des Landesprogramms Soziale Stadt zu stellen.
Erläuterungen
Soziale Stadt Aachen-Nord / Ehemaliges Straßenbahndepot, Talstraße
1. Hintergrund
Das Land NRW und die Stadt Aachen fördern den Stadtteil Aachen-Nord im Rahmen des FörderprogrammsSoziale Stadt. Ziel ist die integrierte Stabilisierung des Stadtteils in sozialer, ökonomischer, städtebaulicher undkultureller Hinsicht. In diesem Zusammenhang stellt die Umnutzung des ehemaligen Straßenbahndepots in derTalstraße ein zentrales Projektvorhaben dar. In der Gesamtimmobilie wird ein besonderes Potenzial für ein neuesStadtteilzentrum gesehen, in dem Einrichtungen aus dem sozialen Bereich mit Akteuren aus dem kreativen undkulturellen Milieu unter einem Dach vernetzt werden. Mit diesem Vorhaben werden insbesondere die dreiZielsetzungen, soziale Stabilisierung, kulturelle und öffentliche Wirkung sowie Förderung der lokalen Ökonomieverfolgt (Anlage 2:Grobkonzept / Nutzerstruktur).
Das Vorhaben wurde am 16.06.2011 im Planungsausschuss und am 23.05.2012 im Hauptausschuss diskutiertund die Verwaltung wurde mit der Beantragung der Fördergelder für dieses Projektvorhaben beauftragt. Auch inweiteren Abstimmungen mit der Politik wurde das Projektvorhaben befürwortet.Grundvoraussetzung für die Verwirklichung des Vorhabens war die Verlagerung der Karnevalswagen.Diese haben am 01. Oktober 2012 die Halle in der Liebigstraße bezogen.Nachdem die grundlegende Frage der Verlagerung der Karnevalswagen abschließend geklärt werden konnte,hat die Verwaltung mit der Umsetzung weiterer Planungsschritte begonnen.
In der ersten Phase wurde Anfang 2012 das Architekturbüro Hausmann aus Aachen mit der Entwicklung einesRaum- und Nutzerkonzeptes beauftragt. Dieses wurde gemeinsam mit den potenziellen Nutzergruppen undangesprochenen Akteuren erarbeitet.Gleichzeitig wurde ein europaweites Ausschreibungsverfahren nach VOF zur Auswahl eines geeignetenPlanungsbüros durchgeführt, das auf Grundlage der Ergebnisse des o. g. Workshopverfahrens dieEntwurfsplanung erarbeitete. Das Aachener Architekturbüro pbs wurde im Rahmen des VOF-Verfahrens mit derEntwurfsplanung beauftragt. Bis zum 15. September 2012 musste der ausgearbeitete Förderantrag samtEntwurfsplanung und Kostenberechnung nach DIN 276 dem Fördermittelgeber vorgelegt werden.
2. Antragstellung
Das Gesamtbudget für das Projektvorhaben beträgt 9,4 Mio. . Das Land selbst hat in Aussicht gestellt, dass dieerforderlichen Fördergelder (80 % des Gesamtbudgets) für das Projektvorhaben bereitgestellt werden, dasProjektvorhaben aber auf Grund verschiedener Anforderungen des Fördermittelgebers in 2 Bauabschnitte zuteilen ist. Laut Fördermittelgeber muss es sich hierbei um zwei funktional von einander getrennte Bauabschnittehandeln. Demzufolge bezieht sich der 1. Bauschnitt (1. BA) auf das Verwaltungsgebäude, der 2. Bauabschnitt (2.BA) bezieht sich auf das Depot. Die Entwurfsplanung zum Gesamtprojekt sowie die Kostenberechung nach DIN276 wurden am 15.September 2012 dem Fördermittelgeber vorgelegt. Beantragt wurden mit diesen Unterlagen dieFördermittel für den 1. BA (3,07 Mio ). Die hierfür beantragten Gelder wurden Ende 2012 bewilligt.In einer zweiten Phase müssen die Gelder für den 2. BA beantragt werden. Die Gesamtkosten des 2. BAbetragen rd. 6,4 Mio. , der städtische Eigenanteil beträgt davon 20% (1,3 Mio. ). Dies ist in der mittelfristigenHaushaltsplanung berücksichtigt. Die Antragstellung soll im April 2013 erfolgen, mit einer Bewilligung der Gelderist Ende 2013 zu rechnen.Die Pläne und die Kostenberechnung sind dieser Vorlage beigefügt (Anlage 1 Pläne und Kosten). Diese Pläne und Kostenberechnungen bilden die Grundlage für die Antragstellung zum 2. Bauabschnitt.
Gegenüber der Entwurfsplanung vom September 2012 haben sich in der Detailplanung Änderungen
insbesondere bei der Flächenverteilung ergeben. Änderungen bei den Kosten für das Gesamtbudget haben sichnicht ergeben. Auch ist es bisher gelungen die von Beginn an bestehende Nutzerzusammensetzungbeizubehalten und mit einander zu vernetzen. So haben sich im gesamten Entwicklungsprozess bereitsverschiedenste Kooperationen zwischen sozialen und kreativen Einrichtungen gebildet, die derzeit immer weiterausgebaut werden. Im Laufe des Projektvorhabens wird es weitere Aktionen geben, die weitere Kooperationender zukünftigen Nutzer und Einrichtungen des Stadtteils unterstützen. Hierdurch lässt sich erkennen, dass dasErreichen der o.g. Zielsetzung des Projektvorhabens bereits auf einem guten Weg ist.
3. Zeitschiene
Der Baubeginn des 1. BA ist für Mitte 2013 geplant. Mit der Fertigstellung des 1. BA ist voraussichtlich Ende 2014zu rechnen.Der 2. BA soll nach Bewilligung der Fördermittel - parallel zum 1. BA vorgenommen werden. Der Baubeginn fürden 2. BA ist für Anfang 2014 geplant.Das gesamte Projektvorhaben soll bis Ende 2015 abgeschlossen sein.
Eine fortlaufende Information der Politik wird durch die Verwaltung sichergestellt.
Auswirkungen
finanzielle Auswirkungen | ||||||
Investive Auswirkungen | Ansatz 2013 | Fortgeschriebener Ansatz 2014 | Ansatz 2015 ff. | Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) |
Einzahlungen | 2.400.000 | 0 | 3.698.000 | 0 | 6.098.000 | |
Auszahlungen | 3.380.000 | 5.170.000 | 0 | 0 | 0 | 8.850.000 |
Ergebnis | 980.000 | 5.170.000 | - 3.698.000 | 0 | 0 | 0 |
Deckung ist gegeben: Deckung mittels 80% Fördergelder und Zusage Übernahme Eigenanteile aus allgemeinen HH-Mitteln. Antrag für 2. Bauabschnitt (6,4 Mio. ) wird gestellt. | ||||||
Weitere Dokumente (3)
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Technische Details
ID: 56816
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=56816
Hauptdokument
Hauptdokument
Vorlage.pdf
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 9
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Aachen
- Gremium
- Rat der Stadt Aachen
- Datum
- Mi., 17.04.2013
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
- Geändert
- 23.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 23. Februar 2026 um 19:39