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Einschränkungen des Stadttheaters durch die Polizeiabsperrungen anlässlich des Naziaufmarsches am 29.03.2014hier: Antrag der Fraktion DIE LINKE vom 08.04.2014zur Tagesordnung der Sitzung des Betriebsausschusses Theater und VHS am 08.05.2014

E 46/47/0101/WP16 · Kenntnisnahme

Einschränkungen des Stadttheaters durch die Polizeiabsperrungen anlässlich des Naziaufmarsches am 29.03.2014hier:Antrag der Fraktion DIE LINKE vom 08.04.2014zur Tagesordnung der Sitzung des Betriebsausschusses Theater und VHS am 08.05.2014

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Herr Fischer, Die Linke, verweist zum o.g. Antrag auf einen Beschluss aus 2013, nach dem es den Auftrag gab, Wege zu erkunden, Innenstadtbereich und Theater von diesen Aufmärschen frei zu halten; an diesen Beschluss hat die Polizei sich nicht gehalten. Die Linke fordert einen Bericht der Stadt und appelliert an das Theater, ein „Gegenprogramm“ zu gestalten, wenn solche Termine bekannt sind.

Herr Bryunswyk erläutert, dass er Mitglied im Polizeibeirat ist und die Möglichkeit nutzen konnte, das Thema dort anzusprechen. Seitens der Polizei sei man entsetzt über diese Vorlage, da es 1 1/12 Wochen vor dem Termin einen „runden Tisch“ gegeben habe. Die Bitte geht an die Verwaltung (FB 32 und E 46/47), sofort zu reagieren. Der neue Polizeipräsident ist bereit, dass die Verantwortlichen der Polizei ein Gespräch mit dem Ausschuss führen und darüber informieren, wie der Ablauf sich darstellt, wenn eine Demo angemeldet wird.

Herr Schmitz-Aufterbeck entgegnet, dass es keinen „runden Tisch“ gab und erst spät und nur durch den Kontakt zum Ordnungsamt Informationen vorlagen. Die Situation am besagten Abend war beängstigend. Am Donnerstag zuvor informierte die Polizei, dass ein Polizist auf dem Weg zum Theater sei, der dann nicht erschien. Es stellt sich die Frage, ob die politische Taktik in Bezug auf die Aufmärsche die Richtige ist, hier ist ein überdenken angezeigt, ebenso die Frage danach, als Bürger Flagge zu zeigen.

Herr Bryunswyk regt nochmals an, das Gesprächsangebot mit dem neuen Polizeipräsidenten anzunehmen.

Ratsfrau Beslagic, Die Grünen, äußert ihre Bedenken, dass der Antrag der Linken, bestimmte Plätze frei zu halten, das Problem verschiebt. Es ist ein Skandal, dass Neonazis durch die Stadt spazieren können. Daher war die Gegendemo am Elisenbrunnen ein Erfolg. Eine Klärung der Situation am runden Tisch ist erforderlich.

Frau Dr. Zeppenfeld beschreibt, dass in der ca. 80.000 EW Stadt Tübingen der Bürgermeister bei einer vergleichbaren Situation ein Stadtfest anberaumt hat und die Neonazis (90) hierdurch wieder abgezogen sind. Sie appelliert an alle, aktiver zu werden, Zivilcourage zu zeigen und hielt die Situation am besagten Abend für absurd (Theaterstück über einen Transport nach Theresienstadt und gleichzeitig Hubschrauber über dem Theater zur Überwachung einer Demo von Neonazis).

Zur Vorlage existiert kein Beschlussvorschlag (Kenntnisnahme), der Antrag der Linken gilt als behandelt.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Keiner.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Am 29. März war ab dem späten Nachmittag der Zugang zum Theater Aachen erheblich eingeschränkt.

Knapp 1000 Menschen, die die Vorstellungen im Theater Aachen besuchen wollten, konnten nur aus Richtung Elisenbrunnen zum Theaterplatz gelangen und auch das nur durch vorherige Polizeikontrolle.

Selbst der Generalmusikdirektor Kazem Abdullah konnte die Kontrolle erst passieren, als Mitglieder des Theaters gegenüber der Polizei die Identität bestätigten.

Zudem kreiste ein Hubschrauber während der gesamten Demonstration über dem Theatergebäude. Somit war das Theater Aachen wieder mal mitten im Zentrum der Demonstration.

Ferner stand das Parkhaus im Kapuziner-Carree nicht zur Verfügung; die Parkhäuser Elisengalerie/Sparkasse und Galeria Kaufhof/Saturn waren nur über die Harscampstraße und somit nur für Ortskundige erreichbar.

Im Vorfeld dieser Demonstration hätte sich die Geschäftsführung des Theater Aachen gewünscht, frühzeitig in die Planung des Demonstrationsablaufes seitens der Polizei eingebunden worden zu sein.

Erst durch Vermittlung des Leiters des Fachbereichs Ordnung konnte ein telefonischer Kontakt unsererseits am Donnerstag vor der Demonstration zur taktischen Einsatzleitung hergestellt werden.

Die Geschäftsführung des Theater Aachen empfindet die zum wiederholten Mal hinzunehmenden Belästigungen und Behinderungen unseren Besuchern gegenüber als keinen angenehmen Umgang und keine adäquate Einstimmung auf den Theaterbesuch.

Es stellt sich aus Sicht des Theaters wieder mal die Frage, warum der Verlauf der Demonstration über den Theaterplatz geführt werden musste und ob nicht ein frühzeitiger Abgleich mit dem Theater im Vorfeld sinnvoll gewesen wäre, denn ein Blick auf die Homepage des Theater Aachen hätte der polizeilichen Einsatzleitung frühzeitig gezeigt, dass rund 1.000 Menschen an diesen Abend ins Theater strömen werden und zu welchen Konflikten und Gefährdungen dies hätte führen können.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

Entf.

Weitere Dokumente (1)

Antrag die LINKE
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Technische Details

Hauptdokument

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Metadaten

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Ö 6
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses für das Theater und die VHS
Gremium
Betriebsausschuss Theater und VHS
Datum
Do., 08.05.2014
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
E 46/47 - Stadttheater und Musikdirektion
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 17:22