Ergebnisse der Aachener Umfrage zur Elektromobilität 2014
FB 61/0114/WP17 · Kenntnisnahme
Beratung
Herr Blum ist der Meinung, diese Umfrage hätte man sich sparen können. Sie sei nicht repräsentativ, weil sie sich an die falschen Personen gerichtet habe.
Herr U. Müller erklärt, die Verwaltung habe explizit darauf hingewiesen, dass die Umfrage nicht repräsentativ sei.Immerhin hätten sich ca. 800 Personen daran beteiligt, sowohl Bürger als auch Experten. Die Software sei über die Zentralverwaltung angeschafft worden und sehr preiswert. Bei einer repräsentativen Umfrage müsse man normalerweise mit Kosten von ca. 30,00 € pro Person rechnen. Es seien interessante Aspekte genannt worden, z. B. lehnen 60 % die Nutzung der Busspuren durch E-Autos ab, 50 % könnten sich vorstellen, freies Parken für E-Autos zu gewähren.
Die Befragung sei eine gute Grundlage für die weitere Arbeit des FB 61. Sie fand statt im Rahmen des CIVITAS DYN@MO Projektes, bei dem viel Geld zu erwarten ist. Sie sei eine erste Meinungsbildung und könne demnächst zur Verfügung gestellt werden.
Herr Blum hält die Teilnehmerzahl nach wie vor für zu gering. Auch wenn die Software für die Umfrage preiswert sei, so koste sie doch viel Arbeitszeit; das sei wiederum zu teuer.
Frau Rhie findet 737 Personen, die freiwillig mitmachen, nicht wenig. Vor allem seien die Antworten sehr differenziert und sie zeigten, dass die Teilnehmer sich Gedanken gemacht hätten.
An Herrn U. Müller richtet sie die Frage, für welche Projekte neben CIVITAS die Umfrage noch genutzt werden kann.
Herr U. Müller nennt als weitere Schwerpunktthemen:
-Wie kann die weitere Pedelec-Nutzung vorangebracht werden?
-Maßnahmen der Stadt aufgrund des Elektromobilitätsgesetzes.
Frau Breuer sieht die Bewertung der Umfrage problematisch. Als Grundlage seien 737 Personen zu wenig. Interessant sei aber die Zahl derer, die eine Freigabe von Busspuren für E-Autos ablehnen.
Herr Achilles ist der Meinung, 800 Teilnehmer seien besser als keine. Auch aus diesem Ergebnis könne man einen Nutzen ziehen.
Es ergeht der folgende
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Mobilitätsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Im Oktober 2014 hat die Verwaltung der Stadt Aachen eine Umfrage zur Elektromobilität durchgeführt, die sich gleichermaßen an Bürger wie an Experten gerichtet hat. Hierzu wurde erstmalig die von der Stadtverwaltung erworbene Software Grafstat eingesetzt. Die Befragung wurde in Abstimmung mit regio IT und dem Datenschutzbeauftragten der Stadt Aachen durchgeführt.
Es haben sich 737 Personen an der Umfrage beteiligt. Davon haben sich 58% als (interessierte) Bürger bezeichnet. 38% ordneten sich der Kategorie Experten/Politik zu. Die Antworten der beiden Gruppen unterschei #den sich kaum voneinander.
Zusammenfassend zeigt die Umfrage ein hohes Maß an Offenheit und Unterstützung für die Einführung und den weiteren Aufbau der Elektromobilität. Besonders positiv waren die Meinungen bezüglich der Einführung eines elektrischen Bussystems (auch bei höheren Kosten) und hinsichtlich der Nutzung von e-Rädern.
Zentrale Aussagen der Umfrage
•Für 2020 wird im Mittel ein Literpreis von 2,03 € beim Diesel und 2,27 € bei Superbenzin erwartet.
•46 % halten es für plausibel, dass die maximale Menge der jährlichen Erdölförderung bereits überschritten wurde („Peak-Oil-Theorie“).
•95% finden es eher wichtig oder sehr wichtig, dass E-Antriebe entwickelt werden.
•78% halten es für sinnvoll, dass Aachen eine Vorreiterrolle bei der Elektromobilität einnimmt und 62 % haben diesbezügliche Aktivitäten regelmäßig wahrgenommen.
•88% finden die Vision Mobilität 2050 zur Elektromobilität der Verkehrsentwicklungsplanung Aachen gut.
•78% sind der Meinung, dass e-Busse eingesetzt werden sollten, wenn sie deutlich leiser und umweltfreundlicher sind - auch wenn sie heute noch teurer sind.
•87% finden e-Räder eine gute Sache; 84 % finden die Idee von „velocity“ gut.
•77% unterstützen die Förderung von Elektroautos; aber eine Freigabe von Busspuren oder freies Parken sind dabei sehr umstritten.
•90% unterstützen den Ausbau von erneuerbaren Energien in der Region zur Förderung der Elektromobilität.
Eine Darstellung aller Ergebnisse der Umfrage ist unter www.emobil-aachen.de zu finden.
Die Umfrage fand statt als Teil des EU-Projektes CIVITAS DYN@MO. Sie wird im Jahr 2016 noch einmal wiederholt.
Die Internetadresse zur Umfrage wurde über verschiedene Verteiler, Partner und Netzwerke im Aachener Mobilitätskontext (z.B. durch die Fachkommission Elektromobilität, verschiedene Institute an der RWTH und der FH Aachen, cambio Aachen, ASEAG, die Homepage der Stadt Aachen, etc.) bekannt gemacht.
Bei der Analyse des Ergebnisses muss berücksichtigt werden, dass sich an der Umfrage vor allem solche Personen beteiligt haben, die eine gewisse Verbindung zu den betrachteten Themen haben. Aussagen im Sinne einer repräsentativen Umfrage sind somit nicht möglich. Bei einer repräsentativen Umfrage muss die Zusammensetzung der Stichprobe der Zusammensetzung der abzubildenden Grundgesamtheit entsprechen. Dies kann am besten gewährleistet werden, wenn die Befragten nach dem Zufallsprinzip ausgesucht werden. Eine derartige Erhebung wäre erheblich teurer, als die hier durchgeführte offene Umfrage.
Insgesamt hält der FB 61 den weiteren Einsatz der Software Grafstat für gut geeignet, um Politik und Verwaltung einen Eindruck zur Stimmungslage der Bevölkerung bei bestimmten Fragestellungen zu vermitteln.
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 67298
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=67298
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2015-01-06 FB 61_0114_WP17 Ergebnisse der Aache SAO.pdf
22.11.2024
78.3 KB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 6
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Mobilitätsausschusses
- Gremium
- Mobilitätsausschuss
- Datum
- Do., 22.01.2015
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
- Geändert
- 23.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 23. Februar 2026 um 08:46