Handlungskonzept AntoniusstraßeHier: Sachstandsbericht der Verwaltung
Dez II/0007/WP16 · Kenntnisnahme
Handlungskonzept AntoniusstraßeHier: Sachstandsbericht der Verwaltung
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Herr Oberbürgermeister Philipp verweist auf die hierzu verteilte Tischvorlage.
Frau Grehling trägt zum derzeitigen Sachstand vor. Erklärtes Ziel sei es, für den Bereich der Antoniusstraße Planungsstabilität und Möglichkeiten zu erreichen, stabile Standards und Ausstattungsmerkmale zu erreichen. Zu begrüßen sie, dass im Rahmen des Runden Tisches seit kurzem nun auch private Beteiligte mitarbeiten würden. Eine Maßnahme, die gemeinsam gewünscht sei, wäre die Abpollerung der Antoniusstraße. Zur Umsetzung sei ein positives Votum des Hauptausschusses hilfreich.
Frau Begolli, Linke, äußert, dass die Vorlage viele erfreuliche Fortschritte beinhalte. Es fehle allerdings der Hinweis, dass es auch eine Kontaktaufnahme zur Städteregion gebe, um ein Beratungsangebot des Gesundheitsamtes sicherzustellen. Darüber hinaus sollten noch weitere Beratungsangebote entwickelt werden.
Eine Absperrung der Antoniusstraße sei zu begrüßen. Dazu sollte geprüft werden, ob die Immobilienbesitzer an den Kosten beteiligt werden können.
Sie regt ferner eine Erweiterung des Beschlussvorschlages an, wonach nach Zusammenkunft des Runden Tisches der Hauptausschuss in der anschließenden Sitzung über die Fortschritte unterrichtet werden soll.
Herr Oberbürgermeister Philipp weist darauf hin, dass eine Kostenbeteiligung nach KAG nicht möglich sei.
Frau Dr. Lassay, Grüne, begrüßt den Zwischenbericht und plädiert dafür, dass die Verwaltung aktiv auf das Gesundheitsamt zugehen solle, um eine Beratung für die Prostituierten zu initiieren.
Frau Schlick äußert, dass die CDU eine Abpollerung der Straße unterstütze.
Herr Plum, SPD, betont die Wichtigkeit einer funktionierenden Beratungsmöglichkeit und schlägt vor, den Beschlussvorschlag um die vorgeschlagene Abpollerung der Straße sowie einen regelmäßigen Bericht im Hauptausschuss und Ausschuss für Soziales zu ergänzen.
Frau Bürgermeisterin Scheidt, Grüne, plädiert dafür, das Gesundheitsamt der Städteregion als Kooperationspartner in das Handlungskonzept einzubeziehen.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Hauptausschuss nimmt den Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnis.
Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt den Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Auf der Grundlage der Beratung und Beschlussfassung vom 06.03.2013 hat die Verwaltung wie beauftragt, weitere konzeptionelle Maßnahmen bezüglich der Entwicklung Antoniusstraße getroffen und vorangetrieben.
Wesentliche Bausteine sind der bereits verabschiedete Beschluss über die Durchführung vorbereitender Untersuchungen in Bezug auf eine Sanierungssatzung, der Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplanverfahrens. Daneben tritt die Intensivierung des runden Tisches bzw. der Einbeziehung betroffener Eigentümer und Betreiber entsprechender Einrichtungen in der Antoniusstraße.
Wie dargelegt sind alle Dienststellen der Verwaltung, die mit dem Thema Prostitution zu tun haben, ständige Mitglieder dieses runden Tisches oder werden bei Bedarf hinzugezogen.
Erstmalig nahmen sowohl zwei Bordellbetreiber als auch eine Hauseigentümerin aus der Antoniusstraße an einer Sitzung teil, was von allen Beteiligten sehr begrüßt wurde. Es fand ein konstruktiver Austausch statt.
Es wurde abgesprochen, dass ein Hinzuziehen weiterer Betreiber und Eigentümer erstrebenswert ist.
Verhinderung von Zuhälterei
Es ist das erklärte gemeinsame Ziel, zumindestin den Häusern Zuhälterei zu verhindern. Die anwesenden Betreiber haben zu diesem Zweck Personal eingestellt, welches verhindern soll, dass die Zuhälter in die Häuser gehen und die Frauen dort bedrohen. Ein wichtiger Schritt zur Unterstützung dieser Bestrebungen könnte die Sperrung der Antoniusstraße für den öffentlichen Verkehr sein. So könnte verhindert werden, dass Zuhälter mit ihren Fahrzeugen die Straße nutzen, um vor den Häusern die Frauen zu überwachen und unter Druck zu setzen sowie vor Ort in den Autos zu übernachten. Eine mechanische Sperre müsste so gestaltet sein, dass sie von der Polizei schnell entfernt werden kann und Vandalismus standhält.
Auch die Frage der Mindeststandards wurde in diesem Kreis erörtert, wird im Übrigen aber auch im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen zu beantworten sein. Die Standards in den Häusern sind sehr unterschiedlich. Die anwesenden Betreiber gaben an, ihre Häuser gut saniert zu haben. Anlässlich einer Begehung wird der Runde Tisch sich davon überzeugen.
Der Runde Tisch ist zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Verbesserung der baulichen Rahmenbedingungen im Wesentlichen von drei Faktoren abhängt:
- Planungssicherheit für die Eigentümer aufgrund klarer politischer Beschlüsse
- Abschluss langfristiger Mietverträge mit den Betreibern
3.Gespräche mit den Eigentümern zur Notwendigkeit der Einhaltung von Mindeststandards im beiderseitigen Interesse
Erarbeitung eines Beratungsangebotes:
Es wird auf der Basis des Handlungskonzeptes des Runden Tisches ein Leistungskatalog erarbeitet. Die Anforderungen wurden in der Sitzung abgestimmt. Der Leistungskatalog wird potentiellen Trägern einer Beratungsstelle vorgelegt, damit diese ein konkretes Angebot erarbeiten können.
Ausblick
Nach den Sommerferien werden die bis dahin erzielten Ergebnisse dem Runden Tisch vorgestellt.
Dies gilt entsprechend in Bezug auf die baurechtlichen und ordnungsrechtlichen Fragen etwa hinsichtlich der Errichtung eines Laufhauses und weiterer Sanierungsmöglichkeiten.
Weiterer Bericht erfolgt mündlich.
Technische Details
ID: 58415
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=58415
Hauptdokument
Hauptdokument
Vorlage.pdf
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 8
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Hauptausschusses
- Gremium
- Hauptausschuss
- Datum
- Mi., 12.06.2013
- Uhrzeit
- 16:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- Dezernat II
- Geändert
- 23.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 23. Februar 2026 um 19:59