Betreff: Eupener StraßeRückbau des Bordsteinradweges im Zuge der Deckenerneuerung zwischen Salierallee und Mittelinsel vor Hausnummer 155 und Neumarkierung im Anschluss
FB 61/0042/WP17 · Entscheidungsvorlage
Betreff: Eupener StraßeRückbau des Bordsteinradweges im Zuge der Deckenerneuerung zwischen Salierallee und Mittelinsel vor Hausnummer 155 und Neumarkierung im Anschluss
im Ratsinformationssystem anzeigenBeratung
Zu diesem TOP liegt eine Tischvorlage vor, die vorab allen Mitgliedern zugegangen ist. Sie istauch im Ratsinformationssystem zusammen mit den entsprechenden Pläneneinsehbar.
Herr U. Müller hält einen Vortrag mit Hilfe einer Power Point Präsentation.
Herr Lindemann stellt klar, dass er Schutzstreifen zwar befürworte, kritisch sei aber die Breite. Die Autos seien in den letzten 20 Jahren bis zu 20 cm breiter geworden; fast alle seien 1,90 m, einige sogar 2,10 m breit. Auch der Busverkehr sei problematisch. Im Berufsverkehr finde sich kaum eine Lücke im Gegenverkehr, so dass Radfahrer beim Vorbeifahren bei einer Busbreite von 2,50 m die Mitte überschreiten müssten.
Eine Lösung für derartige Probleme sei das Verkehrszeichen „aufgeschultertes Parken“. Der Gehweg sei breit genug; so müsste auch für die Fußgänger noch genügend Platz vorhanden sein.
Er liest den Beschlussvorschlag der CDU und SPD Fraktionen vor.
Herr Kaever, dem die Planungen erst sehr spät bekannt gemacht worden sei,beanstandet den nicht benutzungspflichtigen Radweg. Er bitte aus rechtlichen Gründen darum, diesen wegfallen zu lassen.
Herr A. Müller teilt mit, er sei überrascht über das Papier der großen Koalition. Da er so unvorbereitet nicht darüber abstimmen wolle, sei er dafür, den Vorschlag der Verwaltung zu übernehmen. Der geringe Busverkehr dürfte seiner Meinung nach keine Probleme bereiten.
Im Gegensatz dazu ist Herr Fischer der Meinung, dass dort viele Busse verkehrten, auch wegen der anliegenden Schule. Besonders morgens gebe esstarken Verkehr; viele Schüler kämen mit dem Rad. Der Vorschlag der großen Koalition –das aufgeschulterte Parken – sei zwar nicht schön, aber effektiv und preiswert.Die Fahrbahnbreite von 5,50 m sei aber diskussionswürdig.
Herr Blum teilt mit, er habe zwar Bedenken gehabt, das Thema zu behandeln wegen der sehr kurzen Vorbereitungszeit; sei aber letztlich einverstanden, um Verzögerungen zu vermeiden.Er wolle sich dem Beschlussvorschlag der Koalition aus SPD und CDU anschließen.
Frau Rhie verteidigt den gemeinsamen Beschlussvorschlag. Die beiden Fraktionen hätten zunächst in Erwägung gezogen, den TOP zu vertagen, dann aber doch in der Kürze der Zeit einen akzeptablen Gegenvorschlag erarbeitet.
Frau Breuer schließt sich ihrer Vorrednerin an. Außerdem stehe es jedem Ausschussmitglied frei, eigene Vorschläge neben denen der Verwaltung zu unterbreiten.
Herr Kaever sieht den Radweg nach wie vor als problematisch an, aber auch die Überwachung des Parkens auf dem Gehweg. Möglicherweise sei zu wenig Platz für einen Kinderwagen auf dem Gehweg. Auf jeden Fall müsse zwischen Rad- und Gehweg eine klare Trennung vorhanden sein. Eine ausführliche schriftliche Stellungnahme werde aber noch erfolgen.
Herr U. Müller teilt mit, nicht benutzungspflichtige Radwege seien in Aachen durchaus üblich und bei älteren Radwegen mit zu geringer Breite eine Alternative zum Rückbau. Es gebe mehrere Möglichkeiten der Kennzeichnung: z. B weißes Piktogramm oder roter Belag.
Der Vorschlag „aufgeschultertes Parken“ sei möglich; es müsse näher geprüft werden, wie er umgesetzt werden soll, z. B. ob der Gehweg jeweils breit genug ist, wie die Situation im Einmündungsbereich aussieht oder ob Markierungen auf den Platten halten.
Zum Vorschlag des Herrn Lindemann, bereits jetzt im Beschluss die Gehwegbreite festzuhalten, teilt Herr U. Müller mit, dazu seien die vorhandenen Lagepläne nicht genau genug. Es sei geplant, einen Vermesser zu beauftragen. Die Mindestbreite werde sich aber ergeben.
Auf die Frage des Herrn Achilles, warum dieser TOP nicht im Ratsinformationssystem zu finden sei, antwortet Herr U. Müller, dies sei aus rechtlichen Gründen erst dann möglich, wenn der Ausschuss in der Sitzung beschließt, den TOP nachträglich auf die Tagesordnung zu setzen.
Es ergeht folgender
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Mobilitätsausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis und stimmt der vorgeschlagenen Neumarkierung zu.
Erläuterungen
Erläuterungen:
In der Eupener Straße wurde in den Sommerferien eine Deckenerneuerung durchgeführt. Die Maßnahme ist Bestandteil des Deckenerneuerungsprogramms. Dabei wurde zwischen Salierallee und Mittelinsel vor Hausnummer 155 der Bordsteinradweg auf der nordöstlichen Straßenseite (stadtauswärts) zurückgebaut. Im Bereich der aktuellen Hochbaumaßnahme (Eupener Straße 130) wurde der Straßenbau aufgrund der Sondernutzung durch die Baustelle im Straßenraum zurückgestellt.
Bei der Detailplanung zu den Asphaltarbeiten Eupener Straße wurde festgestellt, dass der stadtauswärts führende Radweg auf der Nebenanlage nachträglich auf die Fahrbahn aufgesetzt wurde und dabei Klebebordsteine verwendet wurden. Der Zustand dieser Bordsteine machte eine davor verlaufende Fräskante unmöglich, so dass die ganze Anlage baulich hätte erneuert werden müssen. Daher wurde entschieden, den Bordsteinradweg zurückzubauen und stattdessen einen Schutzstreifen und Sicherheitstrennstreifen zum Parken auf der Fahrbahn anzulegen. Die Anzahl der Parkplätze bleibt erhalten, für den Radverkehr werden verkehrssichere Verhältnisse auf der Fahrbahn geschaffen.
Die Bordsteinlage auf der gegenüberliegenden Seite bleibt unverändert. Heute befindet sich hier neben dem 2,0 Meter breiten Grünstreifen allerdings ein ca. 90 cm breiter nicht benutzungspflichtiger "anderer Radweg" und ein 1,8 Meter breiter Gehweg. Auch hier besteht die Möglichkeit,neben dem Parkstreifen einen Schutzstreifen nebst Sicherheitstrennstreifen zumarkieren. Zwischen den Schutzstreifen verbliebeeine Restfahrbahnbreite von 4,5 bis 5,0 Metern.
Die Verwaltung schlägt vor, diese Form der Neumarkierung bei der Wiederherstellung zu berücksichtigen.
Die Wiederherstellung der Markierungen ist noch für den September eingeplant.
Finanzielle Auswirkungen
Für die zusätzlichen Markierungsarbeiten in der Eupener Straße wird mit Kosten in Höhe von 6.100 € gerechnet.
Unter dem PSP-Element 4-120201-904-7 „Mobilitätskonzept“, Kostenart 52910000“Aufwendungen für sonstige Dienstleistungen“, sind für das Haushaltsjahr 2014 Mittel i.H. v. 25.149,86 € eingeplant.
Laut der Verfügung vom 26.08.2014 „Haushaltswirtschaftliche Sperre gem. ³ 24 GemHVO“ werden zur Vermeidung einer vollständigen Sperrung der Ergebnisplanansätze 20% der Ansätze (ohne Berücksichtigung der Ermächtigungsübertragung oder über- und außerplanmäßiger Mittel) gesperrt.
Die Sperrung betrifft die 52er Kostenart „Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen“ sowie die 54er Kostenart „Sonstige ordentliche Aufwendungen“.
Dies führt dazu, dass zur Umsetzung der Markierungsarbeiten lediglich Mittel i.H.v. 21.389,86 € zur Verfügung stehen.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen:
PSP-Element 4-120201-904-7„Mobilitätskonzept“ | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 2014 | fortgeschriebener Ansatz 2014 | Ansatz 2015 ff. | fortgeschriebener Ansatz 2015 ff. | Folgekosten | Folgekosten |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Personal-/Sachaufwand | 25.149,86 | 25.149,86 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Ergebnis | 25.149,86 | 25.149,86 | 0 | 0 | 0 | 0 |
+ Verbesserung / -Verschlechterung | 0 | 0 | ||||
Deckung ist gegeben | ||||||
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (4)
Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.
Technische Details
ID: 65316
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=65316
Hauptdokument
Hauptdokument
Vorlage.pdf
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 13
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Mobilitätsausschusses
- Gremium
- Mobilitätsausschuss
- Datum
- Do., 04.09.2014
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
- Geändert
- 23.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 23. Februar 2026 um 17:56