Wirtschaftsplan 2015/2016 von Stadttheater und Musikdirektion Aachen
E 46/47/0006/WP17 · Empfehlungsvorlage (inaktiv)
Beratung
Ratsherr Teuku kritisiert, dass das Theater die vorgeschriebene Budgetierung nicht einhalte. Zudem bittet er um Aufklärung, ob der Verlustausgleich aus dem Jahr 2011 seitens der Stadt noch nicht erfolgt sei.
Frau Grehling führt aus, dass der liquide Ausgleich des Verlustes bereits durch die Inanspruchnahme des Kassenkreditrahmens durch das Theater fortlaufend erfolge. Lediglich die bilanzielle Darstellung als Forderung erfolge erst als Jahresabschlussbuchung. Der angesprochene Verlustausgleich des Theaters sei mit dem Jahresabschluss 2011 jedoch auch bilanziell dargestellt worden.
Ratsherr Pilgram führt aus, dass auch wenn bei einer Vorlage zur Kenntnisnahme keine fachliche Beratungskompetenz vorliege, die vorgelegten Pläne dennoch besorgniserregend seien. Es sei erkennbar, dass der städtische Zuschuss nicht ausreiche, um das Theater zu unterhalten. Vielmehr müsse auf die Rücklage des Theaters zurückgegriffen werden.
Er bezweifle zudem die eingeplante Tariferhöhung von lediglich 1 %. Die Kostensteigerung des wesentlichen Kostenträgers Personal werde im Hinblick auf die letzten Tarifergebnisse seiner Ansicht nach höher ausfallen.
Seiner Meinung nach bestünde erheblicher Handlungsbedarf für den Finanzausschuss. Entweder müsse der Zuschuss erhöht werden oder aber Druck auf den Betriebsausschuss ausgeübt werden, die wirtschaftliche Situation des Theaters zu verbessern.
Ratsherr Bruynswyck verliest aus der Niederschrift des Betriebsausschusses zu diesem Tagesordnungspunkt. Ohne Erhöhung des städtischen Zuschusses werde die Rücklage zum Ende der Spielzeit aufgebraucht sein. Der Betriebsausschuss sehe keine Möglichkeit, der Erhöhung des Zuschussbedarfs durch Erlössteigerungen entgegenzuwirken.
Herr Rüber führt aus, dass aufgrund des großen Personalkörpers vor allem die Tariferhöhungen ausschlaggebend für die wirtschaftliche Entwicklung gewesen seien. Letztlich stelle sich aber die Frage, welche Qualität man sich in Bezug auf das Theater leisten wolle.
Frau Grehling führt aus, dass die Theaterstrukturkommission entschieden habe, die entstandenen Verluste der Vergangenheit auszugleichen. Entscheidend sei, ob der Rat der finanziellen Ausgestaltung des Theaters Priorität im Rahmen der Haushaltsberatungen einräume. Allerdings müsse sich auch das Theater dem steigenden Konsolidierungsdruck stellen. Der bloße Verweis auf die Personalkostensteigerungen reiche hier nicht. Insbesondere die Erlössituation müsse verbessert werden. Schließlich sei darauf hinzuweisen, dass sich die entstehenden Erträge nicht entsprechend der Rekordbesucherzahlen entwickelten.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
- Der Betriebsausschuss Theater und Volkshochschule empfiehlt dem Rat der Stadt Aachen den Wirtschaftsplan 2015/2016 von Stadttheater und Musikdirektion festzustellen.
- Der Finanzausschuss der Stadt Aachen nimmt den Wirtschaftsplan 2015/2016 von Stadttheater und Musikdirektion Aachen zur Kenntnis.
- Der Rat der Stadt Aachen stellt auf Empfehlung des Betriebsausschusses Theater und Volkshochschule den Wirtschaftsplan 2015/2016 fest.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Vorbemerkungen:
- Der gemäß Anlage vorgelegte Wirtschaftsplan-Entwurf für die bevorstehende Spielzeit (= Wirtschaftsjahr) 2015/16 basiert grundsätzlich auf der zu Beginn des Jahres 2014 für dieses Wirtschaftsjahr vorgelegten vorläufigen Wirtschaftsplanung – jedoch nun weiterentwickelt um insbesondere die Erkenntnisse, die sich aus dem seitherigen Geschäftsverlauf ergeben haben.
- Die Entwurfsunterlagen wurden Dezernat II entsprechend § 12 Betriebssatzung vorab zugeleitet. Eine vorherige Abstimmung zwischen Theater und Dezernat II bezüglich der Höhe des in der Wirtschaftsplanung des Theaters sowie der städtischen Haushaltsplanung berücksichtigten städtischen Betriebskostenzuschusses (BKZ) ist erfolgt. Ebenso wurde am 26.02.2015 mit Dezernat II abgestimmt, dass die bestehende Rücklage zur Deckung des ausgewiesenen Defizits herangezogen wird.
Wesentliche Eckpunkte des Erfolgsplans 2015/2016
(im Vergleich zur vorläufigen Planung)
- Erträge
Der Planwert aus der vorläufigen Planung wurde leicht nach unten korrigiert. Wesentliche Ursache hierfür sind trotz steigender Besucherzahlen insgesamt leicht sinkende Umsätze aufgrund geringerer Durchschnittserlöse pro Einzel-Ticket. - Personalaufwand / Städtischer Betriebskostenzuschuss:
Die Planung des Personalaufwands setzt auf die letzte bekannte Tarifsteigerung (Laufzeit 01.03.2014 – 28.02.2016) auf. Für die Zeit ab März 2016 ist – den Vorgaben von Dez. II entsprechend – eine tariflich bedingte Personalkostensteigerung von 1 % zeitanteilig berücksichtigt. - Sachaufwand:
Der geplante Sachaufwand insgesamt steigt im Vergleich zur vorläufigen Planung leicht. Wesentliche Ursache hierfür sind gestiegene Kosten für Aufführungsrechte. - Plan-Ergebnis nach städt. Zuschuss:
Die gegenüber dem vorläufigen Plan geänderte Planung endet in der Erfolgsrechnung bei einem Plan-Defizit von 592 TEuro (nach städtischem Zuschuss), das in Abstimmung mit Dezernat II (vgl. oben) durch die vorhandenen Rücklage gedeckt wird.
Vermögensplan 2015/16
- Die geplanten Investitionsmaßnahmen sind streng am betrieblichen Bedarf orientiert und priorisiert. Zur Finanzierung sind – gemäß Finanzplan – keine Investitionszuschüsse geplant.
Finanzplan 2015/16
- Der Bedarf an liquiden Mitteln ist – unter Einbeziehung des städtischen Zuschusses – im Rahmen des laufenden Geschäfts sicher zu stellen.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen Entf. |
Weitere Dokumente (1)
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Technische Details
ID: 68588
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=68588
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2015-03-02 E 46_47_0006_WP17 Wirtschaftsplan 2015 SAO.pdf
22.11.2024
142.9 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 6
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses
- Gremium
- Finanzausschuss
- Datum
- Di., 05.05.2015
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Empfehlungsvorlage (inaktiv)
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Empfehlungsvorlage (inaktiv)
- Federführend
- E 46/47 - Stadttheater und Musikdirektion
- Geändert
- 23.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 23. Februar 2026 um 09:24