Wirtschaftsplan 2015/2016 von Stadttheater und Musikdirektion Aachen
E 46/47/0006/WP17 · Empfehlungsvorlage (inaktiv)
Beratung
Herr Rüber erläutert die Vorlage und weist insbesondere auf die in 2015/16 und 2016/17 prognostizierten Unterdeckungen hin, die zum einen aus bei einer hohen Zuschauerzahl schwachen Ertragslage und zum anderen aus den nicht an die tatsächliche Tarifentwicklung gekoppelte Zuwendung resultieren.
In der sich anschließenden Diskussion, an der sich Frau Reuß, Frau Beslagic und Frau Crumbach-Trommler beteiligen, wird verdeutlicht, dass zum einen die seitens der Kämmerei angesetzten Tariferhöhungen unrealistisch sind, dass es aber auch erforderlich sei, einen Plan zu entwickeln, wie man mit dem Problem der Ende der Spielzeit 2016/2017 voraussichtlich nicht mehr vorhandenen Rücklage umgehen wird.
Frau Schwier erläutert, dass sie gemeinsam mit der Geschäftsführung des Theaters Szenarien zur Lösung des sich anbahnenden Problems entwickeln möchte, die dann den Fraktionen vorgestellt werden könnten.
Herr von Hayn fragt kritisch nach, ob die Geschäftsführung des Theaters bewusst die Überschreitung des Budgets einplant. Herr Rüber verwahrt sich gegen diese Unterstellung.
Herr Dr. Quadflieg, Frau Dr. Schmeer, Herr Fischer und Frau Reuß begrüßen den Vorschlag von Frau Schwier und betonen die hervorragende Arbeit des Theaters und dessen positive Außenwirkung, gleichzeitig äußern sie ihr Unverständnis über die Äußerung von Herrn von Hayn.
Frau Reuß betont nochmals ausdrücklich den Kulturauftrag des Theaters. Es sei wichtig, diesen Platz für kulturelle Bildung zu sichern und somit einer kulturellen Verarmung der Kommunen entgegen zu wirken.
Herr Bruynswyck führt namens des Betriebsausschusses aus, dass die Wirtschaftspläne 2015/2016 und 2016/2017 prognostizierte Defizite ausweisen, die dazu führen werden, dass das vorhandene Rücklagenkapital mit Ablauf der Spielzeit verbraucht sei.
Wird also der Betriebskostenzuschuss an das Theater von der realen Tarifentwicklung abgekoppelt, wird es in der beschriebenen Höhe Deckungslücken geben. Derzeit werden keine realistische Chancen gesehen, dem mittels Erlössteigerungen und/oder Einsparungen nachhaltig entgegen wirken zu können.
Der Betriebsausschuss bittet daher rechtzeitig abzuklären, welche Auswirkungen sich für den Wirtschaftsplan 2016/2017 ergeben können und dies bei der entsprechenden Haushaltsberatung zu berücksichtigen
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
- Der Betriebsausschuss Theater und Volkshochschule empfiehlt dem Rat der Stadt Aachen den Wirtschaftsplan 2015/2016 von Stadttheater und Musikdirektion festzustellen.
- Der Finanzausschuss der Stadt Aachen nimmt den Wirtschaftsplan 2015/2016 von Stadttheater und Musikdirektion Aachen zur Kenntnis.
- Der Rat der Stadt Aachen stellt auf Empfehlung des Betriebsausschusses Theater und Volkshochschule den Wirtschaftsplan 2015/2016 fest.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Vorbemerkungen:
- Der gemäß Anlage vorgelegte Wirtschaftsplan-Entwurf für die bevorstehende Spielzeit (= Wirtschaftsjahr) 2015/16 basiert grundsätzlich auf der zu Beginn des Jahres 2014 für dieses Wirtschaftsjahr vorgelegten vorläufigen Wirtschaftsplanung – jedoch nun weiterentwickelt um insbesondere die Erkenntnisse, die sich aus dem seitherigen Geschäftsverlauf ergeben haben.
- Die Entwurfsunterlagen wurden Dezernat II entsprechend § 12 Betriebssatzung vorab zugeleitet. Eine vorherige Abstimmung zwischen Theater und Dezernat II bezüglich der Höhe des in der Wirtschaftsplanung des Theaters sowie der städtischen Haushaltsplanung berücksichtigten städtischen Betriebskostenzuschusses (BKZ) ist erfolgt. Ebenso wurde am 26.02.2015 mit Dezernat II abgestimmt, dass die bestehende Rücklage zur Deckung des ausgewiesenen Defizits herangezogen wird.
Wesentliche Eckpunkte des Erfolgsplans 2015/2016
(im Vergleich zur vorläufigen Planung)
- Erträge
Der Planwert aus der vorläufigen Planung wurde leicht nach unten korrigiert. Wesentliche Ursache hierfür sind trotz steigender Besucherzahlen insgesamt leicht sinkende Umsätze aufgrund geringerer Durchschnittserlöse pro Einzel-Ticket. - Personalaufwand / Städtischer Betriebskostenzuschuss:
Die Planung des Personalaufwands setzt auf die letzte bekannte Tarifsteigerung (Laufzeit 01.03.2014 – 28.02.2016) auf. Für die Zeit ab März 2016 ist – den Vorgaben von Dez. II entsprechend – eine tariflich bedingte Personalkostensteigerung von 1 % zeitanteilig berücksichtigt. - Sachaufwand:
Der geplante Sachaufwand insgesamt steigt im Vergleich zur vorläufigen Planung leicht. Wesentliche Ursache hierfür sind gestiegene Kosten für Aufführungsrechte. - Plan-Ergebnis nach städt. Zuschuss:
Die gegenüber dem vorläufigen Plan geänderte Planung endet in der Erfolgsrechnung bei einem Plan-Defizit von 592 TEuro (nach städtischem Zuschuss), das in Abstimmung mit Dezernat II (vgl. oben) durch die vorhandenen Rücklage gedeckt wird.
Vermögensplan 2015/16
- Die geplanten Investitionsmaßnahmen sind streng am betrieblichen Bedarf orientiert und priorisiert. Zur Finanzierung sind – gemäß Finanzplan – keine Investitionszuschüsse geplant.
Finanzplan 2015/16
- Der Bedarf an liquiden Mitteln ist – unter Einbeziehung des städtischen Zuschusses – im Rahmen des laufenden Geschäfts sicher zu stellen.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen Entf. |
Weitere Dokumente (1)
Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.
Technische Details
ID: 68041
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=68041
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2015-03-02 E 46_47_0006_WP17 Wirtschaftsplan 2015 SAO.pdf
22.11.2024
142.9 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 7
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses für das Theater und die VHS
- Gremium
- Betriebsausschuss Theater und VHS
- Datum
- Do., 26.03.2015
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Empfehlungsvorlage (inaktiv)
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Empfehlungsvorlage (inaktiv)
- Federführend
- E 46/47 - Stadttheater und Musikdirektion
- Geändert
- 23.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 23. Februar 2026 um 09:11