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Bürgerantrag gemäß § 24 GO NRW zur Offenlegung der Corneliusquelle und der Karlsquelle als Trink- und Heilwasserbrunnen für Bürger und Besucher- Antrag vom 04.12.2013 -

FB 36/0237/WP16 · Kenntnisnahme

Bürgerantrag gemäß § 24 GO NRW zur Offenlegung der Corneliusquelle und der Karlsquelleals Trink- und Heilwasserbrunnen für Bürger und Besucher- Antrag vom 04.12.2013 -

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Der Antragsteller Herr Kreitenträgt sein Anliegen mündlich vor und geht anschließend auch auf die Vorlage der Verwaltung ein. Für die Bedenken wegen der Kosten hat er Verständnis, unterstreicht aber sein Anliegen mit dem Argument, perspektivisch zu denken und möglicherweise zukünftige Gelder in einem der Haushalte der nächsten Jahre vorzusehen.

Herr März dankt ihm für den Antrag und unterstreicht ebenfalls die Wichtigkeit der heißen Quellen für Aachen und verweist Herrn Kreiten an die Bürgerstiftung Thermalwasserroute Aachen, die sich genau mit diesem Thema beschäftigt. Herr Jahn schließt sich den Ausführungen an und weist darauf hin, dass die Bürgerstiftung auch von der Stadt unterstützt wird.

Herr Dr. Otten ergänzt, dass die Bürgerstiftung auch durch den aachen tourist service sowie die Kur- und Badegesellschaft unterstützt wird. Das Thema erfährt somit eine breite Unterstützung. Er weist aber auch darauf hin, dass das Anliegen von Herrn Kreiten mit technischen Schwierigkeiten verbunden ist.

Herr Deumens schließt sich seinem Vorrednern an, schlägt aber vor den Beschlussvorschlag zu ergänzen. Er möchte die Verwaltung beauftragen, zu prüfen inwieweit es möglich wäre, die Quellen mit Sponsoren sichtbar gemacht werden könnten.

Frau Niemann-Cremer weist darauf hin, dass auch das Aufgabe der Bürgerstiftung ist. Herr März ergänzt, dass Sponsoren finden immer eine schwierige Aufgabe ist. Eine doppelte Arbeit von Verwaltung und Bürgerstiftung hält er daher nicht für sinnvoll.Auch Herr Dr. Otten schließt sich an und schlägt vor, die Bürgerstiftung für eine der nächsten Sitzung einzuladen, damit sie über ihre Arbeit berichten kann. Frau Niemann-Cremer findet diese Idee gut und sagt zu, die Bürgerinitiative für eine der nächsten Sitzungen einzuladen.

Beschluss

Das Bürgerforum nimmt die Ausführungen der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Das Bürgerforum nimmt die Ausführungen der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Im Bürgerantrag wird beantragt, die Thermalquellen Corneliusquelle und Karlsquelle neu zu erschlie­ßen und im Bereich „am Hof“ wieder sprudeln zu lassen.

Dazu nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:

Die Neuerschließung von Corneliusquelle und Karlsquelle würde einen hohen zeitlichen, bau­technischen und finanziellen Aufwand bedeuten. Zudem wäre das Vorhaben rechtlich schwierig bzw. fragwürdig.

Daher wird seitens der Verwaltung die Empfehlung ausgesprochen, dem Antrag nicht zu folgen.

In Aachen gibt es derzeit sechs genutzte bzw. aktive Thermalquellen, davon zwei in der Aachener Innenstadt und vier in Aachen-Burtscheid. Genutzt bzw. aktiv bedeutet, dass aus diesen Quellen kontinuierlich Thermalwasser entnommen wird, wobei das Wasser unterschiedlichen Nutzungen unterliegt. Unter anderem gibt es zwei öffentliche Thermalwasser­brunnen, den Elisenbrunnen (ge­speist aus der Kaiserquelle) und den Marktbrunnen-Burtscheid (gespeist aus der Landesbadquelle). Z.T. wird das Thermalwasser auch ohne echte Verwendung in den Kanal abgeführt. Dies ist not­wendig, da an diesen Quellen aus Gründen der ThW-Qualitätssicherung sowie der Sicherung um­liegender Bebauung ein abgesenkter Wasserspiegel eingehalten werden muss.

Weiterhin gibt es neun ungenutzte Thermalquellen, davon zwei in der Aachener Innenstadt und sieben in Aachen-Burtscheid. Ungenutzt bedeutet, dass diese Quellen vorhanden und zugänglich, aber nicht mit Entnahmeeinrichtungen versehen sind und entsprechend kein Wasser daraus gefördert wird. Der Quellspiegel in diesen Quellen wird durch die Entnahme in den genutzten Quellen beein­flusst bzw. abgesenkt.

Über die genannten vorhandenen Thermalquellen hinaus hat es in der Historie noch etliche weitere Thermalquellen oder Thermalvorbrüche gegeben, die heutzutage verschlossen und z.T. überbaut, also nicht mehr ohne baulichen Aufwand zugänglich sind. Da die Quellen bzw. das darin aufsteigende Wasser unterirdisch miteinander verbunden sind, kann man bei einigen ThQ auch von seitlichen Vor­brüchen („Ablegern“) anderer Quellen sprechen.

Einige dieser früheren Quellen wurden in der Vergangenheit für jeweils eigene Badehäuser genutzt, so standen z.B. im 18. Jahrhundert entlang der Komphausbadstraße einige Badehäuser direkt bei­einander.

Zu diesen früheren Quellen gehörten u.a. die Corneliusquelle und die Karlsquelle, beide in der Aachener Innenstadt in unmittelbarer Nähe der Rosenquelle gelegen (Anlage Lageplan). Der Bereich am Hof liegt im Übrigen ein Stück weiter südwest­lich in Nähe der heutigen Kaiserquelle und anderen ehe­maligen Thermalquellen, wie z.B. der Quiriniusquelle.

Die Corneliusquelle lag nur ca. 20 m nördlich von der heutigen Rosenquelle und ist heute durch das Kaufhaus „Lust for Life“ überbaut. Wie und wann die Verschließung und spätere Überbauung der Corneliusquelle im Detail stattgefunden hat, müsste ggf. durch weiterreichende (historische) Recherchen ermittelt werden. Auf jeden Fall wäre eine Wiederauf­suchung und Reaktivierung der Corneliusquelle nur mit großem Aufwand denkbar und unter qualitativer Rücksichtnahme auf das Wasser der Rosenquelle, für die eine Herstellungserlaubnis nach Arzneimittelrecht besteht, schwierig.

Die Karlsquelle - auch Karlsbrunnen genannt, nicht zu verwechseln mit dem Karlsbrunnen auf dem Marktplatz und nicht zu verwechseln mit der Karlsbadquelle in Burtscheid – liegt ca. 40 m nordöstlich der Rosenquelle im heutigen öffentli­chen Straßen- und Gehwegbereich der Komphausbadstraße. Sie versorgte seit dem 17. Jahrhundert die Badehäuser Karlsbad und Herrenbad und kann ebenfalls als Ableger der heutigen Rosenquelle betrachtet werden. Die Quelle hatte eine Ausbautiefe von 5,80 m und ist mittels Kiesfüllung verschlossen und überbaut. Bei Baumaßnahmen der Stawag im Jahr 2004 zur Neuverlegung von Kabel-, Gas-, Wasser- und Fernwärmeleitungen in der Komphausbadstraße wurde der obere Bereich der Quellfassung freigelegt und im Anschluss wieder überbaut. Eine archä­ologische oder denkmal­pflegerische Aufnahme hat es zum damaligen Zeitpunkt nicht gegeben. Vor der Baumaßnahme war die Lage der Karls­quelle durch eine Nagelplakette im Straßenbelag ge­kennzeichnet.

Eine Offenlegung dieser Quellen wäre bautechnisch grundsätzlich zwar wahrscheinlich möglich, jedoch in beiden Fällen nur sehr schwer umsetzbar; im Fall der Corneliusquelle aufgrund der Über­bauung und der Lage unter einem Kaufhaus, im Fall der Karlsquelle aufgrund der Lage im Verkehrs­bereich.

Beide Quellen sind eng mit der Rosenquelle verbunden, bei einer Offenlegung wären hohe Sicher­heitsanforderungen an die erforderlichen Baumaßnahmen sowie einen Betrieb (in welcher Form auch immer) notwendig, da die Rosenquelle als staatlich anerkannte Heilquelle mittlerweile unter dem Arzneimittelrecht steht. Die Stadt Aachen mit E 26 als Betreiber der Quelle und als Heilmittelbetrieb hat hohe Kosten zur baulichen und qualitativen Sicherung des Betriebs der Rosenquelle investiert. Insofern wären bei einer Offenlegung (und dem Betrieb) neben wasserrechtlichen Aspekten auch arzneimittelrechtliche Aspekte zu berücksichtigen, was beides hohe Folgekosten nach sich ziehen würde.

Im Übrigen gibt es, wie oben genannt, zwei öffentliche Thermalwasserbrunnen, den Elisenbrunnen und den Markt­brunnen-Burtscheid. Hierzu hat es in der Vergangenheit einige Diskussionen gegeben, wie und in welcher Deklaration das Thermalwasser an die Öffentlichkeit abgegeben werden kann. Thermalwasser ist der Natur nach ein Tiefenwasser, das natürlicherweise Inhaltsstoffe aufweist, die die Grenz- oder Richtwerte verschiedener Normen übersteigt. Mittler­weile sind die beiden Brunnen mit Beschilderungen „kein Trinkwasser“ versehen, das ThW wird demnach nicht explizit zur Nutzung als Trinkbrunnen angeboten.

Eine Offenlegung der Corneliusquelle und der Karlsquelle mit Nutzung als Trink- und Heilwasser­brunnen wäre daher auch rechtlich schwierig bzw. fragwürdig.

Auswirkungen

finanzielle Auswirkungen

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

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Auszahlungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

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Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Dokumente (1)

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Technische Details

Hauptdokument

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Metadaten

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Ö 4.2
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Bürgerforums
Gremium
Bürgerforum
Datum
Di., 11.03.2014
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
Geändert
5.11.2025
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 17:01