3. Juli 2013 um 09:00, Sitzungssaal Adalbertsteinweg 59-65
TOP 4Öffentlich

Vorstellung des Ganzheitlichen Personalmanagements (GPM)

FB 11/0187/WP16 · Entscheidungsvorlage

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Herr Hammers berichtet über die Entwicklung und den derzeitigen Stand des ganzheitlichen Personalmanagements bei der Stadt Aachen. Im Rahmen der Präsentation „Grundzüge eines ganzheitlichen Personalmanagements“ geht Herr Hammers insbesondere auf die zukünftigen Herausforderungen des Personalmanagements ein und erläutert diese. Die sich hieraus ergebenden Aktionsfelder bzw. abzuleitenden Maßnahmen werden im Einzelnen beschrieben.

Im Rahmen des anschließenden Meinungsaustausches bedankt sich Frau Begolli für diese Informationen und erkundigt sich, welcher Zeitrahmen für die Einführung des Zielstellenplanes eingeplant ist. Herr Hammers führt aus, dass das Thema Zielstellenplan als Projektauftrag aus dem Verwaltungsvorstand an den Fachbereich Personal und Organisation, beginnend im eigenen Bereich, gegangen ist. Der Zielstellenplan soll in standardisierter Form ausgestaltet und mit anderen Daten wie Vollzeitäquivalenten, Kennzahlen, Stellenplan vernetzt werden. Ein Ergebnis werde voraussichtlich Anfang 2014 vorliegen.

Herr Gerets hebt die Bedeutung des Gesundheitsschutzes hervor.

Herr Herforth merkt an, dass er das Thema „Aufgabenkritik“ in dem Vortrag vermisst. Herr Hammers verweist in diesem Zusammenhang auf die im Verwaltungsvorstand laufenden thematischen Auseinandersetzungen zu den Herausforderungen und Aufgabenfeldern der Verwaltung. Im Übrigen wird die veränderte gesellschaftliche Entwicklung zwangsläufig zu Veränderungen in der Aufgabenwahrnehmung führen. Ergänzend führt Herr Dr. Barth aus, dass auf der Grundlage von Leistungskennzahlen, Leistungsfähigkeit und Zielorientierung die Politik zunehmend gefordert sein wird (Beispiele: Umsetzung U3-Ausbau, Ist- und Soll-Gegenüberstellung im Rahmen des Zielstellenplanes, Zusammenlegung von Fachbereichen, Stelleneinrichtungen).

Herr Herforth merkt an, dass für ihn nicht konkret erkennbar ist, wie das Thema Aufgabenkritik behandelt werden soll.

Die Präsentation ist als Anlage beigefügt.

Der Personal- und Verwaltungsausschuss beschließt einstimmig:

Beschluss

Der Personal- und Verwaltungsausschuss nimmt die Informationen über das Ganzheitliche Personalmanagement der Stadtverwaltung Aachen zustimmend zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Personal- und Verwaltungsausschuss nimmt die Informationen über das Ganzheitliche Personalmanagement der Stadtverwaltung Aachen zustimmend zur Kenntnis.

In Vertretung

(Dr. Barth)

Erläuterungen

Erläuterungen:

Die Stadtverwaltung Aachen steht in den kommenden Jahren vor der großen Herausforderung,

das städtische Personal unter folgenden Determinanten zu entwickeln:

-der soziodemografische Wandel

-der Fach- und Führungskräftemangel

-die Finanzlage

-der Zuwachs und die Veränderung von Aufgaben

-die technologische Entwicklung

mit insbesondere folgenden Problemlagen:

-Personalmangel durch altersbedingtes Ausscheiden/Abwanderung

-Fachkräftemangel in bestimmten Berufssegmenten

-Qualifizierungsbedarf für Führungsnachwuchs

-Konkurrenzkampf um die besten Nachwuchskräfte

-schlechte Bezahlstruktur für Neueinsteiger

-sinkende Bewerberquoten bei Stellenausschreibungen

-sinkende Qualität im Bewerberprofil

-mit dem Alter steigende Fehlzeiten.

Das Durchschnittsalter des städtischen Personals beträgt 45,5 Jahre. Bis 2020 scheiden zwei Drittel der MitarbeiterInnen des höheren Dienstes aus (115 von 174), 41 % des gehobenen Dienstes (504 von 1230) sowie 22 % des mittleren Dienstes (638 von 2898) aus. Bis 2025 wird die Hälfte der Mitarbeiterschaft zu ersetzen sein, darunter auch die Hälfte der jetzigen Führungskräfte.

Um die Leistungsfähigkeit unserer Verwaltung zu erhalten, gilt es jetzt, folgende Handlungsfelder in einem ganzheitlichen Personalmanagementkonzept zu verknüpfen:

-Personalbedarfsplanung

-Personalgewinnung und -marketing

-Personalauswahlverfahren

-Personalerhaltung und -bindung

-Personalführung

-Personalentwicklung und

-Personalkostenmanagement

Die Konzeptentwicklung begann im letzten Jahr mit einer Reihe halbtägiger Workshops unter Mitwirkung von Dezernat V, FB 11, VertreterInnen der Fachbereiche und Eigenbetriebe und Gesamt-/ Personalrat einschließlich der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV), des AGS, des Gleichstellungsbüros und der Schwerbehindertenvertretung unter Begleitung der KGSt (Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement).

Infolge der intensiven Auseinandersetzung mit dem ganzheitlichen Personalmanagementkonzept haben sich folgende Aktionsfelder herausgebildet, die sukzessive weiter ausgestaltet werden:

-„Employer Branding“ (Arbeitgebermarke) als Beitrag zu Personalgewinnung und –marketing

-von der Personalbörse zu einem internen Arbeitsmarkt

-Gesundheitsschutz (Stärkung Betriebliches Eingliederungsmanagement und Prävention)

-Auswahlverfahren als Personalentwicklungsinstrument (u.a. Förderung der „2. Sieger“)

-Aufbau eines Kompetenzmanagements (Entwicklung von Kompetenzprofilen der MA)

-Einführung einer lebenszyklusorientierten Personalentwicklung

-Weiterentwicklung im Fortbildungsbereich, u.a. Qualifizierung bestimmter Berufsgruppen

-themenbezogene Mitarbeiterbefragung als Beitrag zu Personalerhaltung und -bindung

-Entwicklung von Führungsnachwuchs (modulares Fortbildungsprogramm)

-Organisatorische Betrachtung von Führungspositionen (Führungsspanne, Stellenbewertung)

-qualitative Weiterentwicklung von Auswahlverfahren für Führungspositionen

-Führungsmonitoring (u. a. Beurteilung, Führungsfeedback, Mitarbeiterbefragung, Coaching)

-Personalkostenmanagement (Personalkostenanalyse und –controlling)

-Einführung eines Zielstellenplans (im Sinne einer vorausschauenden Personalbedarfsplanung).

Die konstruktive Zusammenarbeit wird im Kreis aller an der Konzeption Beteiligten fortgesetzt.

Die Handlungsnotwendigkeiten für die Stadt bestehen jetzt und ein Zuwarten wäre fahrlässig.

Das Thema der Zukunftssicherung für den Personalkörper einer Stadtverwaltung ist zur Zt. auch Gegenstand eines mit ESF-Mitteln geförderten Projektes „Demografieaktive Qualifizierung“ unter Beteiligung der Stadtverwaltung Aachen. Darüber wurde bereits in der Sitzung dieses Ausschusses am 21.11.2012 berichtet.

In der zweiten Jahreshälfte 2013 werden daraus konkrete Fortbildungsbausteine entwickelt sein und zur Umsetzung gelangen. Beteiligte renommierte Projektpartner wie die „Prognos AG“ (Europäisches Zentrum für Wirtschaftsforschung und Strategieberatung, Berlin) stützen mit den Ergebnissen ihrer gesellschaftlichen Studien in hohem Maße die hier herausgearbeiteten Aktionsfelder.

Die Neuorganisation des Fachbereiches Personal und Organisation, die dem Ausschuss am 13.03.2013 vorgestellt worden ist, bietet strukturell eine sehr gute Voraussetzung, die oben genannten Aktionsfelder nach vorne zu entwickeln.

In der Sitzung wird das ganzheitliche Personalmanagement für die Stadtverwaltung Aachen anhand einer Präsentation detaillierter vorgestellt.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen: keine zusätzlichen Ausgaben

Abstimmungsergebnis

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Technische Details

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Ö 4
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Personal- und Verwaltungsausschusses
Gremium
Personal- und Verwaltungsausschuss
Datum
Mi., 03.07.2013
Uhrzeit
9:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 11 - Fachbereich Personal, Organisation
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 20:08