Handlungskonzept AntoniusstraßeHier: Sachstandsbericht der Verwaltung
Dez II/0007/WP16 · Kenntnisnahme
Handlungskonzept AntoniusstraßeHier: Sachstandsbericht der Verwaltung
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Herr Emonts berichtet ergänzend, dass zwischenzeitlich sowohl Bordellbetreiber als auch eine Eigentümerin, vertreten durch ihre Tochter, für die Teilnahme am Runden Tisch gewonnen werden konnten.
Auf Veranlassung des Runden Tisches ist beabsichtigt, durch Errichten eines Pollers am Ende der Antoniusstraße die Zufahrt für allgemeine Kraftfahrzeuge zu unterbinden. Die Kontrolle der Frauen durch die Zuhälter wird dadurch erschwert und den Frauen mehr Schutz geboten.
Der Runde Tisch hat individuell für die Stadt Aachen ein Anforderungsprofil für die Einrichtung einer dauerhaften Beratungsstelle erarbeitet. Nach Rücksprache mit der örtlichen Wohlfahrtspflege hat diese entschieden, dass sie kein eigenständiges Angebot für eine solche Beratungsstelle unterbreiten wird. Frau Timm bestätigt, dass SOLWODI in den vergangenen zwei Jahren aufgrund seiner Fachlichkeit sehr gute Arbeit in dem Bereich erbracht hat. Die örtlichen Träger sehen sich nicht in der Lage, dieses spezifische Beratungsangebot unmittelbar in gleicher Qualität zu übernehmen. Man wird jedoch, wie bereits in der Vergangenheit geschehen, einvernehmlich mit SOLWODI zusammen arbeiten. Herr Emonts ergänzt, dass SOLWODI bereits einen Leistungskatalog erstellt hat, der aktuell von der Verwaltung überarbeitet wird. Dieser sieht nach Bedarf eine Zusammenarbeit mit den örtlichen Trägern der Wohlfahrtspflege vor. Wichtig ist die Formulierung eines flexiblen Angebotes, da die Bedarfe der Frauen aufgrund des Wandels der aufkommenden Nationalitäten stetigen Änderungen unterliegen.
Die örtliche Unterbringung der Beratungsstelle ist noch abschließend zu klären.
Herr Deumens weist darauf hin, dass die Einbindung des Gesundheitsamtes der StädteRegion im Rahmen des Beratungsangebotes – wie bereits in der Hauptausschusssitzung vom 12.06.2013 vorgetragen - wichtig für die betroffenen Frauen ist, die üblicherweise nicht krankenversichert sind. Herr Emonts entgegnet, dass sich das erforderliche Beratungsangebot in der Umsetzung erst entwickeln muss, bevor konkrete Bedarfe festgestellt werden können. Das Gesundheitsamt ist durch die Teilnahme am Runden Tisch involviert. Eine permanente Gesundheitsberatung wird das Gesundheitsamt mangels Personal nicht anbieten können.
Die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie begrüßen allgemein die Arbeit des Runden Tisches und die erarbeiteten Maßnahmen zur Besserung der Situation der betroffenen Frauen.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Hauptausschuss nimmt den Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnis.
Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt den Sachstandsbericht der Verwaltung zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Auf der Grundlage der Beratung und Beschlussfassung vom 06.03.2013 hat die Verwaltung wie beauftragt, weitere konzeptionelle Maßnahmen bezüglich der Entwicklung Antoniusstraße getroffen und vorangetrieben.
Wesentliche Bausteine sind der bereits verabschiedete Beschluss über die Durchführung vorbereitender Untersuchungen in Bezug auf eine Sanierungssatzung, der Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplanverfahrens. Daneben tritt die Intensivierung des runden Tisches bzw. der Einbeziehung betroffener Eigentümer und Betreiber entsprechender Einrichtungen in der Antoniusstraße.
Wie dargelegt sind alle Dienststellen der Verwaltung, die mit dem Thema Prostitution zu tun haben, ständige Mitglieder dieses runden Tisches oder werden bei Bedarf hinzugezogen.
Erstmalig nahmen sowohl zwei Bordellbetreiber als auch eine Hauseigentümerin aus der Antoniusstraße an einer Sitzung teil, was von allen Beteiligten sehr begrüßt wurde. Es fand ein konstruktiver Austausch statt.
Es wurde abgesprochen, dass ein Hinzuziehen weiterer Betreiber und Eigentümer erstrebenswert ist.
Verhinderung von Zuhälterei
Es ist das erklärte gemeinsame Ziel, zumindestin den Häusern Zuhälterei zu verhindern. Die anwesenden Betreiber haben zu diesem Zweck Personal eingestellt, welches verhindern soll, dass die Zuhälter in die Häuser gehen und die Frauen dort bedrohen. Ein wichtiger Schritt zur Unterstützung dieser Bestrebungen könnte die Sperrung der Antoniusstraße für den öffentlichen Verkehr sein. So könnte verhindert werden, dass Zuhälter mit ihren Fahrzeugen die Straße nutzen, um vor den Häusern die Frauen zu überwachen und unter Druck zu setzen sowie vor Ort in den Autos zu übernachten. Eine mechanische Sperre müsste so gestaltet sein, dass sie von der Polizei schnell entfernt werden kann und Vandalismus standhält.
Auch die Frage der Mindeststandards wurde in diesem Kreis erörtert, wird im Übrigen aber auch im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen zu beantworten sein. Die Standards in den Häusern sind sehr unterschiedlich. Die anwesenden Betreiber gaben an, ihre Häuser gut saniert zu haben. Anlässlich einer Begehung wird der Runde Tisch sich davon überzeugen.
Der Runde Tisch ist zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Verbesserung der baulichen Rahmenbedingungen im Wesentlichen von drei Faktoren abhängt:
- Planungssicherheit für die Eigentümer aufgrund klarer politischer Beschlüsse
- Abschluss langfristiger Mietverträge mit den Betreibern
3.Gespräche mit den Eigentümern zur Notwendigkeit der Einhaltung von Mindeststandards im beiderseitigen Interesse
Erarbeitung eines Beratungsangebotes:
Es wird auf der Basis des Handlungskonzeptes des Runden Tisches ein Leistungskatalog erarbeitet. Die Anforderungen wurden in der Sitzung abgestimmt. Der Leistungskatalog wird potentiellen Trägern einer Beratungsstelle vorgelegt, damit diese ein konkretes Angebot erarbeiten können.
Ausblick
Nach den Sommerferien werden die bis dahin erzielten Ergebnisse dem Runden Tisch vorgestellt.
Dies gilt entsprechend in Bezug auf die baurechtlichen und ordnungsrechtlichen Fragen etwa hinsichtlich der Errichtung eines Laufhauses und weiterer Sanierungsmöglichkeiten.
Weiterer Bericht erfolgt mündlich.
Technische Details
ID: 58487
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=58487
Hauptdokument
Hauptdokument
Vorlage.pdf
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 9
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie
- Gremium
- Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
- Datum
- Do., 27.06.2013
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- Dezernat II
- Geändert
- 23.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 23. Februar 2026 um 20:07