4. September 2014 um 17:00, Verwaltungsgebäude Marschiertor
TOP 13Öffentlich

Betreff: Eupener StraßeRückbau des Bordsteinradweges im Zuge der Deckenerneuerung zwischen Salierallee und Mittelinsel vor Hausnummer 155 und Neumarkierung im Anschluss

FB 61/0042/WP17 · Entscheidungsvorlage

Betreff: Eupener StraßeRückbau des Bordsteinradweges im Zuge der Deckenerneuerung zwischen Salierallee und Mittelinsel vor Hausnummer 155 und Neumarkierung im Anschluss

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Zu diesem TOP liegt eine Tischvorlage vor, die vorab allen Mitgliedern zugegangen ist. Sie istauch im Ratsinformationssystem zusammen mit den entsprechenden Pläneneinsehbar.

Herr U. Müller hält einen Vortrag mit Hilfe einer Power Point Präsentation.

Herr Lindemann stellt klar, dass er Schutzstreifen zwar befürworte, kritisch sei aber die Breite. Die Autos seien in den letzten 20 Jahren bis zu 20 cm breiter geworden; fast alle seien 1,90 m, einige sogar 2,10 m breit. Auch der Busverkehr sei problematisch. Im Berufsverkehr finde sich kaum eine Lücke im Gegenverkehr, so dass Radfahrer beim Vorbeifahren bei einer Busbreite von 2,50 m die Mitte überschreiten müssten.

Eine Lösung für derartige Probleme sei das Verkehrszeichen „aufgeschultertes Parken“. Der Gehweg sei breit genug; so müsste auch für die Fußgänger noch genügend Platz vorhanden sein.

Er liest den Beschlussvorschlag der CDU und SPD Fraktionen vor.

Herr Kaever, dem die Planungen erst sehr spät bekannt gemacht worden sei,beanstandet den nicht benutzungspflichtigen Radweg. Er bitte aus rechtlichen Gründen darum, diesen wegfallen zu lassen.

Herr A. Müller teilt mit, er sei überrascht über das Papier der großen Koalition. Da er so unvorbereitet nicht darüber abstimmen wolle, sei er dafür, den Vorschlag der Verwaltung zu übernehmen. Der geringe Busverkehr dürfte seiner Meinung nach keine Probleme bereiten.

Im Gegensatz dazu ist Herr Fischer der Meinung, dass dort viele Busse verkehrten, auch wegen der anliegenden Schule. Besonders morgens gebe esstarken Verkehr; viele Schüler kämen mit dem Rad. Der Vorschlag der großen Koalition –das aufgeschulterte Parken – sei zwar nicht schön, aber effektiv und preiswert.Die Fahrbahnbreite von 5,50 m sei aber diskussionswürdig.

Herr Blum teilt mit, er habe zwar Bedenken gehabt, das Thema zu behandeln wegen der sehr kurzen Vorbereitungszeit; sei aber letztlich einverstanden, um Verzögerungen zu vermeiden.Er wolle sich dem Beschlussvorschlag der Koalition aus SPD und CDU anschließen.

Frau Rhie verteidigt den gemeinsamen Beschlussvorschlag. Die beiden Fraktionen hätten zunächst in Erwägung gezogen, den TOP zu vertagen, dann aber doch in der Kürze der Zeit einen akzeptablen Gegenvorschlag erarbeitet.

Frau Breuer schließt sich ihrer Vorrednerin an. Außerdem stehe es jedem Ausschussmitglied frei, eigene Vorschläge neben denen der Verwaltung zu unterbreiten.

Herr Kaever sieht den Radweg nach wie vor als problematisch an, aber auch die Überwachung des Parkens auf dem Gehweg. Möglicherweise sei zu wenig Platz für einen Kinderwagen auf dem Gehweg. Auf jeden Fall müsse zwischen Rad- und Gehweg eine klare Trennung vorhanden sein. Eine ausführliche schriftliche Stellungnahme werde aber noch erfolgen.

Herr U. Müller teilt mit, nicht benutzungspflichtige Radwege seien in Aachen durchaus üblich und bei älteren Radwegen mit zu geringer Breite eine Alternative zum Rückbau. Es gebe mehrere Möglichkeiten der Kennzeichnung: z. B weißes Piktogramm oder roter Belag.

Der Vorschlag „aufgeschultertes Parken“ sei möglich; es müsse näher geprüft werden, wie er umgesetzt werden soll, z. B. ob der Gehweg jeweils breit genug ist, wie die Situation im Einmündungsbereich aussieht oder ob Markierungen auf den Platten halten.

Zum Vorschlag des Herrn Lindemann, bereits jetzt im Beschluss die Gehwegbreite festzuhalten, teilt Herr U. Müller mit, dazu seien die vorhandenen Lagepläne nicht genau genug. Es sei geplant, einen Vermesser zu beauftragen. Die Mindestbreite werde sich aber ergeben.

Auf die Frage des Herrn Achilles, warum dieser TOP nicht im Ratsinformationssystem zu finden sei, antwortet Herr U. Müller, dies sei aus rechtlichen Gründen erst dann möglich, wenn der Ausschuss in der Sitzung beschließt, den TOP nachträglich auf die Tagesordnung zu setzen.

Es ergeht folgender

Beschluss

Der Mobilitätsausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis und stimmt der vorgeschlagenen Neumarkierung mit den folgenden Änderungen zu: Die Breite der beiden Parkstreifen beträgt jeweils 2,00 Meter. Die Breite der Fahrgasse/ Kernfahrbahn zwischen den Schutzstreifen beträgt 5,50 Meter. In der Mitte der Fahrgasse/ Kernfahrbahn wird eine Leitlinie markiert. Die gegenüber dem Verwaltungsvorschlag zusätzlich benötigte Breite erhält man durch (stadtauswärts) aufgeschultertes Parken auf dem Gehweg (Zeichen 315-55 – Parken halb auf Gehwegen). Zur Verdeutlichung des aufgeschulterten Parkens stadtauswärts soll eine Trennmarkierung auf die Gehwegplatten aufgebracht werden; der verbleibende Gehweg soll größer/gleich 2,00m sein. Die Markierung soll der sich aufweitenden Fahrbahn stadtauswärts so folgen, dass der Gehweg zunehmend breiter wird. Die Maße betragen von der stadteinwärtigen Borsteinkante aus gemessen: 2,00 m Parken, 0,50 m Sicherheitstrennstreifen, 1,25 m Schutzstreifen, 2,75 m Fahrbahn, Mittelmarkierung, 2,75 m Fahrbahn, 1,25 m Schutzstreifen, 0,50 m Sicherheitstrennstreifen, 2,00 m teilweise aufgeschultertes Parken Die derzeitige Situation im Einmündungsbereich Weisshausstraße sowie im Einmündungsbereich Giselastraße soll angepasst werden. An der Gehwegengstelle bei Haus Nr. 138 soll auf das Parken verzichtet werden und stattdessen sollen Fahrradbügel aufgestellt werden. Die Auffahrt auf den verbleibenden Gehweg vor dem Zebrastreifen am Pius Gymnasium soll länger gezogen werden, so dass dort weniger Parkstände verbleiben. Die Markierung soll zügig aufgebracht werden!

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Mobilitätsausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis und stimmt der vorgeschlagenen Neumarkierung zu.

Erläuterungen

Erläuterungen:

In der Eupener Straße wurde in den Sommerferien eine Deckenerneuerung durchgeführt. Die Maßnahme ist Bestandteil des Deckenerneuerungsprogramms. Dabei wurde zwischen Salierallee und Mittelinsel vor Hausnummer 155 der Bordsteinradweg auf der nordöstlichen Straßenseite (stadtauswärts) zurückgebaut. Im Bereich der aktuellen Hochbaumaßnahme (Eupener Straße 130) wurde der Straßenbau aufgrund der Sondernutzung durch die Baustelle im Straßenraum zurückgestellt.

Bei der Detailplanung zu den Asphaltarbeiten Eupener Straße wurde festgestellt, dass der stadtauswärts führende Radweg auf der Nebenanlage nachträglich auf die Fahrbahn aufgesetzt wurde und dabei Klebebordsteine verwendet wurden. Der Zustand dieser Bordsteine machte eine davor verlaufende Fräskante unmöglich, so dass die ganze Anlage baulich hätte erneuert werden müssen. Daher wurde entschieden, den Bordsteinradweg zurückzubauen und stattdessen einen Schutzstreifen und Sicherheitstrennstreifen zum Parken auf der Fahrbahn anzulegen. Die Anzahl der Parkplätze bleibt erhalten, für den Radverkehr werden verkehrssichere Verhältnisse auf der Fahrbahn geschaffen.

Die Bordsteinlage auf der gegenüberliegenden Seite bleibt unverändert. Heute befindet sich hier neben dem 2,0 Meter breiten Grünstreifen allerdings ein ca. 90 cm breiter nicht benutzungspflichtiger "anderer Radweg" und ein 1,8 Meter breiter Gehweg. Auch hier besteht die Möglichkeit,neben dem Parkstreifen einen Schutzstreifen nebst Sicherheitstrennstreifen zumarkieren. Zwischen den Schutzstreifen verbliebeeine Restfahrbahnbreite von 4,5 bis 5,0 Metern.

Die Verwaltung schlägt vor, diese Form der Neumarkierung bei der Wiederherstellung zu berücksichtigen.

Die Wiederherstellung der Markierungen ist noch für den September eingeplant.

Finanzielle Auswirkungen

Für die zusätzlichen Markierungsarbeiten in der Eupener Straße wird mit Kosten in Höhe von 6.100 € gerechnet.

Unter dem PSP-Element 4-120201-904-7 „Mobilitätskonzept“, Kostenart 52910000“Aufwendungen für sonstige Dienstleistungen“, sind für das Haushaltsjahr 2014 Mittel i.H. v. 25.149,86 € eingeplant.

Laut der Verfügung vom 26.08.2014 „Haushaltswirtschaftliche Sperre gem. ³ 24 GemHVO“ werden zur Vermeidung einer vollständigen Sperrung der Ergebnisplanansätze 20% der Ansätze (ohne Berücksichtigung der Ermächtigungsübertragung oder über- und außerplanmäßiger Mittel) gesperrt.

Die Sperrung betrifft die 52er Kostenart „Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen“ sowie die 54er Kostenart „Sonstige ordentliche Aufwendungen“.

Dies führt dazu, dass zur Umsetzung der Markierungsarbeiten lediglich Mittel i.H.v. 21.389,86 € zur Verfügung stehen.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen:

PSP-Element 4-120201-904-7„Mobilitätskonzept“

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2014

fortgeschriebener Ansatz 2014

Ansatz

2015 ff.

fortgeschriebener Ansatz 2015 ff.

Folgekosten
(alt)

Folgekosten
(neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/Sachaufwand

25.149,86

25.149,86

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Abschreibungen

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Ergebnis

25.149,86

25.149,86

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0

0

+ Verbesserung / -Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

Abstimmungsergebnis

einstimmig bei 1 Enthaltung

Weitere Dokumente (4)

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283.4 KB · PDF

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Technische Details

Hauptdokument

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Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 13
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Mobilitätsausschusses
Gremium
Mobilitätsausschuss
Datum
Do., 04.09.2014
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 17:56