7. Mai 2015 um 17:00, Verwaltungsgebäude Marschiertor
TOP 5Öffentlich

Theaterstraße stärkenhier: Ratsantrag der Fraktionen CDU und SPD vom 02.03.2015

FB 61/0179/WP17 · Kenntnisnahme

Theaterstraße stärkenhier: Ratsantrag der Fraktionen CDU und SPD vom 02.03.2015

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Für die CDU-Fraktion betont Herr Gilson die Bedeutung der Theaterstraße in der Innenstadtentwicklung. Es sei wichtig, den Gesamtbereich aufzuwerten, und auch wenn eine Umsetzung aus finanziellen Gründen vermutlich frühestens ab 2018 möglich sei, wolle man diese Entwicklung doch rechtzeitig auf den Weg bringen.

Für die Fraktion der Grünen verweist Herr Rau auf die Vielzahl der Ratsanträge, die von allen Fraktionen zu diesem Thema bereits gestellt worden seien. Man werde sich sehr freuen, wenn es tatsächlich gelinge, die bauliche Umgestaltung in 2018 anzupacken, man sei aber auch der Auffassung, dass man bis dahin schon mit kleineren Maßnahmen eine Verbesserung erreichen könne. Es sei beispielsweise auch heute schon möglich, interessierten Gastronomen bei der Genehmigung von Außenausschankflächen entgegenzukommen, auch wenn dabei einzelne Parkplätze verloren gingen. Damit könne man ohne finanziellen Aufwand bereits ein Qualitätsmerkmal schaffen.

Für die SPD-Fraktion nimmt Herr Plum Bezug auf die bereits vorgestellten Planungen zu Theaterstraße, die leider vor allem aus finanziellen Gründen nicht umgesetzt werden konnten. Es sei unstrittig, dass der Bereich dringend aufgewertet und der in Aachen einmalige Boulevardcharakter wieder belebt werden solle. Die hierfür benötigten Finanzmittel seien aktuell nicht vorhanden, aber man wolle sicherstellen, dass entsprechende Beträge für die Jahre 2018ff. eingestellt würden.

Für die Fraktion Die Linke hebt auch Herr Beus die besondere Bedeutung der Theaterstraße hervor. Die zahlreichen wertvollen Gebäude hier erforderten einen anderen Umgang mit den öffentlichen Flächen, nach seiner Überzeugung sei es unumgänglich, auch Parkflächen aufzugeben, um den Charakter der Theaterstraße wieder zum Vorschein zu bringen. Mit einem sich verändernden Mobilitätsverhalten werde man zukünftig Umgestaltungen nicht mehr nur an den Auswirkungen auf Autofahrer messen, dann könne man hoffentlich auch in Diskussionen um Außengastronomieflächen zu anderen Ergebnissen kommen.

Nach einer ausführlichen Diskussion, an der sich seitens des Ausschusses Frau Breuer, Frau Tintemann sowie die Herren Gilson, Rau, Plum, Beus und Haase beteiligen, stellt Herr Baal fest, dass über den Handlungsbedarf offensichtlich parteiübergreifend Einigkeit bestehe. Der Ratsantrag sei aus seiner Sicht mit der heutigen Beratung nicht erledigt, daher werde er diesen Passus des Beschlussvorschlags der Verwaltung auch nicht zur Abstimmung stellen.

Der Ausschuss fasst den folgenden

Beschluss

Der Planungsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis und beschließt, die Verwaltung zu beauftragen, bei der Fortschreibung des Innenstadtkonzeptes 2022 die städtebauliche Entwicklung des Theaterplatzes und der Theaterstraße für den Zeitraum nach 2018 zu berücksichtigen.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen Mitte nimmt den Bericht der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis und empfiehlt dem Planungsausschuss, die Verwaltung zu beauftragen, bei der Fortschreibung des Innenstadtkonzeptes 2022 die städtebauliche Entwicklung des Theaterplatzes und der Theaterstraße für den Zeitraum nach 2018 zu berücksichtigen.

Der Planungsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis und beschließt, die Verwaltung zu beauftragen, bei der Fortschreibung des Innenstadtkonzeptes 2022 die städtebauliche Entwicklung des Theaterplatzes und der Theaterstraße für den Zeitraum nach 2018 zu berücksichtigen.

Der Ratsantrag „Theaterstraße stärken“ (Nr. 60/17) der Fraktionen CDU und SPD vom 2. März 2015 gilt damit als behandelt.

Der Mobilitätsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Sachstand:

Die Theaterstraße mit dem Theaterplatz ihrer stadträumlichen Bedeutung gemäß aufzuwerten, ist ein bereits seit der Erneuerung des Friedrich- Wilhelm- Platzes 1995 verfolgtes und im Innenstadtkonzept 2002 genanntes Projekt, das aber bisher nicht umgesetzt wurde. Die ehemals repräsentative, klassizistisch geprägte Promenade der Theaterstraße hat durch geschäftlichen Strukturwandel und die langjährig zunehmende Dominanz des Verkehrs erheblich an Qualität verloren.

Heute bestimmt der motorisierte Verkehr den Theaterplatz und die Theaterstraße, der aber vor allem am Theaterplatz bis Borngasse über mehr Fläche, als funktional notwendig verfügt. Es fehlen durchgängig klare Bereiche für den Radverkehr und die Fußgänger, Gehwege sind unattraktiv und nur gestört nutzbar. Sie sind im Bereich Richtung Normaluhr zumeist zugeparkt, auch die ehemaligen Flanierzonen mit denkmalgeschützten Pflasterbereichen. Deshalb fehlen aktuell ausreichende Flächen für den Aufenthalt oder Außenausschank für die Gastronomie.

Ein Grünkonzept ist im Bereich Theaterplatz und im weiteren Verlauf der Theaterstraße nur noch rudimentär zu erkennen. Im oberen Bereich fehlen Bäume als begleitendes und gestaltendes Grün völlig.

Mit dem bevorstehenden Umbau des im 19. Jahrhundert errichteten Gebäudes Theaterstraße 9 (mit neubarocker Fassade) und dem Abriss und Neubau des Anschlussgebäudes in der Borngasse zum Hotel sowie dem Umbau des ehemaligen Cafés Theaterstraße 17 zum Gastronomiebetrieb sind erste Zeichen einer Neubelebung der Theaterstraße zu spüren.

Planungsziele / Umsetzungshorizont

Die Neugestaltung des Theaterplatzes und der Theaterstraße sollte die vorhandene städtebauliche und bauliche Substanz ebenso berücksichtigen wie die aktuellen Belange der unterschiedlichen Nutzer und die Interessen der direkten und weiteren Anlieger. Ziel soll daher sein, den Stadtraum Theaterplatz und Theaterstraße als einen urbanen Boulevard mit entsprechender Flanier-, Aufenthalts- und Grünqualität wieder zu entwickeln. Dazu ist es notwendig, den motorisierten Verkehr neu zu ordnen und mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer an zu bieten.

Der Kapuzinergraben, der Theaterplatz und die Theaterstraße, als innerstädtisch bedeutsame Entwicklungsprojekte, sind in der am 6.11.2014 vom Planungsausschuss beschlossen Gesamtmaßnahmenliste des Innenstadtkonzeptes 2022 unter „IV Ordnungsmaßnahmen und Erschließung“ aufgeführt. Aus städtebaufördertechnischen und finanziellen Gründen wurden der Teilabschnitt Theaterplatz mit Kapuzinergraben und Theaterstraße bis Borngasse in der 3., der Abschnitt Theaterstraße von Borngasse bis Wilhelmstraße in der 4. Prioritätsstufe eingeplant und wird damit für den Zeitraum nach 2018 berücksichtigt werden.

Abstimmungsergebnis

einstimmig

Weitere Dokumente (1)

Ratsantrag
651.5 KB · PDF

Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2015-04-14 FB 61_0179_WP17 Theaterstrasse staerke SAO.pdf

21.11.2024

726.1 KB

Betroffene Straßen

Karte wird geladen…

Metadaten

TOP
Ö 5
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Planungsausschusses
Gremium
Planungsausschuss
Datum
Do., 07.05.2015
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 09:27