Bewirtschaftung interner Budgets des Kulturbetriebs, zusätzliche Ressourcen für FREIE KULTUR, ProjektlisteAntrag der Fraktion GRÜNE vom 21.02.2014 sowie Tischvorlage zur Sitzung des Betriebsausschusses Kultur vom 30.01.2014
E 49.5/0117/WP16 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Ratsfrau Beslagic erklärt sich mit dem Vorschlag der Verwaltung einverstanden, bittet jedoch, die Zuschussvorschläge analog der bisherigen Verfahrensweise mit dem Betriebsausschuss Kultur abzustimmen.
Ratsfrau Reuß erklärt sich ebenfalls mit dem Vorschlag einverstanden, macht jedoch deutlich, dass es sich hier lediglich um einen ersten Schritt handelt, da die vorgeschlagene Maßnahme nicht wirklich zielführend für die freie Szene ist. Sie weist ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass die Höhe der Mittel seit 1989 unverändert geblieben ist.
Auch Frau Epstein bezeichnet den Vorschlag der Verwaltung als ersten Schritt. Sie weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass es sich hier um schwankende Zahlen handelt.
Ratsherr Bruynswyck schließt sich dem an; auch ihm ist klar, dass man der freien Szene mehr Geld zur Verfügung stellen muss.
Die Politik muss den Mut haben, neu über Gelder für die freie Kulturszene zu verhandeln. Jedoch erklärt er, dass seiner Meinung nach noch der Aspekt der Haushaltsdisziplin (Einhaltung der Budgets) fehlt. Er hinterfragt, inwiefern dies durchgesetzt wird.
Die Beigeordnete, Frau Schwier, erklärt sich für die Einhaltung der Budgets einzusetzen.
Die Vorsitzende, Bürgermeisterin Dr. Schmeer, gibt zu bedenken, dass zunächst abgewartet werden müsse, inwieweit die Kosten für das Centre Charlemagne zu Buche schlagen werden. Sie bittet die Verwaltung für die Mai-Sitzung eine Liste der anstehenden Sonderausgaben, so z.B. die 200.000 € für die RFID-Technologie der Stadtbibliothek, die Mittel für die Neupositionierung des Zollmuseums etc. zu erarbeiten.
Ihrer Meinung nach sei die Zeit noch nicht reif für eine 50 %-ige Regelung; vielmehr müssten noch mehr Erfahrungen gesammelt werden.
Ratsfrau Crumbach-Trommler spricht sich für eine Prioritätenliste aus. Sie macht deutlich, dass beschlossen wurde, dass für das Centre Charlemagne zusätzliche Gelder erforderlich sind. Darüber hinaus spricht sie sich für den Vorschlag der Verwaltung hinsichtlich der
50 %-igen Regelung für die freie Szene aus.
Herr Reissen spricht sich für eine klare Zielsetzung aus und kritisiert, dass in der Vergangenheit die Zielrichtung leider oft verschwommen war.
Ratsherr Pilgram spricht sich ebenfalls für den Vorschlag der Verwaltung aus. Wenn das Ergebnis für das Jahr 2013 vorliegt, sollte zeitnah darüber verfügt werden. Für den Fall, dass die Haushaltsmittel für die freie Kulturszene erhöht werden, kann zu einem späteren Zeitpunkt gerne über die Verteilung von Überschüssen neu diskutiert werden.
Abschließend erklärt Frau Tirtey, dass in der Maisitzung des Betriebsausschusses Kultur der Zuschussstand genannt werden kann.
Der Jahresabschluss 2013 wird in der Septembersitzung vorgestellt, da im Juni keine Sitzung des Betriebsausschusses Kultur stattfindet.
Außerdem erklärt sie, dass eine Überarbeitung der Förderrichtlinien erforderlich ist.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der BAKU nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis und beauftragt den Kulturbetrieb, nach dem vorgeschlagenen Modell zu verfahren.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Auf dem Hintergrund der Diskussion über die bessere Förderung der sogenannten Freien Kultur schlägt die Verwaltung vor, nicht verausgabte Mittel des Kulturbetriebs in Höhe von 50 % für die Förderung der Freien Kultur zu reservieren.
Mit Vorlage des Jahresabschlusses (in der Regel bis Juni des Folgejahres) werden die jeweiligen Ergebnisse dem Betriebsausschuss und dem Rat der Stadt vorgelegt
Mit Beschluss durch die politischen Gremien wird der Überschuss in Höhe von 50 % für die Förderung der Freien Kultur eingesetzt. Die Planungssicherheit ist damit nur zeitverzögert und abhängig von den nicht verausgabten Mitteln gewährleistet, gleichwohl wird im positiven Fall eine Aufstockung der Mittel erreicht werden.
Diese Mittel stehen dem Kulturbetrieb dann nicht mehr für investive Maßnahmen in der Rücklage zur Verfügung.
Zur Zielerreichung dienen sowohl die Einhaltung der Budgets der Geschäftsbereiche als auch die Erzielung von Einnahmen z.B. durch die Raumvergabe.
Eine erste Umsetzung wird auf der Grundlage des Jahresabschlusses 2013 erfolgen.
Parallel hierzu wird im Jahr 2014 eine Liste der investiven Projekte und der großen kulturellen Projekte vorgelegt, um eine transparente Übersicht über die kurz- bis langfristigen Projekte und deren ungefähres Finanzvolumen zu erhalten.
Weitere Dokumente (1)
Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.
Technische Details
ID: 62692
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=62692
Hauptdokument
Hauptdokument
Vorlage.pdf
Metadaten
- TOP
- Ö 5
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses Kultur
- Gremium
- Betriebsausschuss Kultur
- Datum
- Di., 11.03.2014
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- Kulturservice
- Geändert
- 23.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 23. Februar 2026 um 17:02