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Bahnhof Aachen West - Barrierefreie Erschließung über eine neue Fußgängerbrücke;hier: Anmeldung der Maßnahme zur Förderung beim NVR

FB 61/1114/WP16 · Kenntnisnahme

Bahnhof Aachen West - Barrierefreie Erschließung über eine neue Fußgängerbrücke;hier: Anmeldung der Maßnahme zur Förderung beim NVR

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Herr Servos richtet folgende Fragen an die Verwaltung:

  1. Ist die Kommission für Barrierefreiheit eingeschaltet und wie soll die barrierefreie Zugänglichkeit zum Bahnsteig erfolgen?
  2. Ist es möglich, den Tunnel zu öffnen?

Herr U. Müller beantwortet die Fragen:

  1. Die Kommission sei eingebunden worden; sie begrüße die Pläne und wolle weiter beteiligt werden. Die Zugänglichkeit soll durch Aufzüge sichergestellt werden.
  2. Ob ein Tunnel eine Alternative zur Brücke sein könnte müsse erst geprüft werden.

Herr Christfreund äußert die Bitte, eine Skizze von dem früheren Tunnelverlauf anfertigen zu lassen.

Auch Herr Klöcker findet einen Tunnel sinnvoll, vor allem für Senioren; er könne auch von Radfahrern genutzt werden. Eine Brücke sei zudem teuer.

Herr Jahn hat Bedenken, ob ein Tunnel heutzutage noch zumutbar ist; ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis der Bahnkunden könnte dem entgegenstehen.

Herr U. Müller zeigt ergänzend Pläne zu dem Konzept. Die Planungen seien bereits im Zusammenhang mit dem Campus West und der Stadtbahn diskutiert worden.

Es ergeht der folgende

Beschluss

Der Mobilitätsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Finanzausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis.

Der Mobilitätsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Anlass

Im Rahmen der Entwicklung des Campus West ist auch eine Umgestaltung des Bahnhofs Aachen-West geplant. Hierzu wurden bereits im Jahr 2011 erste Planungskonzepte für eine neue Brücke zwischen Seffenter Weg und dem Kongressplatz mit barrierefreien Zugängen zum Bahnsteig von den beteiligten Projektpartnern (Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Zweckverband Nahverkehr Rheinland, Deutsche Bahn Station & Service, verschiedene Fachdienststellen der Stadt Aachen) abgestimmt.

Auf Grundlage dieses Planungskonzeptes wurde seitens der Verwaltung im März 2014 ein Einplanungsantrag beim Nahverkehr Rheinland gestellt. Das Planungskonzept sowie die finanziellen Rahmenbedingungen sollen im Rahmen der Vorlage dargestellt werden.

Darstellung des Planungskonzeptes

Der Bahnhof Aachen-West liegt im Westen der Stadt Aachen an der Bahnstrecke Aachen – Düsseldorf (KBS 485). Der Haltepunkt wird von der euregiobahn (RB20) im Halbstundentakt sowie von der RB 33 sowie dem RE4 im Stundentakt angefahren. Zuletzt wurden mit der Erweiterung einer stündlichen Anbindung des Heinsberger Raumes (Zusatzangebot RB33) weitere Verkehrsquellen und –ziele erschlossen. Zukünftig ist auch ein Halt des MRX (niederländischer Intercity von Eindhoven über Heerlen nach Aachen) geplant.

Rund 5.000 Ein- und Aussteiger nutzen aktuell täglich den Bahnhof Aachen-West. Es ist davon auszugehen, dass die Nutzungszahlen im Zuge der weiteren Entwicklung der RWTH Aachen im Bereich der Campus Hochschulerweiterungsgebiete deutlich ansteigen werden.

Der Mittelbahnsteig ist 271 Meter lang. Die Bahnsteighöhe beträgt 76 cm. Der derzeit einzige Zugang zum Bahnsteig ist nicht barrierefrei und erfolgt über eine Treppenanlage aus der Unterführung des Seffenter Weges (s. Anlage Zustandsfotos). Diese Erschließung ist aus Kundensicht aber auch aus rettungstechnischer Perspektive nicht akzeptabel. Die Bedeutung als „zentraler Hochschulbahnhof“ für über 40.000 Studierende steht in absolutem Konflikt zum derzeitigen Erscheinungsbild. Nicht akzeptabel ist dabei insbesondere die nicht vorhandene Barrierefreiheit.

Um einen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen sowohl aus dem Bereich Campus West als auch aus dem Bereich Campus Hörn zu schaffen, ist der Bau einer Fußgängerbrücke über die Bahnanlagen mit Zu- und Abgängen zum bestehenden Mittelbahnsteig geplant.

Die Brücke soll in einer Breite von 4,5 Metern ausgebaut werden und den Bahnsteig sowohl zum Campus Hörn als auch zum neuen Campus West erschließen.

Eine erste Konzeptstudie wurde im Jahr 2011 im Auftrag des BLB Aachen durch RKW, Düsseldorf, erstellt (Abbildung 1/2) und in einer Arbeitsgruppe aus Vertretern von Stadt, BLB, RWTH, AVV, NVR, DB Station&Service vorgestellt.

Abbildung 1: Planung Campus West, Ausschnitt Bahnhof West / Republikplatz

Quelle: RKW

Abbildung 2: Konzept Brücke Bahnhof West, RKW 2011, ohne Maßstab

Quelle: RKW

Die Ideenskizze sieht eine Brückenverbindung zwischen Prof.-Pirlet-Straße und Seffenter Weg im Süden des Haltepunktes und dem geplanten Kongressplatz im Campus West (im Bereich der heutigen Kühlwetterstraße) vor.

Die Zu- und Abgänge zur Brücke sollen über Aufzüge und Treppenanlagen erfolgen. Über die Prof.-Pirlet-Straße kann ein ebenerdiger Zugang auf die Brücke realisiert werden.

Eine direkte Verknüpfung mit dem ÖPNV erfolgt auf dem Seffenter Weg an der Haltestelle Mies-van-der-Rohe-Straße, sowie perspektivisch durch eine Veränderung der Linienführung über den Vorplatz zum Campus West.

Dort sollen weitere Mobilitätsangebote (Fahrradstation, Park&Ride, Kiss&Ride, Stellplätze für Taxen, ÖPNV-Haltestelle) für eine zeitgemäße multimodale Verkehrsmittelnutzung zur Verfügung stehen.

Die Stadt Aachen plant im 2. Halbjahr 2014 einen Städtebau- und Architekturwettbewerb, in dem sowohl ingenieurtechnische Fragen der Brückenkonstruktion als auch Fragen der Einbindung in das Umfeld (Kongressplatz, Republikplatz, Aufwertung Unterführung Seffenter Weg) bearbeitet werden. Das Ergebnis soll als Grundlage für die weiteren Planungen dienen, die im Anschluss an den Wettbewerb beauftragt werden.

Die weitere Projektentwicklung wird in der o.g. Arbeitsgruppe weiter koordiniert. Finanziell sind ausser der Stadt Aachen der NVR und damit das Land NRW (85%-Förderung) sowie die DB Station und Service beteiligt, die sich zunächst für die Finanzierung der Ab- und Aufgänge zwischen Bahnsteig und Brücke zuständig sieht.

Finanzielle Auswirkungen

Die Verwaltung hat ein Ingenieurbüro mit der Recherche von Kosten vergleichbarer Brückenprojekte, insbesondere über Bahnanlagen, beauftragt. Hierbei wurden Kosten für die Brücken-Überbauflächen je Quadratmeter ermittelt.

Die Brücken-Überbaufläche für das Projekt Bahnhof Aachen-West beträgt bei einer Länge von 180 Metern und einer Breite von 4,5 Metern 810 m². Die Recherche von Vergleichsprojekten hat ergeben, dass für das Projekt in Aachen mit einem Kostensatz von 8.000 €/m² (Bruttopreis) gerechnet werden sollte. In diesen Kosten sind Planungskosten sowie die Zu- und Abgänge zu den Bahnsteigen und auf die Brücke enthalten.

Demnach ergeben sich insgesamt Kosten in Höhe von 6,48 Mio. €, die im März 2014 von der Verwaltung zur Förderung nach §12 ÖPNVG NRW zur Aufnahme in den Maßnahmenkatalog der Nahverkehr Rheinland GmbH angemeldet wurden.

Die Umsetzung der Maßnahme wird aus folgenden PSP-Elementen finanziert:

Beim PSP- Element 5-120102-900-06500-300-1 „Citizen´s Rail Projekt“ stehen in den Haushaltsjahren 2015 bis 2017 investive Mittel i. H. v. 7.038.000,- € zur Verfügung.

Von den bereitgestellten Mittel sind für den Bau der Fußgängerbrücke 2.000.000,- € in den Haushalt eingeplant.

Mit der Einplanung wird eine Förderung in Höhe von 85 % der förderfähigen Kosten beantragt.

Weitere Mittel zur Umsetzung der Baumaßnahme stehen beim PSP- Element 5-120102-800-01700-300-1 „Campus West, Infrastruktur“ zur Verfügung.

Hier sind in den Haushaltsjahren 2014 bis 2017 investive Mittel i. H. v. 6.286.100,- € eingeplant.

Auf dem konsumtiven PSP-Element 4-120102-805-3 „„Campus West, Infrastruktur“ sind in den Haushaltsjahren 2014 bis 2017 Mittel i. H. v. 653.200,- € eingeplant.

Zur Umsetzung der Baumaßnahme sind ab dem Haushaltsjahr 2018 weitere Haushaltsmittel einzuplanen.

Die unter dem Titel „Campus West, Infrastruktur“ eingeplanten Mittel sind Teil des 15-Mio.-Anteils, mit dem die Stadt Aachen die Entwicklung des Campus West unterstützt. Das Bebauungsplanverfahren ruht bereits seit ca. 3 Jahren. Wann das Verfahren wieder aufgenommen wird und der Campus West realisiert wird, kann derzeit nicht gesagt werden.

Mit dem BLB NRW wurde abgestimmt, dass die Brücke am Westbahnhof eine der Maßnahmen ist, die aus dem 15-Mio.-Beitrag finanziert werden soll. Es gibt jedoch weder eine vertragliche Vereinbarung noch die Zustimmung des BLB´s, dass ein Großteil des Beitrags allein für die Brücke West aufgewendet wird. Der BLB rechnet damit, dass dieser Beitrag ausreicht um verschiedene Maßnahmen zu finanzieren.

Für die Umsetzung des Wettbewerbs stehen auf dem konsumtiven PSP-Element 4-120201-932-8 28.700 € zur Verfügung.

Auswirkungen

finanzielle Auswirkungen

PSP-Element 5-120102-900-06500-300-1 „Citizen´s Rail Projekt“

Investive Auswirkungen

Ansatz

2014

Fortgeschriebe­ner Ansatz 2014

Ansatz 2015-2017

Fortgeschriebener Ansatz 2015-2017

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

-5.982.200

5.982.200

-5.982.200

-5.982.200

Auszahlungen

0

0

7.038.000

7.038.000

7.038.000

7.038.000

Ergebnis

0

0

1.055.800

1.055.800

1.055.800

1.055.800

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2014

Fortgeschriebe­ner Ansatz 2014

Ansatz 2015 ff.

Fortgeschriebener Ansatz 2015 ff.

Folgekosten (alt)

Folgekosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

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0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

finanzielle Auswirkungen

PSP-Element 5-120102-800-01700-300-1 „Campus West, Infrastruktur“

investive Auswirkungen

Ansatz

2014

fortgeschriebener Ansatz 2014

Ansatz

2015 bis 2017

fortgeschriebener Ansatz 2015 bis 2017

Gesamt-

bedarf (alt)

Gesamt-

bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

100.000

100.000

6.186.100

6.186.100

6.286.100

6.286.100

Ergebnis

100.000

100.000

6.186.100

6.186.100

6.286.100

6.286.100

+ Verbesserung / -Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2014

fortgeschriebener Ansatz 2014

Ansatz

2015 bis 2017

fortgeschriebener Ansatz 2015 bis 2017

Folgekosten
(alt)

Folgekosten
(neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/Sachaufwand

0

0

295.800

295.800

0

0

Abschreibungen

0

0

357.400

357.400

0

0

Ergebnis

0

0

653.200

653.200

0

0

+ Verbesserung / -Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

finanzielle Auswirkungen

PSP-Element 4-120201-932-8 „Citizen´s Rail Projekt“

investive Auswirkungen

Ansatz

2014

fortgeschriebener Ansatz 2014

Ansatz

2015 ff.

fortgeschriebener Ansatz 2015 ff.

Gesamt-

bedarf (alt)

Gesamt-

bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

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0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

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+ Verbesserung / -Verschlechterung

0

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konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2014

fortgeschriebener Ansatz 2014

Ansatz

2015 ff.

fortgeschriebener Ansatz 2015 ff.

Folgekosten
(alt)

Folgekosten
(neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/Sachaufwand

94.932,97

94.932,97

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

94.932,97

94.932,97

0

0

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+ Verbesserung / -Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

Abstimmungsergebnis

einstimmig
Technische Details

Hauptdokument

Hauptdokument

Vorlage.pdf

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 4
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Mobilitätsausschusses
Gremium
Mobilitätsausschuss
Datum
Do., 22.05.2014
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 17:32