Bewohnerparken im Frankenberger ViertelAntrag der Bürgerinitiative Bürgernahes Parken im Frankenberger Viertel
FB 61/0061/WP17 · Empfehlungsvorlage (inaktiv)
Beratung
Die Antragstellerin, Frau Grabowski, trägt die einzelnen Punkte aus dem Antrag mündlich vor und erläutert die Vorschläge der Bürgerinitiative anhand einer Skizze.
Herr Müller vom Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen (FB 61) weist daraufhin, dass die einzelnen Punkte bereits aus der Bürgeranhörung bekannt und zurzeit in der Prüfung sind. Er nimmt zu den einzelnen Punkten wie folgt Stellung:
Zu Punkt 1 erläutert er zunächst die rechtliche Rahmenbedingung, wonach bei der Einrichtung von Bewohnerparkzonen bestimmte Größenvorgaben einzuhalten sind. Bezüglich des Vorschlags der Zonenteilung verweist er darauf, dass es bereits in anderen Zonen Anträge dieser Art gab. Mit dem Prüfergebnis ist im Januar zu rechnen. Die Verwaltung wird die Ergebnisse der Politik in den Sitzungen der Bezirksvertretung und des Mobilitätsausschusses zur Beratung vorlegen.
Zum Thema Brötchentaste führt er aus, dass die Nutzerzahlen in Burtscheid sehr gering sind. Auf die Nachfrage von Herr Bausch (SPD), wie hoch diese sind, sagt er zu, die genauen Zahlen nachzureichen.
Die Idee eine „Besucherkarte“ einzuführen kennt er aus anderen Städten. Er sieht sowohl Vorteile als auch Nachteile dieser Idee und weist darauf hin, dass in anderen Städten sehr unterschiedliche Erfahrungen damit gemacht wurden. Von der Ministerialebene wird ein sehr restriktives Vorgehen diesbezüglich vorgegeben. Auch dieser Punkt wird geprüft und dann in die politische Beratung gegeben.
Bezüglich des Themas „Anliegerausweise“, zum Beispiel für Gewerbetreibende, bewertet er die rechtlichen Rahmenbedingungen als sehr eng und dass solch eine Variante im Gesetz eigentlich nicht vorgesehen ist. Auf Nachfrage von Frau Dr. Lassay (Die Grünen) wie das mit den Beispielen anderer Städte zu vereinbaren ist, gibt er an, dass es da eine rechtliche Grauzone gibt. Von einem Mitglied der Bürgerinitiative wird ihm daraufhin mangelnde Bereitschaft zur Umsetzung der Idee vorgeworfen. Herr Müller (FB 61) weist diesen Vorwurf zurück und erklärt, dass der gesetzliche Rahmen zum Bewohnerparken den Anwohner in den Vordergrund stellt.
Eine weitere Bürgerin fragt nach, wie es um die Anwohner mit Zweitwohnsitz bestellt ist. Dieses Anliegen ist im Antrag nicht aufgeführt, Herr Müller (FB 61) wird dies aber gerne mit in die Prüfung aufnehmen. Er erläutert, dass es für Anwohner mit Zweitwohnsitz Ausnahmen geben kann und bietet der Dame an, ihrem Fall im bilateralen Gespräch zu erörtern.
Anschließend äußern sich die politischen Vertreter zu den verschiedenen Themenfeldern. Herr Lindemann (CDU) erläutert, dassseine Fraktion dem Beschlussvorschlag gerne folgen und die Anliegen zur weiteren Beratung an den Mobilitätsausschuss sowie die Bezirksvertretung Aachen-Mitte verweisen wird.
Herr Ferrari (Die Grünen) freut sich über die kreativen Vorschläge, bei denen sehr unterschiedliche Aspekte und Interessen zu bewerten sind. Er macht darauf aufmerksam, dass es im Mobilitätsausschuss keine Fragemöglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger gibt und empfiehlt, die Fragestunde der Bezirksvertretungssitzung für Nachfragen zu nutzen.
Herr Bausch (SPD) findet besonders die Idee der Besucherkarte gut und hält das Frankenberger Viertel für eine gute Gegend, um diese Variante in einem Pilotprojekt auszuprobieren.
Herr Herff (CDU) dankt der Initiative für ihre Impulse. Er bedankt sich auch bei Herrn Müller und sieht durchaus große Bereitschaft bei ihm, die Anliegen der Initiative zu berücksichtigen. Er hofft, dass sich einige der Ideen auch umsetzen lassen.
Auch Frau Dr. Lassay (Die Grünen) bedankt sich bei allen Akteuren und lässt über den Beschlussvorschlag abstimmen.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Das Bürgerforum verweist den Antrag zur weiteren Beratung an den Mobilitätsausschuss sowie die Bezirksvertretung Aachen-Mitte.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Bewohnerparken im Frankenberger Viertel; Antrag der Bürgerinitiative Bürgernahes Parken im Frankenberger Viertel
Die Initiative setzt sich dafür ein, das geplante Bewohnerparken an die Bedürfnisse des Viertels anzupassen und bittet um Prüfung verschiedener Fragestellungen. Diese betreffen
-die Überprüfung des Zonenzuschnitts der geplanten Bewohnerparkzonen mit den Ziel, diese möglichst zusammen zu fassen bzw. den Geltungsbereich der erteilten Ausweise aus zu dehnen,
-die Ausgabe von Ausweisen für gewerbetreibende Anlieger,
-die Einführung einer Brötchentaste,
-die Einführung von Besucherkarten.
Ähnliche Forderungen waren auch Gegenstand bei den im November des letzten Jahres durchgeführten Bürgerinformationsveranstaltungen zur beabsichtigten Einführung der Bewohnerparkzonen im Frankenberger Viertel. Da zu den Veranstaltungen, aber auch im Nachgang zahlreiche Eingaben mit zum Teil weitreichenden Vorschlägen formuliert wurden, die zunächst von der Verwaltung geprüft werden müssen, hat eine politische Beratung dazu noch nicht stattfinden können. Dies steht in Kürze in dem dafür zuständigen Mobilitätsausschuss sowie in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte an. Dabei werden auch die oben genannten Aspekte behandelt.
Grundsätzlich lässt sich bereits jetzt formulieren, dass dem Parkzonenzuschnitt enge gesetzliche Grenzen sowohl hinsichtlich des räumlichen Geltungsbedarfs als auch des Berechtigtenkreises gesetzt sind. Die Verwaltung wird auch weiterhin innerhalb des gegebenen Rahmens die vorhandenen Möglichkeiten nutzen, um einen Vorschlag für die Verbesserung der Parksituation für die Bewohner des Frankenberger Viertels zu erarbeiten.
Weitere Dokumente (2)
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Technische Details
ID: 66034
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=66034
Hauptdokument
Hauptdokument
Vorlage.pdf
Metadaten
- TOP
- Ö 4.1
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Bürgerforums
- Gremium
- Bürgerforum
- Datum
- Di., 04.11.2014
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Empfehlungsvorlage (inaktiv)
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Empfehlungsvorlage (inaktiv)
- Federführend
- FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
- Geändert
- 23.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 23. Februar 2026 um 18:17