16. Mai 2013 um 17:30, Verwaltungsgeb. Mozartstraße Zi.207
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Raumplanung Ludwig Forum für Internationale Kunsthier: Umgestaltung des Eingangsbereichs des Ludwig Forums

E 49.2/0009/WP16 · Entscheidungsvorlage

Raumplanung Ludwig Forum für Internationale Kunsthier: Umgestaltung des Eingangsbereichs des Ludwig Forums

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Frau Dr. Franzen erläutert ausführlich mit Hilfe diverser Fotos die Planungen.

Ratsfrau Reuß, Ratsfrau Beslagic, Ratsherr Bruynswyck, Ratsherr Pilgram und die Vorsitzende, Bürgermeisterin Dr. Schmeer, begrüßen das Vorhaben.

Auf Anfrage von Frau Epstein verweist die Vorsitzende, Bürgermeisterin Dr. Schmeer, auf den Beschlussvorschlag der Verwaltung, wonach es zunächst darum geht, das Gesamtkonzept weiter zu verfolgen und die Verwaltung beauftragt wird, den Planungsauftrag für die Gestaltung des Eingangsbereichs zu erteilen.

Die Vorsitzende erklärt, dass die hierfür vorgesehenen Mittel zur Verfügung stehen und nicht anderweitig verplant seien.

Herr Stadtdirektor Rombey erklärt mit Verweis auf die Darstellung in den Medien, dass es hier nicht um eine Gegenüberstellung von öffentlicher Kunst und der freien Kulturszene gehe.

Er erläutert, dass man diesen Gegensatz nicht herstellen darf; vielmehr ist es gerade die Zusammenarbeit der öffentlichen Kultureinrichtungen und der freien Kulturszene, die die Vielfalt der Aachener Kultur ausmacht.

Er weist darauf hin, dass die öffentliche Kultur einen anderen Auftrag hat und zählt bspw. das Sammeln und Erhalten von Kunst auf.

Herr Stadtdirektor Rombey verweist darauf, dass die freie Kulturszene in Aachen insbesondere durch die KASTE-Mittel gefördert und unterstützt wird.

Nachrichtlich informiert er den Betriebsausschuss Kultur darüber, dass der Kulturbetrieb eine enorme Anzahl von Anfragen bekommt, private Sammlungen zu übernehmen;

Herr Stadtdirektor Rombey erklärt, dass sich das Ludwig Forum für Internationale Kunst verändert habe und auch weiterhin verändern muss.

Aus einem ehemaligen Forum sei nun ein Museum mit einer Sammlung geworden.

Er bezeichnet diesen Schritt als eine auch zukünftig umzusetzende Herausforderung und nennt beispielhaft zahlreiche Projekte der vergangenen Jahre.

Abschließend weist Herr Stadtdirektor Rombey auf die durch Frau Dr. Franzen insgesamt eingeworbenen 2,5 bis 3 Mio.€ an Zuschussmittel hin, die dank der Vernetzung und des Engagements von Frau Dr. Franzen eingeholt wurden.

Er äußert sein Unverständnis hinsichtlich der seit Jahren bestehenden Kritik am Ludwig Forum und stellt abschließend die Frage, wann Aachen seinen Frieden mit dem Ludwig Forum finden werde.

Beschluss

Beschluss 179/23/2013: Der Betriebsausschuss Kultur beschließt einstimmig: Der Betriebsausschuss Kultur nimmt die Ausführungen der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis und bittet die Verwaltung, das Gesamtkonzept weiter zu verfolgen. Der BA beauftragt die Verwaltung, den Planungsauftrag für die Gestaltung des Eingangsbereichs (Kasse, Shop, Kaffeebar, Tordurchfahrt) zu erteilen. Die Finanzierung soll möglichst aus den Rücklagen des E 49 zur Verfügung gestellt werden.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Betreibsausschuss Kultur nimmt die Ausführung der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis und bittet die Verwaltung, das Gesamtkonzept weiter zu verfolgen. Der BA beauftragt die Verwaltung, den Planungsauftrag für die Gestaltung des Eingangsbereichsbereichs (Kasse, Shop, Kaffeebar, Tordurchfahrt) zu erteilen.

Die Finanzierung soll möglichst aus den Rücklagen des E 49 zur Verfügung gestellt werden.

Erläuterungen

Erläuterungen:

1) Ausgangslage

Das Ludwig Forum hat von Anfang an mit einem Nutzungskonflikt zwischen Vollrestaurant im Durchgangsbereich des Museums und der fachgerechten Erschließung der oberen Ausstellungsräume zu kämpfen. Zusätzlich erschwerten konservatorische Probleme die Situation, da sich die Essensdämpfe in den Ausstellungsräumen im 1. und 2. OG auf den Objekten niederschlugen.

Auch der offene Eingangsbereich birgt schwerwiegende konservatorische Probleme, die angesichts der großen Wertsteigerungen der Kunstwerke im Eigentum und im Besitz des Ludwig Forums gravierend sind. Es existiert derzeit kein Windfang, der Staub und Pollenflug, sowie das Außenklima vom Binnenklima trennen würde. Schäden sind bei Beibehaltung der jetzigen Situation unvermeidlich.

Der Museumsshop ist derzeit unterentwickelt und kann bisher keine nennenswerte Einnahmequelle für das Haus sein, da der Platz für eine entsprechende Shopgröße fehlt. Voraussetzung ist, dass der Shop von der Museumskasse aus mitbetreut werden kann.

2) Gesamtkonzept

Das Ludwig Forum lebt davon, dass es als besonderer Kunst- und Kultur-Ort inmitten des Aachener Nordens wahrgenommen wird. Die Verlagerung der Neuen Galerie und Veränderung zum Ludwig Forum war 1991 vom Gedanken getragen, in Aachen-Nord eine der größten und wichtigsten kulturellen Institutionen der Stadt Aachen zu verankern und damit eine positive Aufmerksamkeit auf das Viertel zu lenken. Aachen-Nord ist ein Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf und wird als Kulturstandort entwickelt. Mit dem Ludwig Forum, der Musikschule, dem Neuern Aachener Kunstverein und dem zukünftigen Kreativdepot befinden sich wichtige kulturelle Institutionen in diesem Viertel. Durch das derzeit laufende Stadtteilerneuerungsprogramm werden weitere kulturelle Impulse gesetzt, u.a. wird der Park des Ludwig Forum umgestaltet und der Bevölkerung als attraktiver Grünraum zur Verfügung gestellt.

Das Profil des Ludwig Forum, ein Ort für die Gegenwartskunst seit 1960 zu sein und die aktuellen Künste zu präsentieren, geht einher mit der Idee einer „Oase“ im Aachener Norden, wo sowohl die Anwohner mit dem Ludwig Forum und dem LUFO Park attraktive Angebote bekommen, als auch die gesamte Aachener Bevölkerung, die Bewohner der Städteregion sowie darüber hinaus die Touristen Aachens einen kulturellen Magnet erleben können. Neben Kunstausstellungen, Kunstvermittlung und vielfältigen kulturellen Programmen, sind ein attraktives gastronomisches Angebot und der Shop für das Ludwig Forum entscheidend für die Attraktivität, Außenwahrnehmung und Vermarktung.

Ein attraktives Restaurant mit Bistrobereich, ein attraktivere Gestaltung der Tordurchfahrt, ein großzügiger Shop mit einem Eingangsbereich, der Verteilerfunktion hat, sind dafür notwendige Maßnahmen. Die damit verbundene Steigerung der Aufenthaltsqualität im Ludwig Forum wird sich positiv auf die Besuchszahlen und die finanziellen Einnahmen auswirken. Kombinierte Programme wie Kunst-Brunch mit Kinderbetreuung an Sonntagen, neues Cateringkonzept für Veranstaltungen im LUFO, Hochzeit im LUFO Park, „Kunstpause mit Lunch“ sind Teil dieser Planung.

Zur erfolgreichen Umsetzung gehören:

- ein optimierter Kassenbereich kombiniert mit italienischer Kaffeebar im bisherigen Restaurant

- ein deutlich vergrößerter Shop im ehemaligen Restaurant, durch den die Besucher beim Eintritt und beim Hinausgehen geleitet werden

- ein Vollrestaurant in der ehemaligen Kantine der Schirmfabrik mit Anbindung an den Park, mit gleichzeitiger Verlagerung der Schreinerei in das Kreativdepot in der Talstraße sowie Einrichtung einer verkleinerten Werkstatt im Anlieferungsbereich des LUFO

- die Aufwertung des Eingangsbereichs/Tordurchfahrt zur Jülicher Straße durch besondere Gestaltung und neue Beleuchtung der Tordurchfahrt, Markierung an der Außenfassade und Markierung des Eingangsbereiches

3) Vorablösung Neugestaltung des Eingangsbereichs und OptimierungKasse/Shop/Kaffeebar

Hinsichtlich der Finanzierung der Restaurantverlagerung laufen bisher positive Gespräche zwischen der Verwaltung, einem potentiellen Investor, der die ehemalige Kantine in Erbpacht von der Stadt übernehmen könnte und mit einem renommierten Pächter seiner Wahl, der ebenfalls bereits großes Interesse signalisiert hat, das Restaurant des LUFO zu betrieben.

Die Maßnahme muss aus logistischen und finanziellen Gründen in zwei Schritten umgesetzt werden:

Erstes Ziel der Maßnahme ist die Optimierung der Eingangssituation mit Tordurchfahrt und neuem Eingangsbereich. Dafür sind 300.000 € im Etat des Kulturbetriebs für diesen Zweck vorgesehen. Damit – analog zum Suermondt-Museum – eine funktionale Verbesserung der seit 20 Jahren unbefriedigenden Situation erreicht wird, bevor als zweites Ziel die Verlagerung der Schreinerei und die Umgestaltung des alten Kantinengebäudes zu einem Vollrestaurant vollzogen werden kann.

Hinsichtlich des Betriebs der Kaffeebar strebt der Kulturbetrieb eine Gesamtlösung für seine Einrichtungen an.

Es scheint geboten, den Eingangsbereich schnellstmöglich umzusetzen, um für das Funktionieren des Ludwig Forum einen neuen funktionalen Eingang mit entsprechendem Shop und einer Kaffeebar einzurichten. Diese Maßnahme bewirkt, dass möglichst bald und auch während der Umbauten der ehemaligen Kantine und der Verlagerung der Schreinerei ein Mindestangebot an Speisen und Getränken im Ludwig Forum verzehrt werden kann, das ehemalige Restaurant zu Vermietzwecken wieder vermarktet werden kann und ein größerer Shop entsprechende Einnahmen generiert.

Eine Aufteilung der Maßnahmen ist alleine schon aus funktionalen Gründen notwendig und wünschenswert, weil der normale Museumsbetrieb von den Umbaumaßnahmen und der Erweiterung/Neueinrichtung des Restaurants möglichst unbelastet bleiben soll.

Außerdem entspannt die Maßnahme den Umsetzungszeitdruck für die Restaurantplanung bei gleichzeitiger sofortiger Aufwertung der jetzigen Situation. Auch die Umplanung der Schreinerei soll davon unbeeinflusst vonstatten gehen. Als Übergangszeit bis zur Fertigstellung des Kreativdepot ist die Mitnutzung der Schreinerei des FB 26 sowie des Suermondt-Museums, sowie Auftragsvergabe für große Plattenzuschnitte an Dritte vorgesehen.

Technische Details

Hauptdokument

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Betroffene Straßen

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Metadaten

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Ö 2
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sondersitzung des Betriebsausschusses Kultur
Gremium
Betriebsausschuss Kultur
Datum
Do., 16.05.2013
Uhrzeit
17:30
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
Ludwig Forum für Internationale Kunst
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 19:49