Marketingstrukturen
FB 02/0022/WP17 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Nach einer kurzen Einführung durch Herrn Prof. Dr. Sicking referiert Herr Büttgens zum Thema Marketingstrukturen.
Nachdem das Marketing in Aachen bereits in mehreren politischen Anträgen von SPD und den Grünen thematisiert worden ist, hat die Verwaltung in der vergangenen Sitzung zum Einstieg in das Thema verschiedene Vergleichsstädte vorgestellt.
In NRW und ganz Deutschland gibt es viele vergleichbare Städte (ähnliche Größe, Unistadt), die ihr Marketing auf die ein oder andere Art und Weise zusammengefasst haben, um dadurch effizienter zu werden und das eigene Profil noch besser schärfen zu können (Vgl. Studie bcsd). Auch gibt es zahlreiche unterschiedliche Herangehensweisen, Sichtweisen, rechtliche und steuerliche Aspekte, die im Rahmen einer Strukturdiskussion zu berücksichtigen sind.
Aus diesen Gründen wurde die Verwaltung damit beauftragt einen Vorschlag für ein ergebnisoffenes Verfahren zu machen, zur Findung einer möglichst optimalen Marketingstruktur. Diese Struktur ist Gegenstand der Präsentation.
In Aachen gibt es zahlreiche Akteure und ebenso viele Themen, die bespielt werden. Viele Themen werden auch von mehreren Akteuren genutzt.
Ähnlich sah die Lage bis vor ein paar Jahren auch noch beim Marketing innerhalb der Stadtverwaltung aus. Hier konnten jedoch große Fortschritte erzielt werden:
• Das Erscheinungsbild wurde vereinheitlicht und verbessert
• Die Arbeit wurde effizienter und erfolgreicher
In der letzten AAWW-Sitzung wurde deutlich, dass es unterschiedliche Ebenen gibt, die nicht alle in einem ersten Schritt betrachtet werden sollten.Es sollen vielmehr die Bereiche in die Diskussion einbezogen werden, die
• viel miteinander zu tun haben,
• bei denen die Anzahl der Akteure begrenzt ist und
• die auch in anderen Städten in GmbHs oder Eigenbetrieben gebündelt sind.
Die Ebene 2 zeigt das Touristische Marketing durch den ats, das Einzelhandelsmarketing durch den MAC, das Stadtmarketing durch die Stadt Aachen und das Kongressmarketing durch das Eurogress.
Grundsätzlich handelt es sich bei diesen vier Akteuren um eigenständige Einheiten mit unterschiedlichen öffentlichen und privaten Stakeholdern und Gesellschaftern, die aber in ihrer täglichen Arbeit eine hohe Schnittmenge aufweisen und alle das Produkt Aachen vermarkten.
Es gilt zu klären welche Möglichkeiten es gibt, dieses Produkt bestmöglich zu vermarkten.
Mit dieser Frage ist Aachen nicht allein; wie die Studie der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing e.V. zeigt, sind bereits über 45% der Marketing-Organisationen GmbHs oder Eigenbetriebe.Vergleichbare Städte sind Bonn, Mainz, Bielefeld, und Münster.
Für den Findungsprozess wird die so genannte SWOT-Analyse genutzt. Hier werden die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken benannt und analysiert, um letztendlich eine Vergleichbarkeit herzustellen.
Vor diesem Hintergrund soll eine Strukturkommission gebildet werden. Start der Kommission ist nach den Sommerferien. Die Aufgabe der Kommission soll darin bestehen,
-die Vernetzung der Beteiligten offen zu legen
-Vergleichsstädte einzuladen
-einen Vorschlag zu erstellen wie es weitergeht
Nach Abschluss des Vortrags verweist Herr Adenauer auf den geänderten Beschlussvorschlag. Die Änderung bezieht sich vor allen Dingen auf die Zusammensetzung der Strukturkommission. Der Vorschlag sieht eine größere Beteiligung der Politik vor, das Eurogress wäre dann nicht mehr vertreten. Bei den Vergleichsstädten regt Herr Adenauer an, auch eine Stadt mit aufzunehmen, deren Marketingorganisation einen Vereinsstatus hat.
Herr Schultheis betont, dass es hier nur um die Besetzung der Strukturkommission gehe, externe Expertise müsste selbstverständlich eingeladen werden. Herr von Courbière möchte, dass das Eurogress weiterhin in der Kommission vertreten ist.
Es ergeht sodann nachfolgender, geänderter Beschluss, wobei die genaue Besetzung noch in den Fraktionen geklärt werden wird.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft der Stadt Aachen nimmt die Berichte der Verwaltung zur Kenntnis und beschließt die vorgeschlagene Verfahrensweise entlang der vorgestellten Roadmap und die Gründung einer Strukturkommission. Die Fraktionen benennen folgende sechs Fraktionsmitglieder als Teilnehmer/-innen der Strukturkommission:
1. ___________________________
2. ___________________________
3. ___________________________
4. ___________________________
5. ___________________________
6. ___________________________
Prof. Dr. Manfred Sicking
Beigeordneter
Weitere vorgesehene Teilnehmer:
7. Karl Schultheis, Vorsitz AAWW
8. Prof. Dr. Manfred Sicking, Dez VI
9. Bernd Büttgens, FB13
10. Thomas Hissel, FB02
11. Manfred Piana, MAC e.V.
12. Werner Schlösser, ats e.V.
13. Kristina Wulf, Eurogress
Erläuterungen
Marketingstrukturen
Die Verwaltung wurde vom Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft damit beauftragt, in der folgenden Sitzung einen Verfahrensvorschlag zur Optimierung des Marketings vorzulegen. Ziel des ergebnisoffenen Verfahrens soll es sein, eine möglichst optimale Struktur zu identifizieren, die es erlaubt, die Marketingziele der Stadt Aachen und der verschiedenen Marketingakteure effizient zu erreichen. Unter den vielfältigen Marketingakteuren soll dabei zunächst fokussiert werden auf das Städtische Marketing, das Eurogress, den ats e.v. und den MAC e.V.
Entsprechend der Diskussion in der Ausschusssitzung am 25.3.2015 soll zur Identifikation einer optimalen Struktur eine Strukturkommission gegründet werden, in der Vertreter aus Politik, Verwaltung und der o.g. Organisationen zusammenkommen. Diese Kommission soll extern moderiert werden und nach einer Bestandsaufnahme verschiedene Modelle beleuchten, bewerten und dabei alle vorhersehbaren spezifischen Auswirkungen berücksichtigen, bevor sie dem AAWW und dem Rat schlussendlich eine Strukturempfehlung ausspricht.
Voraussichtliche finanzielle Auswirkungen (nach entsprechender Recherche): außerplanmäßig 25.000 € für Rechtsgutachten, Vortrags- und Moderationshonorare
1.Bestandsaufnahme
Grundlage der Bewertung anderer Modelle soll eine vollständige Bestandsaufnahme der Situation in Aachen sein, die in einem ersten Termin der Strukturkommission zu leisten ist. Für die Marketingakteuren Stadt Aachen (FB13), Eurogress, ats e.v. und den MAC e.V sollen untersucht, eingeschätzt und dokumentiert werden …
a.Ziele: Welche Ziele verfolgen die Marketingakteure in Aachen? Schnittmenge?
b.Kapazitäten: Mit welchen Kapazitäten und Budgets arbeiten die Marketingakteure?
c.Resultate: Wie können die bisherigen Resultate bewertet werden?
Des Weiteren sollen im Rahmen einer SWOT-AnalyseStärken, Schwächen, Chancen und Risiken der bestehenden dezentralen Marketingstruktur in Aachen erarbeitet werden, um eine Vergleichbarkeit mit anderen Modellen herzustellen.
2.BestPractice
Im Rahmen eines weiteren Termins / zwei weiterer Termine der Strukturkommission sollen folgende Kooperationsformen durch Referenten aus den entsprechenden Städte vorgestellt und analysiert werden:
a)Modell Marketing GmbH, Beispiel Bielefeld Marketing GmbH
b)Modell Beteiligungsgesellschaft, Beispiel mainzplus Citymarketing GmbH
c)Modell Kommunaler Eigenbetrieb, Beispiel Münster Marketing
d)Modell Dezentrale Kooperation, Beispiel Bonn
Auf Basis der Erkenntnisse sollen für jede Organisationsform jeweils eine SWOT-Analyse aufgestellt werden.
SWOT-Matrix: Die SWOT-Analyse (engl. Akronym für Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Gefahren)) ist ein Instrument der Strategischen Planung; sie dient der Positionsbestimmung und der Strategieentwicklung von Unternehmen und anderen Organisationen
3.Konsequenzen
Bei einer Umorganisation zu einer GmbH, einem Eigenbetrieb oder einer eigenbetriebsähnlichen Kooperationsform gilt es zudem, zahlreiche Konsequenzen zu berücksichtigen, die wie folgt unterteilt werden können:
a)Inhaltliche Konsequenzen, d.h. z.B. Konsequenzen auf die Strategiefähigkeit, auf die politische Mitwirkung, Beteiligung von privaten Partnern, …
b)Rechtliche und steuerliche Konsequenzen, d.h. z.B. Haftungsfragen der Geschäftsführungen und der Gesellschafter, Fragen des Europäischen Beihilfe- und Vergaberechtes, …
c)FinanzielleKonsequenzen, d.h. z.B. Auswirkungen einer Umorganisation auf das Gehaltsgefüge (TVöD), …
Die Analyse und Beurteilung vor allem der rechtlichen und steuerlichenKonsequenzen bedürfen der Hinzuziehung von externem Sachverstand.
Die Resultate dieser Untersuchungen sind ebenfalls in die SWOT-Matrix einzuarbeiten.
4.Strukturvorschlag
Aufbauend auf den erarbeiteten Erkenntnissen besteht die letzte Aufgabe der Strukturkommission darin, dem Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft einen Strukturvorschlag zu unterbreiten.
Für den Prozess wird folgende Roadmap vorgeschlagen:
Technische Details
ID: 69388
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=69388
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2015-05-22 FB 02_0022_WP17 Marketingstrukturen SAO.pdf
23.11.2024
266.1 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 3
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft
- Gremium
- Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft
- Datum
- Mi., 10.06.2015
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
- Geändert
- 23.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 23. Februar 2026 um 09:36