11. Juli 2013 um 17:00, Verwaltungsgebäude Marschiertor
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Monschauer Straße/ Knotenpunkt SiegelAnpassungsarbeiten im Rahmen der anstehenden Deckenarbeiten zur Verbesserung des Verkehrsflusses

FB 61/0928/WP16 · Entscheidungsvorlage

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Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Herr Ferrari von der Fraktion Grüne bittet um eine Stellungnahme zu den Vorschlägen des ADFC. Dieser habe angeregt, den Radverkehr von der Robert-Schuman-Straße in Richtung Monschauer Straße nicht mehr über die abgesetzte Furt sondern parallel zum Kraftfahrzeugverkehr über den Knoten zu führen. Ein weiterer Vorschlag sei die Freigabe des Rechtsabbiegers von der Siegelallee in die Monschauer Straße für Radfahrer, damit von dort aus in die Fahrbahn der Adenauerallee gefahren werden könne. Am Beginn der Adenauerallee auf Höhe der Dreiecksinsel ein Schutzstreifen markiert werden. Außerdem fordere der ADFC die Entfernung der Drucktastenanforderung für Fußgänger und Radfahrer im Knotenpunkt.

Für die Verwaltung nimmt Herr U. Müller Stellung. Die Drucktastenanforderung könne im Knoten mit einem geringen Mehrkostenaufwand entfernt werden. Die Überquerung des Einmündungsbereiches der Siegelallee für Fahrradfahrer lasse sich im Rahmen einer punktuellen Umbaumaßnahme ebenfalls realisieren. Lediglich der Vorschlag des ADFC, den Rechtsabbieger für Geradeausfahrten freizugeben, werde von der Verwaltung nicht aufgegriffen, da dieser Fahrstreifen stark belastet sei. In Bezug auf die Radverkehrsführung in der Adenauerallee, werde eine eigenständige Planung für erforderlich gehalten.

Als Mitglied der CDU Fraktion begrüßt Herr Lindemann die geplante Neumarkierung, da bei mangelnder Leistungsfähigkeit für den Linksabbieger in die Siegelallee eine stärkere Belastung der Robert-Schuman-Straße und der weitergehenden Fahrbeziehung in die Innenstadt zu befürchten sei. Der in die Siegelallee geführte Verkehr müsse aber auch abfließen können. Die geplante Bushaltestellensituation ermögliche keine flüssige Vorbeifahrt für den Individualverkehr. Außerdem sei die Mittelmarkierung im Plan entwertet, tatsächlich aber vor Ort auch in dem bereits fertig gestellten Abschnitt vorhanden.

Herr U. Müller bestätigt, dass eine Mittelmarkierung ab einer Restfahrbahnbreite von 5,5 m möglich sei. Die Haltestellensituation müsse unter Berücksichtigung der Kronentraufbereiche der vorhandenen Bäume geprüft werden. Für eine Verbreiterung an der aktuellen Stelle müsse nicht nur der Radweg sondern auch der Parkstreifen zurückgebaut werden. Bei einer Fahrgastzählung am 10.07.2013 von 6:00 Uhr bis 08:00 Uhr seien bei drei Linienfahrten, sieben Schulbusfahrten und einem Schülersonderverkehrfahrzeug 25 Einsteiger und 3 Aussteiger registriert worden. Dies zeige, dass es sich um eine Umsteigehaltestelle handle. Die Verwaltung habe daher eine neue Variante geplant, die einen kleinteiligen Rückbau des Parkstreifens vorsehe. Dies erfordere jedoch eine bauliche Anpassung.

Herr Janßen von CDU Fraktion begrüßt den Variantenvorschlag, da nicht viele Busse dort hielten, die meisten aber im Schülerverkehr und somit zur Hauptverkehrszeit. Die Mittelmarkierung solle erhalten bleiben.

Aus Sicht des Herrn Paetz von der ASEAG sei der neue Standort vertretbar. Die Haltestelle solle wegen der Umsteigebeziehung möglichst nah am Knoten bleiben. Bei einer Restfahrstreifenbreite von 5 m könne am Bus vorbeigefahren werden.

Der Vorsitzende, Herr Jahn, hält fest, dass zwei Vorschläge des ADFC umgesetzt werden könnten. Die Radverkehrsführung auf der Adenauerallee werde gesondert von der Verwaltung überprüft. Außerdem solle die Mittelmarkierung beibehalten werden. Der Vorsitzende lässt mit den entsprechenden Ergänzungen über den Beschlussentwurf der Verwaltung abstimmen.

Beschluss

Der Mobilitätsausschuss beschließt auf Grundlage der vorliegenden Planung gemäß den Lageplänen 2013/06 - 06 L1 und 2013/06-06 L2 den dargestellten Ausbau am Knotenpunkt Siegel vorbehaltlich der Zustimmung der Bezirksvertretung Aachen-Mitte. Die Drucktastenanforderung an der Signalanlage des Knotens Siegel werden abgebaut. Die Radverkehrsführung von der Robert-Schuman-Straße zur Monschauer Straße soll parallel zur Fahrbahn erfolgen. Die Bushaltestelle Siegelallee soll so ausgeführt werden, wie von der Verwaltung in der Sitzung ausgeführt. Die Markierung des Mittelstreifens in der Siegelallee bleibt erhalten.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Mobilitätsausschuss beschließt auf Grundlage der vorliegenden Planung gemäß den Lageplänen 2013/06 - 06 L1 und 2013/06-06 L2 den dargestellten Ausbau am Knotenpunkt Siegel vorbehaltlich der Zustimmung der Bezirksvertretung Aachen-Mitte.

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte empfiehlt dem Mobilitätsausschuss, auf Grundlage der vorliegenden Planung gemäß den Lageplänen 2013/06 - 06 L1 und 2013/06-06 L2 den dargestellten Ausbau am Knotenpunkt Siegel zu zustimmen.

Erläuterungen

Erläuterungen:

1. Anlass

In der Monschauer Straße am Knotenpunkt Siegel sind in den Sommerferien Deckenerneuerungsarbeiten vorgesehen. Die Verkehrssituation in der Zufahrt Monschauer Straße ist in der Morgenspitze durch starke Rückstausituationen, insbesondere durch den linksabbiegenden Verkehr in die Siegelallee gekennzeichnet. Die Verkehrsteilnehmer stellen sich in diesen Überlastungszeiten bereits zweispurig in der eigentlich nur für ein Fahrzeug vorgesehenen Fahrspur bis zurück zur eingebauten Querungshilfe auf. Aktuelle Verkehrsdaten bestätigen die Rückstausituation.

2. Heutige Situation

Der Knoten Monschauer Straße/ Siegelallee ist ein stark befahrener Knoten. Besonders in der Morgenspitze ist der Linksabbieger aus der Monschauer Straße in die Siegelallee überlastet. Der Knoten wird verkehrsabhängig gesteuert. Die Fahrtrichtung Siegelallee erhält gemeinsam mit der Gegenrichtung, der Robert-Schumann-Straße eine Freigabe. Anschließend wird ein signalisierter Nachlauf gezeigt, welcher durch die Verkehrsabhängigkeit verlängert werden kann. Trotzdem bildet sich hier regelmäßig ein starker Rückstau.

3. Planung

Durch eine Ummarkierung und einen Umbau der Mittelinsel in der Monschauer Straße sowie weitere punktuelle Anpassungsarbeiten in der Siegelallee kann ein zweistreifiges Linksabbiegen ermöglicht werden. Dies bedeutet allerdings, dass der Linksabbieger keine gemeinsame Freigabe mit dem Gegenverkehr bzw dem Fußgänger über die Siegelallee haben darf. Er muss separat geschaltet werden, dies würde in der Zeit des bisher signalisierten Nachlauf geschehen.

Zurzeit kann der Linksabbieger, mit der gemeinsamen Freigabezeit und dem separaten Nachlauf, eine theoretische Verkehrsmenge von 304 Fahrzeugen in der Spitzenstunde bewältigen. Tatsächlich gezählt wurden aber 790 Fahrzeuge in der Spitzenstunde. Durch den doppelten Linksabbieger und eine leichte Anpassung der Grünzeiten können zukünftig 934 Fahrzeuge in der Spitzenstunde abbiegen, was die Leistungsfähigkeit deutlich erhöht. Dies entspricht nach HBS (Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen) der Qualitätsstufe „D“. Heute existiert “ für den Linksabbieger eine Qualitätsstufe „F.

Der vorliegende Entwurfsplan sieht darüber hinaus eine Verbesserung der radverkehrlichen Situation mit der Verlängerung der bisher in der Siegelallee markierten Schutzstreifen von der Louis-Beißel-Straße bis kurz vor den Knoten Siegel vor. Damit wird das bisher in der Siegelallee verfolgte Gestaltungselement des Schutzstreifens weiter verfolgt und die bisher vorhandenen unzureichenden Radverkehrsanlagen um ein sinnvolles Führungselement ergänzt.

Kurz hinter dem Einfädelungsbereich des neuen Schutzstreifens in der Siegelallee befindet sich eine Bushaltestelle. Diese Haltestelle wird 14mal am Tag von der Linie 30 angefahren. Der Entwurf sieht eine Verlegung der in der Parkbucht angelegten Haltestelle an den Fahrbahnrand vor, um einen barrierefreien Einstieg in den Bus zu ermöglichen. Alternativ bestünde die Möglichkeit, den Bus am Ende des doppelten Linksabiegers halten zu lassen.

Mit der Umsetzung der Planung ist in der Spitzenstunde eine stärker konzentrierte Zuführung von Verkehren auf die Siegelallee verbunden, sodass in diesem Zeitraum mit stärkeren Verkehrsmengen zu rechnen ist. Diese Verkehre können am Folgeknoten Siegelallee / Salierallee jedoch ohne Einbußen der Verkehrsqualität abgewickelt werden.

4. Kosten und Finanzierung

Für die Umsetzung der Maßnahme ist mit Kosten i. H. v. ca. 97.000,- € zu rechnen.

Der Umbau soll aus den beiden investiven Maßnahmen "Optimierung Verkehrssteuerung -J-", und "Modernisierung Signalanlagen -J-„ finanziert werden.

Bei der Maßnahme "Optimierung Verkehrssteuerung -J-", PSP- Element 5-120202-800-00200-400-1, stehen im Hausjahr 2013 Mittel i. H. v. 55.290,- € zur Verfügung.

Bei der Maßnahme "Modernisierung Signalanlagen -J-", PSP-Element 5-120202-800-004000-400-1, stehen im Haushaltsjahr 2013 Mittel i. H. v. 61.556,09 € zur Verfügung

Für die Umsetzung der Anpassungsarbeiten im Rahmen der anstehenden Deckenarbeiten zur Verbesserung des Verkehrsflusses stehen die Mittel zur Verfügung bereit.

5. Umsetzung

Die Bauausführung für die Erneuerung der Asphaltoberfläche der Kreuzung wurde vom Aachener Stadtbetrieb nach öffentlicher Ausschreibung bereits vergeben und unter Berücksichtigung der für die Arbeiten erforderlichen verkehrlichen Einschränkungen zwingend in die Sommerferien eingeplant.

Die Ausführung der hier vorgestellten Umbaumaßnahmen an den Gehwegen und der Verkehrsinsel kann aufgrund der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit daher nur freihändig an die bereits beauftragte Firma vergeben werden. Die nach Vergaberecht darüber hinaus erforderliche Zustimmung zur freihändigen Vergabe durch die Fraktionen sollte in diesem Ausnahmefall durch die Zustimmung zur Maßnahme erteilt werden.

Auswirkungen

finanzielle Auswirkungen

PSP-Element 5-120202-800-00200-400-1 „Optimierung Verkehrssteuerung“

investive Auswirkungen

Ansatz

2013

fortgeschriebener Ansatz 2013

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2014 ff.

fortgeschriebener Ansatz 2014 ff.

Gesamt-

bedarf (alt)

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Einzahlungen

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0

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Auszahlungen

-55.290

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Ergebnis

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+ Verbesserung / -Verschlechterung

0

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Deckung ist gegeben

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2013

fortgeschriebener Ansatz 2013

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2014 ff.

fortgeschriebener Ansatz 2014 ff.

Folgekosten
(alt)

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Ertrag

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Personal-/Sachaufwand

0

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung / -Verschlechterung

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Deckung ist gegeben

finanzielle Auswirkungen

PSP-Element 5-120202- 800-00400-400-1 „Modernisierung Signalanlagen“

investive Auswirkungen

Ansatz

2013

fortgeschriebener Ansatz 2013

Ansatz

2014 ff.

fortgeschriebener Ansatz 2014 ff.

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Einzahlungen

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Auszahlungen

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+ Verbesserung / -Verschlechterung

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Deckung ist gegeben

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2013

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fortgeschriebener Ansatz 2014 ff.

Folgekosten
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Ertrag

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Personal-/Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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Deckung ist gegeben

Abstimmungsergebnis

Einstimmig

Weitere Dokumente (5)

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Technische Details

Hauptdokument

Hauptdokument

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Betroffene Straßen

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Metadaten

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Ö 10
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Mobilitätsausschusses
Gremium
Mobilitätsausschuss
Datum
Do., 11.07.2013
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 20:13