18. Juni 2015 um 17:00, Verwaltungsgebäude Marschiertor
TOP 9Öffentlich

Projekt eMoVe - Einrichtung von zwei Mobilitätsstationen

FB 61/0206/WP17 · Entscheidungsvorlage

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Die Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg hat den Beschluss wie von der Verwaltung vorgeschlagen einstimmig gefasst.

Herr Ferrari berichtet, die Bezirksvertretung Aachen-Mitte habe einen geänderten Beschluss gefasst, weil sie den Zeitpunkt in Frage gestellt habe.

Herr U. Müller stellt die Mobilitätsstationen im Rahmen des Projektes eMoVe (elektromobiler Mobilitäts-Verbund) vor.

Herr Blum teilt mit, er habe sich nach dem Lesen der Vorlage gefragt, welche Funktion die Stele nun eigentlich habe. Sie sei zwar ein Blickfang. Für die Höhe der Kosten – die Stadt Aachen muss für beide Stelen 13500 € übernehmen – fehle ihm aber jedes Verständnis.

Herr Deloie hält das Design der Stelen für gelungen und wenn die technischen Voraussetzungen gegeben seien, halte er sie für gut. Da die Funktion aber derzeit noch sehr eingeschränkt ist, sei sie zurzeit noch nicht sinnvoll und sollte deshalb zurückgestellt werden, es sei denn, die Förderung könne nur zum jetzigen Zeitpunkt in Anspruch genommen werden.

Herr Lindemann fragt, ob es absehbar sei, wann der perspektivisch in Aussichtgestellte Austausch des Lageplans durch einen Bildschirm, über den weitere Informationen abgerufen werden können, erfolgen kann.

Herr Fischer begrüßt es, dass die Einrichtung der Mobilitätsstationen dem Ausschuss zur Entscheidung vorgelegt und nicht als Geschäft der laufenden Verwaltung angesehen worden ist. Er gehe davon aus, dass Velocity bald komme und würde sich deshalb dafür aussprechen, sie einzurichten. Er fragt, wie es in Herzogenrath geregelt ist.

Herr Deloie betont, es gehe hier nicht um ein Nein oder Ja, sondern auch in Anbetracht der Kosten um den Zeitpunkt.

Frau Breuer sieht keinen Sinn darin, die Stelen jetzt schon aufzustellen. Es bestehe die Gefahr, dass sie beschädigt und beschmutzt werden. Sinnvoll sei es erst, wenn sie auch „mit Leben gefüllt“ werden können.

Herr U. Müller erklärt, dass die Mobilitätsstationenein wichtiger Bestandteil des Förderprojektes seien. Es wäre zwar gut, wenn die elektronischen Funktionen auch abrufbar seien, das sei aber vorerst nicht der Fall. Da Velocity auch ein wichtiger Bestandteil des Projektes sei, wäre es wichtig, dass bei der Einführung die Stelen schon vorhanden sind; alles müsse sich im Rahmen des Förderprojektes bewegen.

Zu der Frage wie es in Herzogenrath geregelt ist, habe er keine Information. Die könne er aber nachliefern.

Es folgen weitere Wortmeldungen von Frau Breuer, Herrn Ferrari, Herrn Fischer und Herrn Blum.

Schließlich schlägt Herr Ferrari vor, die Einrichtung der Mobilitätsstationen an die Einführung von Velocity zu knüpfen und über diesen Vorschlag zuerst abzustimmen.

Der Ausschuss fasst folgenden

Beschluss

Der Mobilitätsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis und beschließt die Einrichtung der Mobilitätsstationen an den Bushaltestellen Stiewistraße und Mies-van-der-Rohe-Straße wie in der Vorlage dargestellt, jedoch erst zum Zeitpunkt der Einrichtung der Velocity Pedelec Stationen an diesen Standorten.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen Laurensberg nimmt den Bericht der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis und empfiehlt dem Mobilitätsausschuss, die Einrichtung der Mobilitätsstation an der Bushaltestelle Stiewistraße zu beschließen.

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte nimmt den Bericht der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis und empfiehlt dem Mobilitätsausschuss, die Einrichtung der Mobilitätsstation an der Bushaltestelle Mies-van-der-Rohe-Straße zu beschließen.

Der Mobilitätsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis und beschließt die Einrichtung der Mobilitätsstationen an den Bushaltestellen Stiewistraße und Mies-van-der-Rohe-Straße wie in der Vorlage dargestellt.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Anlass

Die Stadt Aachen ist Projektpartner im Förderprojekt „eMoVe – elektromobiler Mobilitätsverbund“, das bis Mitte 2016 mit einem Fördervolumen von rd. 1,4 Mio. € über das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert wird.

Kern des Förderprojektes ist die Schaffung von Rahmenbedingungen für einen „elektromobilen Mobilitätsverbund“ in der Region Aachen. Hierfür werden Geschäftsmodelle und Prozesse entwickelt und erprobt, weitere Elektrofahrzeuge angeschafft, Mobilitätsstationen errichtet und Elektromobilitätsbausteine für kommunale Planungsprozesse erarbeitet.

Neben der Stadt Aachen sind Projektpartner die ASEAG, AVV, Cambio, Ecolibro (Mobilitätsberatung), FH Aachen sowie Probst & Consorten (ÖPNV Marketingberatung). Die Konsortialführung des Projektes liegt beim Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH Aachen (ISB).

Mobilitätsstationen

Die Federführung für das Arbeitspaket „Mobilitätsstationen“ im Projekt eMoVe liegt beim Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen der Stadt Aachen. Gemeinsam mit den Projektpartnern wurden im Projekt die einzelnen Elemente einer Mobilitätsstation festgelegt sowie ein einheitliches verbindendes Design entwickelt und abgestimmt.

Im Projekt sollen vier Stationen exemplarisch in den Städten Aachen und Herzogenrath realisiert werden. In Aachen ist die Errichtung von Mobilitätsstationen im Bereich Campus Melaten (Bushaltestelle Stiewistraße) sowie in der Nähe des Westbahnhofs (Bushaltestelle Mies-v.-d.-Rohe-Straße) vorgesehen.

Mittlerweile hat die Förderung der Elektromobilität einen sehr großen Stellenwert in Aachen. Ein konsequenter Ausbau hilft, die verkehrsbedingten Umweltbelastungen zu verringern. Im Zusammenhang mit den aktuellen Diskussionen zum Luftreinhalteplan für die Stadt Aachen wurde dies durch das Landesumweltministerium gewürdigt. Die Einrichtung von Mobilitätsstationen ist ein Bestandteil des Ausbauprogramms und ist als solcher u.a. im Entwurf zum Luftreinhalteplan 2015 in den Maßnahmen „MM7 - Pilotprojekt „Einführung Multimodales Job-Ticket“ (eMoVe)“ sowie „MB1 - Umsetzung Busnetzkonzept 2015+“ verankert.

Als Verknüpfungspunkte elektromobiler und konventioneller Mobilitätsdienstleistungen führen Mobilitätsstationen die Mobilitätsangebote des ÖPNV, Carsharing (konventionell und elektrisch), Lademöglichkeiten für private Elektrofahrzeuge sowie das Fahrradverleihsystem Velocity zusammen.

Zentrales Element von Mobilitätsstationen ist die multimodale Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel über die bisher vielfach üblichen bimodalen Verknüpfungen, wie Park+Ride oder Bike+Ride, hinaus.

Der Ausbau der einzelnen Mobilitätsangebote bzw. der entsprechenden Ladeinfrastruktur an den Mobilitätsstationen wird von den Partnern (Cambio, STAWAG, Velocity) im Rahmen des Projektes durchgeführt. Die Integration der einzelnen Angebote in ein intermodales Informations-, Buchungs- und Abrechnungssystem wird vom Aachener Verkehrsverbund koordiniert.

Als optisch verbindendes Element soll an den geplanten Mobilitätsstationen die in Abbildung 1 dargestellte Informationsstele, die von der FH Aachen, Fachbereich Design, in Abstimmung mit allen Projektpartnern entwickelt wurde, aufgebaut werden. Beim Design der Stele wurde das Corporate Design der Dachmarke „Elektromobilität Region Aachen“ aufgegriffen, dass bei der Kommunikation aller Elektromobilitätsthemen in Aachen genutzt wird (s. auch www.emobil-aachen.de).

Mit der Stele soll einerseits Aufmerksamkeit für eine neue Verknüpfung von Mobilitätsangeboten erzeugt sowie andererseits die kleinräumige Wegweisung zu den einzelnen Mobilitätsangeboten gewährleistet werden. Anlage 2 zeigt eine Visualisierung der Mobilitätsstation an der Bushaltestelle Mies-v.-d.-Rohe-Straße.

In einem ersten Schritt ist geplant, die Informationen statisch aufzubringen. Perspektivisch soll der Lageplan durch einen Bildschirm ausgetauscht werden, über den weitere Informationen abgerufen bzw. auch Buchungen der einzelnen Mobilitätsangebote im Mobilitätsverbund durchgeführt werden könnten. Die Stele selbst ist modular aufgebaut, so dass ein späterer Austausch möglich ist. Im Fundament für die Stele wird ein Leerrohr für einen späteren Stromanschluss berücksichtigt.

Ein Prototyp der Stele wurde von der FH Aachen produziert (s. Fotos in Anlage 3).

Im Rahmen des Projektes ist geplant zwei Stelen anzuschaffen und diese an den Mobilitätsstationen Westbahnhof an der Bushaltestelle Mies-v.-d.-Rohe-Straße sowie im Campus Melaten an der Bushaltestelle Stiewistraße zu errichten. An beiden Standorten sind bereits Ladesäulen der STAWAG sowie Carsharing Stellplätze von Cambio (konventionell und elektrisch) in Betrieb. Genehmigungen für die Velocity-Stationen an beiden Standorten wurden erteilt. Eine Inbetriebnahme der Velocity-Station nach einer derzeit laufenden Testphase ist für den Sommer geplant.

Die Stelen sollen nach Inbetriebnahme der Velocity Stationen errichtet werden.

Die Mobilitätsstationen werden allen Nutzerinnen und Nutzern der eingebundenen Mobilitätsangebote zur Verfügung stehen und werden hinsichtlich ihrer Wahrnehmung und Nutzung im Rahmen des Projektes eMoVe durch das ISB der RWTH evaluiert.

Finanzielle Auswirkungen

Die Kostenschätzung der FH Aachen wurde auf Basis des bereits hergestellten Prototyps und Anfragen bei Herstellern durchgeführt und ergibt einen Preis pro Stele von 5.000 € netto bzw. rd. 6.000 € brutto. Hinzu kommen noch Kosten für Fundamente in Höhe von 3.000 € pro Standort, so dass sich insgesamt ein finanzieller Aufwand von rd. 18.000 € ergibt. Diese Kosten werden im Rahmen des Projektes eMoVe zu 75 % gefördert.

Mittel stehen beim PSP Element 5-120201-900-00800-900-1, Finanzposition 78310000 zur Verfügung.

Die Kosten der Reinigung beider Stelen (4-mal im Jahr) werden anhand von Erfahrungswerten der Reinigung der Bike+Ride Anlagen auf 500,00 € p.a. geschätzt. Die Mittel für die Reinigung sollen aus dem PSP Element 1-120201-900-9, Sachkonto 52410000 zur Verfügung gestellt werden.

Auswirkungen

finanzielle Auswirkungen

Investive Auswirkungen

Ansatz

2015

Fortgeschriebe­ner Ansatz 2015

Ansatz 2016 ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 2016 ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

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Auszahlungen

80.000*

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Ergebnis

-80.000

-80.000

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2015

Fortgeschriebe­ner Ansatz 2015

Ansatz 2016 ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 2016 ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

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Personal-/

Sachaufwand

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500**

500**

Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

* aus Ermächtigungsübertragungen

** pro Jahr

Abstimmungsergebnis

einstimmig

Weitere Dokumente (3)

Anlage 1
1.5 MB · PDF
Anlage 2
2.5 MB · PDF
Anlage 3
2.7 MB · PDF

Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2015-05-19 FB 61_0206_WP17 Projekt eMoVe - Einr SAO.pdf

26.11.2024

6.9 MB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 9
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Mobilitätsausschusses
Gremium
Mobilitätsausschuss
Datum
Do., 18.06.2015
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 09:45