25. Februar 2014 um 17:00, Sitzungssaal im Fachbereich Umwelt
TOP 9Öffentlich

Aufnahme der Stadt Aachen in das Projekt "B.A.U.M. Zukunftsfond"

FB 36/0232/WP16 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Auf den Wunsch von Herrn Hofmann, Die Linke Fraktion, trägt Frau Dr. Vankann, Stabsstelle Klimaschutz, mündlich und ergänzend zur Vorlage das Konzept des vom Bund geförderten Projektes B.U.N.D. vor.

Ratsherr Corsten, CDU Fraktion, fragt nach den Kosten, die der Stadt entstehen. Diese beziehen sich auf den Anteil der Personalkosten, die durch die Mitarbeit in dem Projekt entsteht. Es überwiegen aus Sicht der Verwaltung die Vorteile an der Teilnahme durch die Stadt, da die Aufbauarbeit einer Genossenschaft durch B.A.U.M. geschieht, die Stadt eine koordinierende Funktion wahrnimmt. Nach Gründung der Genossenschaft sind die finanziellen Auswirkungen zu benennen.

Ratsherr Corsten beantragt für die CDU-Fraktion, den Beschluss unter der Bedingung zu fassen, dass das Projekt bei geringem personellen Einsatz bearbeitet wird.

Auf die Frage von Ratsfrau Dr. Wolf, SPD-Fraktion, wie viele Personen an dem Projekt arbeiten, antwortet Frau Dr, Vankann, dass zur Zeit drei Personen mitarbeiten.

Ratsherr Luczak, Grüne-Fraktion, dankt der Verwaltung und trägt seinerseits Gründe für die Teilnahme am Projekt vor: 30 Kommunen haben sich beworben, drei wurden ausgewählt, damit eröffnen sich für Aachen neue Möglichkeiten; es handelt sich um ein revolvierendes Finanzmodell; die Stadt Aachen kann durch die Teilnahme Potential entdecken und nutzen; Der „overhead“ wird von B.A.U.M. übernommen; das Projekt ermöglicht Privatleuten, die sich bisher gescheut haben, Chancen.

Ratsherr Demmer, CDU- Fraktion, erkundigt sich bei der Verwaltung, ob der Ausschuss in dieser Vorlage die Kompetenz „Kenntnisnahme“ hat oder ob es formell nicht „Entscheidung“ sein müsste. Frau Nacken hält die Frage für einen wichtigen Punkt und erläutert, dass der Wettbewerb bereits entschieden wurde. Die Stadt Aachen ist angesprochen worden, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Im Verwaltungsvorstand ist dann beschlossen worden, dass eine Beteiligung erfolgt. Dies war nötig, um die Bewerbungsfrist einzuhalten.

Beschluss

Der Ausschuss Umwelt und Klimaschutz nimmt die Aufnahme der Stadt Aachen in das Projekt „B.A.U.M.-Zukunfsfond“ unter der Bedingung von geringem Personaleinsatz zustimmend zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss Umwelt und Klimaschutznimmt die Aufnahme der Stadt Aachen in das Projekt „B.A.U.M.-Zukunfsfond“ zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Projekt „B.A.U.M. Zukunftsfonds regional“ gestartet – Die Stadt Aachen wurde unter anderen als Pilotkommune ausgewählt.

Die Stadt Aachen ist als eine von drei Pilotkommunen des Projekts „B.A.U.M. Zukunftsfonds regional“ ausgewählt worden. Zusammen mit der Stadt Norderstedt und dem Landkreis Berchtesgadener Land geht das Projekt „B.A.U.M. Zukunftsfonds regional“ zur Unterstützung der Energiewende in diesem Jahr in die praktische Umsetzung. Das Projekt mit einer Laufzeit bis März 2016 wird vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.

Das Modell Zukunftsfonds findet in den Kommunen in Deutschland große Beachtung. Über 30 Kommunen hatten im Vorfeld des Projekts ihr Interesse bekundet. Die Wahl fiel schließlich neben Norderstedt sowie den Landkreis Berchtesgadener Land auf die Stadt Aachen, weil dort den Themen Energieeffizienz und Klimaschutz- laut der von B.A.U.M. durchgeführten Internetrecherche - besonders große Aufmerksamkeit zugewendet wird.

Die vom „Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management“ (B.A.U.M.) ins Leben gerufene Idee des „Zukunftsfonds regional“ verfolgt das Ziel, die Energiewende gerade auch auf regionaler und kommunaler Ebene zu unterstützen. Das Privatkapital von Bürgern und anderen Anlegern soll dabei gegen eine attraktive Verzinsung akquiriert und in Energieeffizienzmaßnahmen von Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Privathaushalten investiert werden.

Der Zukunftsfonds wird in Form einer eingetragenen Genossenschaft (e.G.) organisiert, die nach Ansicht von B.A.U.M die ideale Unternehmensform zur Organisation des Gemeinschaftsprojekts Energiewende ist. Anders als die bereits zahlreichen Bürgerenergiegenossenschaften, die den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben, richtet der Zukunftsfonds sein Augenmerk primär auf die weiteren, zu oft vernachlässigten Säulen der Energiewende: die Steigerung der Energieeffizienz und Energieeinsparung.

Das innovative Modell bietet gegenüber bisherigen Finanzierungsmöglichkeiten erhebliche Vorteile: Die Investition in mehr Energieeffizienz kostet den Anwender kein Geld. Er muss keinen Kredit aufnehmen und seine Verschuldung erhöhen. Er profitiert stattdessen von Anfang an von den Energieeinsparungen, aus denen auch die Refinanzierung der Investition erfolgt.

Deutschlandweit wurde der Zukunftsfonds bereits in Form einer eingetragenen Genossenschaft erprobt. Die B.A.U.M. Zukunftsfonds eG hat bisher Effizienzmaßnahmen mit einem Investitionsvolumen von einer halben Million Euro erfolgreich finanziert; weitere Projekte in Höhe von über drei Millionen Euro sind in Planung.

Das Besondere an der Genossenschaft bzw. dem Modell ist

- die Fokussierung auf Energieeffizienz und - einsparung

- das revolvierende Finanzmodell (Refinanzierung aus der Einsparung) und damit Unabhängigkeit von

internen Anforderungen an Amortisationszeiten

- die Effizienzinvestition belastet nicht den Haushalt der Kommune (oder die Bilanzkennzahlen des

Unternehmens)

- neben den Finanzmitteln wird auch das Know-how für die Umsetzung der Effizienzmaßnahmen

bereitgestellt.

In Aachen kann nun mit der Unterstützung von B.A.U.M. e.V. und der BMU-Förderung ein Zukunftsfonds für Klimaschutz und Energieeffizienz aufgebaut werden. Im ersten Schritt werden die erforderlichen Strukturen zur Umsetzung des Pilotprojekts „Regionaler Zukunftsfonds“ geschaffen. Danach sind geeignete Maßnahmen in Unternehmen, kommunalen Einrichtungen sowie Privathaushalten zu identifizieren. Effizienzmaßnahmen können initiiert werden, die ansonsten nicht oder nur zeitlich verzögert umsetzbar wären.

Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass bis Sommer 2014 in den drei Pilotkommunen Energieeffizienzgenossenschaften gegründet (bzw. zumindest in Gründung) sind. In der zweiten Jahreshälfte 2014 sollen zunächst die Unternehmen und die kommunalen Einrichtungen i.R. einer Informationskampagne über die Chancen der Effizienzgenossenschaft unterrichtet werden. Parallel dazu sollen erste geeignete Energieprojekte in der Kommune und in Unternehmen identifiziert werden. Ende 2014 soll die Kapitalakquise starten. 2015 sollen erste Effizienzmaßnahmen umgesetzt werden. Projektende ist planmäßig Ende März 2016.

Durch Veranstaltungen und eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit soll zudem eine verstärkte Aufmerksamkeit für die Potenziale der Energieeffizienz geschaffen werden. Von den Erfahrungen aus den Pilotprojekten sollen andere Kommunen und Regionen profitieren. Aufgrund des regen Interesses am Modellprojekt wird zudem ein Arbeitskreis für weitere an einem Zukunftsfonds interessierte Kommunen eingerichtet.

Die Stadt Aachen hat diesbezüglich gegenüber B.A.U.M. e.V. bereits ein besonderes Interesse an der Einbindung der Städteregion bekundet, verbunden mit der Intension, das Fond-Modell nach Projektende zu öffnen.

Weitere Infos: www.baum-zukunftsfond.de

Auswirkungen

finanzielle Auswirkungen

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

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Auszahlungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

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Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Abstimmungsergebnis

einstimmig
Technische Details

Hauptdokument

Hauptdokument

Vorlage.pdf

Metadaten

TOP
Ö 9
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz
Gremium
Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz
Datum
Di., 25.02.2014
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 16:57